Geboren bin ich 1987 und habe also 3 Jahre der mehr oder weniger tollen 80er Jahre miterlebt. Wenn im Fernsehen die 80er Show läuft erinnere ich mich zum Teil noch an die Dinge dieses Jahrzehnts, wobei ich davon ausgehe, dass ich die meisten in den 90ern mitbekommen habe. So kann ich sagen, dass ich beim Mauerfall schon geboren war, ihn jedoch glatt verpennt habe.
In den 90ern bin ich in die Schule gekommen und das letzte Jahr war mein erstes als Teenager. Von Film, Musik, Geschichte und Politik hat man noch einiges behalten und wenn bald eine 90er Show kommt kann ich laut rufen: “Achja, so war das auch!”.
Meine restliche, bisherige Lebenszeit verbrachte ich in den… oh!

Gestern ging es mir durch den Kopf, als ich mal wieder ein bisschen Radio hörte. “Das beste aus den 80ern,90ern und von heute!”, heißt es dort als Slogan.
Aber was ist eigentlich heute? Wie nenne ich das Jahrzehnt, welches ich als erstes wirklich mitbekommen habe?
“Ich bin in den 2000er aufgewachsen.” “Meine Jugend verbrachte ich im Milleniumsjahrzehnt.” “Damals, die 0er Jahre ..”
“00! – Das Toilettenjahrzent, da war alles fürn ..” “2000 years after and plus 10!”

Ich weiß es nicht. Ich werde sagen: “Damals, als ich noch jung war.”

30. Oktober 2007 | Gedanken | Kommentare: (2)

Gerade fuhr ich fröhlich, mit neuer Frisur und einer Kiste süßem Gesöff, die große Straße herunter.
Wie es sich gehört achtete ich auf die Geschwindigkeit und fuhr meine 50 in der Stadt. Vor einem Autohaus stand ein LKW und lud, wie kann es anders sein, Autos ab. Allerdings liegt das Autohaus direkt an der Straße und so wurde der Vorgang auf der anderen Fahrbahn direkt bearbeitet.
Meine Spur war nicht betroffen und ich fuhr in der Erwartung, dass die entgegenkommenden Fahrzeugen halten weiter. Wieso sollten sie es sich auch anders überlegen, mein Vordermann hatte seinen VW auch leicht durch die Engstelle bewegt.
Jedoch gibt es Autofahrer, die es immer eilig haben. Meist betrifft dies auch Männer um die 40 mit einem Anzug hinten im Auto und getönten Scheiben.
Ein solcher Fahrer dachte sich bestimmt auch: “Ach, vor dem alten Renault komme ich noch locker vorher”.
Wäre er nicht. Hätte der Renaultfahrer nicht so schnell reagiert wäre es nicht so gut gewesen. Aufregen über das Verhalten kann man sich nicht, denn ich dachte nur: “Er darf das, er hat ja BMW”.

25. Oktober 2007 | Generell | Kommentare: (3)

Da ich zur Zeit wegen der Herbstferien Urlaub habe dachte ich mir, dass ich mir wohl mal eine Universität von innen anschauen kann, um zu sehen, was mich nächstes Jahr so erwartet.
Also bin ich heute zur Uni Osnabrück gefahren und mich mal einfach so in eine Vorlesung für Geschichte gesetzt. Meine Eintags-Kommilitonen haben gar nichts bemerkt. Erst als ich die Anwesenheitsliste einfach an mir vorbei geschoben habe wurde ich gefragt, ob ich es nur zum Spaß mache, oder in der falschen Vorlesung gewesen war.
Ich teilte ihnen mein großes Geheimnis mit und sie versicherten mir Stillschweigen zu bewahren, vielleicht hätte ich sonst eine Strafe zahlen müssen, wegen unerlaubter Horizonterweiterung.
Da ich verkappter Historiker bin, lag eine Vorlesung über das Spätmittelalter nahe. War auch wirklich sehr interessant und für eine kurze Zeit – lass es von 11-11.30 Uhr gewesen sein – vergaß ich meine eigentliche Bestimmung und war Student.
Mit einem ‘Coffee to go’ schlurfte ich also im typischen Studentenstil (zumindest taten dies ca 75%) über den Campus begleitet von zwei Bekanntschaften aus der Vorlesung. Beim Essen wurde noch ein wenig über das angenehme Studentenleben und die harte Zeit des Zivis geplaudert.
Schon hatte ich es geschafft. Ich hing mit Viertsemestern herum, die mir die Uni zeigten. Das ist ein Gefühl wie früher in der Schule, wo man in der 10ten Klasse schon welche aus der 13 kannte. Nett waren sie, sehr gesprächig und hilfsbereit.
Doch musste ich erkennen, dass es auch an der Uni einen festen Stundenplan gibt und man doch nicht so einfach wegbleiben kann. So verabschiedeten sich meine Begleitung und ich war wieder alleine. Zurück in der Realität wartete ich mit anderen Überhauptnichtsemestern vor der ZBS und informierte mich über meinen angestrebten Studiengang.
Heraus kam ich als Benedikt (20,m), Zivildienstleistender, der einmal Student spielen durfte.

24. Oktober 2007 | Benedikt | Kommentare: (6)

Nach langem suchen, habe ich nun dieses kleine Bild genommen.
Vielleicht erkennt es aber einer direkt.

Gesucht war der japanische Kurzfilm: Heat after Dark.
Weiter geht beim verschwender.

22. Oktober 2007 | Generell | Kommentare: (116)

Worüber kann man schreiben, fragt sich der gemeine Blogdepressive – hier beschrieben – zur Zeit und schreibt über Fliegen, Spinnen und andere Tiere. Nimmt sich das komplette youtube-Portal vor und versucht ein Rekord in “Clips veröffentlichen” aufstellen. Spielt nur noch beim Filmrätselstöckchen mit oder schweigt.
Einfach mal eine Woche nur das bunte Treiben der Blogsphäre halbherzig verfolgen. Im Feedreader nur die Überschriften zu lesen, um locker wieder alles als gelesen zu markieren. Es sammelt sich schon was an, wenn man auch mal 3-4 Tage nicht am Computer sitzt. Dies stellen auch andere fest.
Aber trotzdem hat mich kein einziger Blogbeitrag der letzten Woche inspirieren können selbst etwas dazu zu schreiben. Vielleicht weil einfach alles gesagt wurde und ich einfach nur nickend vor dem Laptop saß.
Auch Kommentare sind selten geworden. Entweder stimmt der Beitrag so, oder nicht. Wenn ich Herrn Niggemeier, oder sonstwem meine Meinung sagen würde kommt ja am Ende doch nichts bei heraus. Die quälende Frage um das BILDBlog konnte mir immer noch nicht beantwortet werden.
So schreibe ich lieber einmal gar nichts. Chatte einfach mal wieder einen von 15 bis 22 Uhr und habe dabei große Freude. Wie früher, als man mit 14 ICQ entdeckte und süchtig nach chatten wurde. Vielleicht bin ich auch schon süchtig nach dem Bloggen und aus dem Grund, wird auch kein Gedanke daran verschwendet hier irgendwas zu schließen.
Einfach mal verrückte Musik hören und dazu seltsam tanzen.
Oder ein neues Wochen-Lieblings-Lied haben. Das sind auch Dinge, die einem Freude bereiten.

Jetzt habe ich mal wieder etwas an meine 190 Leser geschrieben.
Dieser Beitrag fiel mir gar nicht so einfach, denn darüber Schreiben, dass man eigentlich gerade gar nicht schreiben kann ist kompliziert. Da fällt mir was aus dem Deutsch LK ein: Der Chandos-Brief, oder auch Ein Brief von Hugo von Hofmannsthal. Der arme Mann erlitt dasselbe Schicksal. Aber nach dem Motto: “Kommt Zeit, kommt Rat”, werde ich schon bald wieder Inspiration gesammelt haben. Oder ich schreibe mal wieder einen Brief?!

22. Oktober 2007 | Benedikt Gedanken | Kommentare: (5)

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, lieber Benedikt!
Für das neue Lebensjahr wünsche ich alles Gute, Gesundheit und Glück, viel Erfolg und viele schöne Stunden.
Feier schön und laß Dir die Sonne ins Herz lachen.

Dein N.N.

16. Oktober 2007 | Benedikt | Kommentare: (6)

Wir fahren jetzt! Also raus in die Kälte, bei McDonalds noch ein Burger genehmigen. Orientierungslos herumlaufen. Warum ist die Welt denn so verschommen? Mir isss kaalt! Taxi kommt gleich. Warten, sitzen, abkühlen.
Einsteigen! Es geht los. Taxifahrer, bitte fahren sie nicht so schnell. Nicht so schaukeln, mein Magen.
Halb vier. Schlüssel suchen. Wie habe ich eigentlich das Loch getroffen?
Noch ne SMS schreiben. Arg, alles ist verschwommen. Übelkeit, aber es geht. Nach oben. Seit wann haben wir denn hier eine Wendeltreppe? Klamotten durch die Gegend werfen. Ab ins Bett.
Das Herz rast wie verrückt, der Kopf hämmert.
Schlafposition einnehmen. Mein Kopf! Wieso muss mein Bett auf einem Karussell stehen? Ein Bein aus dem Bett halten, soll helfen. Ah, schon besser.
Unruhig! Aus dem Körper entweicht so langsam das süße Gift. Auf den Rücken drehen. Fatale Entscheidung. Wieder dieses Drehen.
Das letzte Getränk hätte aber nicht sein müssen. Hab ich das letzte Woche nicht schon einmal gedacht? Gleiche Situation?
Egal, ich will nur noch schlafen. Noch einmal herumdrehen. Mücke, wenn du jetzt mein Blut saugst, fliegst du Achterbahn.
Noch einmal zur Toilette. AU! Wer hat den Schreibtisch denn vor die Tür gestellt? Ach falsch, die Tür wurde nach rechts versetzt.
Nebenan das gemütliche Schnarchen. Oh, das wäre fein.
Wieder ins Bett. Halte durch! Wenn du schläft hast du fast gewonnen.
Schlaf! Na endlich.

Nächster Morgen. Mein Kopf! Mein Magen! Meine Glieder! Meine Güte!
Wie spät? Halb 2. “NEIN, ich möchte nichts essen!!”
Ich bleibe liegen.

Du warst betrunken? Nein, ich habe mich lediglich meiner Umgebung angepasst.

14. Oktober 2007 | Benedikt | Kommentare: (2)

Ich mache hier mal mit.

Was ist für Sie das größte Unglück? Unglücklich zu sein
Wo möchten Sie leben? Kanada
Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück? Sorglos zu sein
Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten? die Fehler anderer
Ihre liebsten Romanhelden? Micky Maus, von der ich viel gelernt habe
Ihre Lieblingsgestalt in der Geschichte? Benedikt
Ihre Lieblingsheldinnen in der Wirklichkeit? Mütter
Ihre Lieblingsheldinnen in der Dichtung? /
Ihre Lieblingsmaler? Gauguin, Cezanne, Harrison
Ihr Lieblingskomponist? /
Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann am meisten? Die Guten
Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer Frau am meisten? Die Guten
Ihre Lieblingstugend? Ehrlichkeit
Ihre Lieblingsbeschäftigung? Zeichen und schreiben
Wer oder was hätten Sie sein mögen? ein Wombat
Ihr Hauptcharakterzug? Fröhlichkeit
Was schätzen Sie bei ihren Freunden am meisten? Verständnis
Ihr größter Fehler? Faulheit
Ihr Traum vom Glück ? Mit meiner Familie ein gesundes und sorgenfreies Leben führen zu können.
Was wäre für Sie das größte Unglück? Verlust der Familie
Was möchten Sie sein? Klüger
Ihre Lieblingsfarbe? Blau
Ihre Lieblingsblume? Sonnenblume
Ihr Lieblingsvogel? Papagei
Ihr Lieblingsschriftsteller? Ellis Peters
Ihr Lieblingslyriker? /
Ihre Helden in der Wirklichkeit? Die gegen das Schlechte kämpfen
Ihre Heldinnen in der Geschichte? Trümmerfrauen
Ihre Lieblingsnamen? Benedikt, Raphael, Lara
Was verabscheuen Sie am meisten? Störer meines Seelenfriedens
Welche geschichtlichen Gestalten verachten Sie am meisten? Man kann von allen lernen.
Welche militärischen Leistungen bewundern Sie am meisten? Friedensschlüsse
Welche Reform bewundern Sie am meisten? War bei so vielen noch nicht dabei. Habe nur eine schlechte mitbekommen.
Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen? die der Heilung
Wie möchten Sie sterben? mit gutem Gewissen
Ihre gegenwärtige Geistesverfassung? Optimistisch
Ihr Motto? Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag.

Wer mitmachen möchte, darf sich anschließen. Ist interessanterweise gar nicht so einfach, wie man vielleicht denkt.

8. Oktober 2007 | Benedikt | Kommentare: (2)

Das kleine Arschloch.
Andreas Platthaus preist in der FAZ wieder einen der von Ihm verehrten Comiczeichner. Um jedem Mißverständnis vorzubeugen: Herr Platthaus ist nicht der Verfasser des kleines Arschloches oder gar mit ihm identisch. Er propagiert nur seine Werke im Feuilleton der FAZ. Genauer führt er heute die Leser in die Kindergartenwelt von W. Moers ein. Ein fiktives Gespräch soll die von Platthaus bevorzugte Kinderunterhaltung den FAZ-Lesern schmackhaft machen.
Nach Erfahrungen mit dem bekennenden Donaldisten Platthaus (Motto: Jeder Tag ohne Comic in der FAZ ist ein verlorener Tag für die Verdummung.) steht zu befürchten, daß das Niveau der FAZ endgültig auf der Comicstufe ankommen wird.

Die Überschrift “Natürlich bleibt Ihr Buch ein Schmarrn” könnte einen Hinweis auf Kritik und Ironie darstellen. Es steht aber zu befürchten, daß Herr Platthaus sowohl Entenhausen wie auch Zamonien für die Realität ansieht. Fraglich bleibt allerdings, ob die Auseinandersetzung mit dem Führer der Nazipartei in dem Comicstil des W. Moers (Adolf: “Ich hock in meinem Bonker”) den Forderungen der politischen Korrektheit unserer Tage völlig entspricht.

Ob die FAZ noch die Kraft aufbringt, sich gegen den endgültigen Sieg der Plattheit zu wehren, ist mehr als fraglich geworden.

4. Oktober 2007 | Gedanken | Kommentare: (0)

Bild als Titel, rote Farbe, Strichmännchen mit Schwafelschwafel, Rausschmiß der Frakturüberschriften, Zusammenfassungen für den Lesekindergarten, viel leerer Raum zwischen dem Text, Eigenlob einer Erscheinungsbildänderung, Linksbündigkeit, Kultusminister-ss, Herausgeberlob auf das Augenschmeichlerische, Anpassung an die Wünsche aus einer (angeblichen) Leserbefragung; kurzum: Die FAZ ist beim Zeitgeist angekommen, wie es die Propagandisten von Donald Duck als Chefherausgeber der FAZ schon lange gefordert hatten. Hurra, der Sieg von Entenhausen ist da! Platthausen beherrscht die Welt.
Und es sage niemand, daß es sich nicht um den Untergang des Abendlandes handele. So ein paar niedliche Äußerlichkeiten werden doch nur neue Käuferschichten aktivieren, die sich in Zukunft die gedruckte Ausgabe kaufen werden und sich nicht mehr mit ihrem gewohnten Sekundenblick in der virtuellen Netzwelt begnügen werden. Daß ich nicht lache. Schon längere Zeit kann auch inhaltlich in der FAZ nur noch der Niedergang beobachtet werden. Die FAZ hat ihre Funktion als Sprachpflegerin schon lange aufgegeben. Nicht nur die Flut von englisch-denglischen Ausdrücken, vom modischen Globalesisch befremdet, nein, es finden sich mehr und mehr absolut unverständliche Sätze wie:
“Und so wurde ausgerechnet Oliver Pocher zu einem Helden des Abends. In einen Stand-up legte er den Finger in offene Wunden.” (Stefan Niggemeier, 30.9.07, in einem Artikel über einen Fernsehpreis mit der Überschrift: “Bitte Mutter, hau’ auf die Glocke!”) Schlimmer geht es nimmer. Oder doch?

4. Oktober 2007 | Gedanken | Kommentare: (0)