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Sie hat lange auf sich warten lassen. Irgendwann – ich glaube, es war so um 1 Uhr – kam sie dann aber doch. Die Inspiration.
Das letzte Design meines Blogs war mir ein kleiner Dorn im Auge. Die Navigation war eine Katastrophe und die Übersicht ließ doch etwas zu wünschen übrig.
Jetzt habe ich im Schweiße meines Angesichts etwas Neues erstellt. Ich hoffe, dass es gefällt.
Viel dazu zu sagen, gibt es eigentlich nicht. So ein Blog hat ja die tolle Eigenschaft sich selbst zu erklären.

25. Februar 2010 | Allgemein | Kommentare: (3)

Zu Beginn eines jeden Einkaufs, sei es die Kleidung, die unbedingt gekauft werden muss, weil nichts, absolut NICHTS mehr im Kleiderschrank ist oder aber der Hunger, der einen in die Läden treibt, steht die Entscheidung in welchem Laden geshoppt werden soll. Reicht die Motivation aus um einen Ausflug in eine größere Stadt zu unternehmen oder aber nur für den kleinen Laden die Straße hinunter. Nach eigenem Ermessen müssen wir uns über kurz oder lang entscheiden, doch dieser Vorgang dauert bei mir für gewöhnlich eine Weile, ist es doch so gemütlich auf der Heizung zu sitzen und nichts zu tun, den Tag einfach zu genießen und das Erlebte Revue passieren zu lassen. Doch eigentlich wäre es auch schön, ein neues Kleidungsstück in den Händen zu halten, das Stück noch einmal anzuprobieren, es zu bewundern und zu überlegen, wie es am Besten kombiniert wird. Oder aber leckere Süßigkeiten beim abendlichen Fernsehprogramm zu essen. Über kurz oder lang komme ich nicht drum rum, ich muss eine Entscheidung treffen.

24. Februar 2010 | Gedanken | Kommentare: (0)

Gerüche gehören eigentlich mehr in die Küche, aber manchmal kann der schwache Mensch nicht widerstehen, Gerüchte zu kolportieren, weil es ihm so viel Spaß macht.

Aus der seit einiger Zeit über dem Münsteraner Aasee wabernden Gerüchteglocke wurde mir eine geisterhellende Neuigkeit zugetragen, die ich nicht verschweigen, aber auch nicht an die große Glocke binden kann.
Alle Gutmenschen und solche, die ernstlich friedvoll werden wollen, die eine Eintrittskarte zu ungefähr 16€ für eine Veranstaltung in der Halle Münsterland erworben haben, sollen nicht enttäuscht sein. Sie sollen sich durch Meditation und Atemholen darauf vorbereiten, in der Münsterlandhalle das Nichts vorzufinden, über das sie wortreich lächelnd belehrt werden wollten. Dieses personale Nichts, dessen Erfahrung so unendlich erfreulicher ist als die Erfahrung des christlichen Abendlandes mit seinem menschgewordenen Gott, soll dazu beitragen, daß die Gutmenschen ihre heftigen Täuschungsgefühle überwinden und im wahren Geist des Friedens und der Freude und der Gemeinsamkeit sich unendlich überlegen gut fühlen.
Nach bisher unbestätigten Gerüchten wird eine große Zahl exotisch gekleideter Mönche zur selbigen Zeit einen freiwilligen Arbeitsdienst im Clemenshospital ableisten. Besonders erfreut ist der 84jährige Willi aus A., der seit 14 Jahren gelähmt und sprachlos im Rollstuhl sitzt, daß er von dem tatkräftigen Oberhaupt der Mönche einen Tag lang um den Aasee gerollt werden wird. Auch die demente M. (96) aus der Sonnenstraße freut sich schon sehr darauf, daß ihr der Pilot des Privatjets, mit dem die Mönche aus dem Himalaya einfliegen, den Tag mit Anekdoten aus dem Leben des Yeti erbaulich gestalten wird.
Gänzlich unbestätigt bleibt die schwer zu widerlegende Behauptung, daß die Mönche aus dem Osten durch die Lektüre von Benedikt XVI. „Deus caritas est“ („Gott ist die Liebe“) zu ihrem Ortswechsel und Sinneswandel bewogen worden seien.

22. Februar 2010 | Dachbodenfund | Kommentare: (0)

Es gibt Worte zum Kotzen. Professionell ist zum Kotzen. Was heißt professionell? An der Universität Heidelberg kann man lernen, sich professionell zu bewerben. Soll das heißen, daß man es richtig machen soll beim Bewerben oder soll man das berufsmäßige Bewerben erlernen? Es heißt, Sexarbeiterinnen müßten Prostitution professionell betreiben. Würde irgend jemand anderer Auffassung sein, daß ein Beruf ein Beruf ist, auch wenn vom ältesten Gewerbe geredet wird? Berufsmäßige Unzucht. Wir realisieren professionelle Automatisierungslösungen. Ja, ist das nicht die Aufgabe von Fachleuten, ihre Arbeit fachgerecht zu betreiben? Professioneller Internetauftritt – nein, lieber von der Kindergartengruppe gebastelt als von jemandem, der sich als professionell anpreist.

Ach, laß es gut sein, höre ich die Einwände. Das ist doch alles nur ein bißchen Werbesprache. Ein Marketingblabla. Reg dich nicht auf. Ich will mich aber aufregen. Wenn zu hören ist, ein Politiker hätte dies oder das unprofessionell gesagt, gedacht, getan, was ist dann davon zu halten? Hat er sich schlecht verkauft oder Dummheiten gemacht oder beides?

Nach einem Unglück hörte ich, daß sich Trauerbegleiter sehr professionell verhalten hätten. Das möchte ich nicht kommentieren. – Die Steigerung von dem professionellen Verhalten der Trauerbegleiter vernahm ich kürzlich, als ein Angebot zur professionellen Trauerarbeit in selbstredend professionellen Räumlichkeiten unterbreitet wurde. Pfui, da bleibt einem die Spucke weg.

Das Wort ist wie eine Sintflut über uns hereingebrochen. Ich tröste mich mit der Erkenntnis, daß die Arche von ungelernten Leuten erbaut wurde, die Titanic von professionellen Schiffsbauern.

8. Februar 2010 | Dachbodenfund | Kommentare: (0)