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Obwohl die Auswahl an wunderschönen Themes für WordPress nahezu unbegrenzt erscheint, habe ich mich entschlossen, mein altes Theme wieder zu installieren.
Am Eigenen kann man sich austoben, ausprobieren, umstellen und erweitern. Das eigene Design ist quasi das i-Tüpfelchen des persönlichen Weblogs.
Im Laufe der nächsten Tagen wird es bestimmt noch zu ein paar Änderungen und Anpassungen kommen.

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31. März 2011 | Generell Internet | Kommentare: (2)

Auch Sie sind sicher der Ansicht, daß eine gute Kommunikation wichtig ist. Das stimmt. Nichts ist wichtiger, als sich zu verstehen, sich gut zu verstehen. Daher sollte auch alles unternommen werden, das gute Gelingen der Kommunikation zu fördern. Es sollte auch allen Menschen ein Herzensanliegen sein, eine noch nicht gute Kommunikation zu verbessern.

So habe ich in letzter Zeit auch mein Augenmerk auf die Förderung der zwischenmenschlichen Kommunikationsverbesserung gelegt. Dabei fiel auch auf, wie wenig die Wissenschaft bisher ihr Interesse auf die Satzendungen gelegt hat. Auch die Abtönungspartikel sind bisher nicht in dem Maß gewürdigt worden, wie es wünschenswert erscheinen möchte.

Beginnen wir unsere Betrachtung einleitend mit dem historischen Gebrauch kommunikationsverbessernder und kommunikationsverbindender Satzenden, so stellen wir fest, daß das Satzende kommunikativ auch immer schon zur Förderung der Einvernehmlichkeit gebraucht worden ist. In der deutschen Sprache findet sich hier an erster Stelle: „nicht wahr“. Die Engländer bevorzugen: „isn’t it“ oder „aren’t they“. Die Franzosen haben sich zu „n’est-ce pas“ entschlossen. Auch andere Sprachen kennen das, können hier aber nicht alle erwähnt werden.

Lokales Kolorit und mithin größere Vertrautheit der Kommunikationsteilnehmer zeigt das nachgestellt „gell“, oftmals auch zu „gelle“ erweitert. Es wurde national in letzter Zeit durch das ebenfalls Übereinkunft herstellende „ne“ im Gebrauch übertroffen, wobei allerdings die Theorie der unterschichtenspezifischen Herkunft noch nicht verifiziert worden ist.

Im Gegensatz zur landläufigen Auffassung vom diskonnektiven Gebrauch des Schweizer „oder“ muß auch deutlich gesagt werden, daß auch „oder“ mehr verbindend als kommunikationstrennend aufzufassen ist. Der Schweizer an sich erwartet nach dem Gebrauch von „oder“ am Satzende von seinem Kommunikationspartner ein bestätigendes Kopfnicken und keine Äußerung einer abweichenden Meinung.

Vermehrt findet sich in Deutschland in letzter Zeit der inflationäre Gebrauch von „ja“. Dieses „ja“ wird nicht als Abtönungspartikel im Satzinneren, sondern als heftig Übereinkunft einfordernder Kommunikationskonnektor am Satzende benutzt. Kaum noch hört man einen Satz ohne das angehängte „ja“, bei dem aus soziokommunikativen Gründen die Stimme des Sprechers etwas angehoben wird. Durch den übermäßigen Gebrauch klingt „ja“ entwertet, ja billig, was für die Kommunikationsförderung nicht gerade recht ist.

Daher machen wir den Gebrauch eines neuen Kommunikationskonnektors zur Regel. Hängen Sie bitte zukünftig anstelle „ja“ (veraltet) ein „auch“ (neu) an. Dann klappt das auch wieder besser mit der Kommunikation. Sie werden sehen, welchen Spaß die verbesserte und völlig moderne Kommunikationsstruktur macht, auch.

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31. März 2011 | Gedanken | Kommentare: (0)

The Aurora from Terje Sorgjerd on Vimeo.

Ein bisschen noch Winter. Ein bisschen Mystik. Ein bisschen Stille.
Ein ganz schönes Video.

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30. März 2011 | Internet | Kommentare: (1)

Ich habe im Experiment einmal beobachtet, wie unterschiedlich zwei Menschen 75 Cent unter sich aufteilen. Die Aufgabenstellung lautete: unter euch teilen. Der Erwartungshorizont war, wie Angehörige verschiedener Bildungsschichten die Aufgabe unterschiedlich lösen würden. Sollten Wissen und Bildung eine andere Lösung bringen als Nichtexpertenwissen?

Die Hochgebildeten. Zwei Hochschullehrer der Wirtschaftswissenschaft nahmen sich nach wochenlangen Terminabsprachen die Zeit für unser Experiment. Als 7 ZehnCentstücke und ein FünfCentstück vor ihnen lagen und sie mit der Aufgabe bekannt gemacht worden waren, fragten sie, ob sie die Aufgabenstellung schriftlich haben könnten. Dann zückte der eine sein Handy, der andere seinen wissenschaftlichen Taschenrechner. Am Handy wurde der Assistent befragt, ob es Referenzliteratur zur Problemstellung gäbe. Am Taschenrechner wurde eine erste Berechnung als Graph ausgedruckt. Beide waren sichtlich unbefriedigt. Die Münzen faßten sie nicht an. – Um es abzukürzen: Sie haben sich und ihre Entscheidung vertagt, wollten eine Arbeitsgruppe gründen, Wir haben nichts wieder von ihnen gehört.

Die Gebildeten. Zwei Akademiker schlugen einstimmig vor, das Geld ungeteilt den Ärzten ohne Grenzen zu spenden. Man wolle sich doch nicht persönlich bereichern. Nicht bei dieser Summe.

Die Studenten. Sie hätten von der Frage schon gehört. Einer sagt: Lob der partiellen Unkenntnis, was? Der andere war 2000 in Oxford und wirft kenntnisreich ein: Simple Heuristics. That make us smart. Peter Todd. Und die Oberlippe wurde ganz steif. Das Geld blieb ungeteilt.

Die Gymnasiasten. Zwei Oberstufenschüler einer Gesamtschule in Gelsenkirchen (NRW) sagten spontan, sie hätten schon mal was von der Aufgabe im Religionsunterricht gehört und wollten sie sofort in ihrer Jahrgangsstufe diskutieren. Arbeitspaper: Wikipedia, (Sie haben das Stichwort nicht gefunden.)

Die Realschüler. Sie wären ja nur halbgebildet, zwinkerten sie, als ob sie Theodor W. Adornos Theorie der Halbbildung gerade zum Frühstück gelesen hätten. Der Hausmeister sollte ihnen ein 10- und ein 5Centstück mit der Kneifzange durchhacken. Ja, dann ginge es auf.

Die Hauptschüler. Du kriegst 40 Cent, ich nehme 35 Cent. Was machen wir nachher? Gehen wir Eisessen. Ich hab noch 5 Cent. Kriegen wir beide eine Kugel.

Die Fernsehkonsumenten. Genau das war doch die Tage bei „Wer wird Millionär?“ Ruf da doch mal an. Ach was, gugel das mal. Ja, wie denn? Weiß nicht. Ja, aber bei „Wetten was?“ können wir doch mitmachen, oder was? Kerl, gib endlich das Geld her.

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30. März 2011 | Alltag | Kommentare: (0)

„Der Jüngling lag unruhig auf seinem Lager, und gedachte des Fremden und seiner Erzählungen. ‚Nicht die Schätze sind es, die ein unaussprechliches Verlangen in mir geweckt haben’, sagte er zu sich selbst, ‚fernab liegt mir alle Habsucht: aber die blaue Blume sehn’ ich mich zu erblicken. Sie liegt mir unaufhörlich im Sinn.’“

Wie kann, so fragt uns Frau Anna Pferr schriftlich, wie kann die blaue Blume der Romantik in heutiger Zeit wieder blühen? Können Sie Novalis nicht vereinfachen? Nun, geschult durch die Satzbauanstrengungen in den Nachrichtensendungen machten wir uns flink ans Werk, denn da hat Frau Anna Pferr ja vollkommen recht: Bildung muß verständlich für alle und für jeden werden und sein. Also übersetzen wir:

Der Mann. Er war jung. Er lag im Bett. Er dachte. Er dachte an den fremden Mann. Der hatte erzählt.
Die Blume. Sie war blau.
Der Mann. Er war jung. Er wollte die Blume. Sie war blau. Er wollte sie. Immer.

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29. März 2011 | Allgemein | Kommentare: (0)

Jetzt, wo die ersten richtig schönen Frühlingstage gekommen sind und die Barbesitzer ihre Stühle und Tische wieder an die Straße stellen, merkt man, dass sich in den Menschen etwas tut. Es herrscht überall ein reges, fröhliches, gar ausgelassenes Treiben auf den Straßen und den Grünflächen. Man merkt regelrecht, wie die Sonne die meisten Menschen verändert. Sie gibt ihnen die Möglichkeit Dinge zu tun, die nicht alltäglich sind. Hinausfahren in die Natur. Sich den lieben langen Tag draußen aufhalten. Herumspringen, wie die kleinen Kinder es tun. Dies ist an regnerischen Tagen nicht möglich. Sogar die Computermenschen setzen sich an sonnigen Tagen auf ihre Balkons, arbeiten unter der herrlich wärmenden Sonne. Die Studenten nehmen das Wetter zum Anlass, um auf dem Campus zu grillen und ihre Arbeit an die frische Luft zu verlegen. Man geht mit mehr Spaß und Freude an die zu erledigen Dinge heran. Dies alles nur durch die Kraft der Sonne.
Die Sonne, die Wärme und das Blühen der Natur erzeugt also eine freudige Stimmung. Im Winter kann man diese kaum feststellen. Von Winterdepression ist hier sogar die Rede. Man verschanzt sich in seinen vier Wänden und sehnt das schöne Wetter herbei. Die Möglichkeit hinaus zu gehen, um etwas zu erleben oder Spaß zu haben, scheint nicht gegeben.

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28. März 2011 | Gedanken | Kommentare: (0)

Evi-Laura hat einen Schnipsel aus einem Papierbogen mit der Bastelschere ausgeschnitten. „Genial!“ ruft die Kindergartentante Elisabeth mit tremolierender Stimme. Britt (8) hat beim Vorspielen der Jugendmusikschule auf ihrer Geige „Alle meine Entchen“ gefiedelt. „Genial!“ schreit ihr Vater Dirk (28) über die Köpfe der Zuhörer hinweg. Maximilian bringt sein erstes Wörterdiktat mit nur zwei Fehlern in den drei diktierten Wörtern stolz zu seinem Vater. „Genial!“ findet Erich und gibt Maximilian 5 Euro in die Hand. „Genial!“ lobt Yvonne den Aufsatz ihrer Tochter Maike (11), gründet den Heide-Verlag in Nordwalde und veröffentlicht das zweiseitige Erstlingswerk in erster Auflage zu 1000 Exemplaren. „Genial!“ brüllt Uwe seinen Sohn Michael an, als der im zweiten Anlauf mit 4,2 Durchschnittsnote sein Abiturzeugnis erhält und von seinen Eltern einen gebrauchten Siesta.

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27. März 2011 | Allgemein | Kommentare: (1)

Kommentare im internetären Kommunikationsverhalten erscheinen mir bisweilen als Kollektivsymbole eines Diskursverhaltens, das überwiegend ignorant gegenüber dem Diskussionsgegenstand ist und gleichzeitig den Menschheitstraum von der allgemeinen Teilhabe am Fortschritt verbal Wirklichkeit werden läßt.
Aufschlußreich ist die häufig benutzte Einleitungsfloskel der Kommentare, mit der festgestellt wird, daß man kein Experte sei und von der Sache, um die es gehe, nichts verstehe. Vom Standpunkt der Alltagsvernunft aus geurteilt wäre es mithin höchste Zeit, den Mund zu schließen und der Hand das Schreiben zu untersagen. Aber die Kommentierer finden mit Sicherheit etwas, wozu sie etwas anderes hinzufügen können. Oft wird die (sachlich ja nicht verstandene) Sprache beäugt und ein (objektiv nach den Regeln der klassischen Rhetorik falsch verstandener) Gesichtpunkt nach den Regeln des Gutdünkens und des Bauchgefühls besprochen. So spricht ein Nichtklimaexperte gerne darüber, daß er einen Aufsatz über die Erwärmung der Polkappen ganz entsetzlich finde, sprachlich gesehen, ja, daß der Autor sich schon durch sein Vokabular als Nazi entlarve. Bä, da lohne es nicht mehr, mit ihm zu reden oder auch nur sein widerliches Geschmiere zu lesen. Und schon sind wieder 120 Kommentarwörter in die staunende Internetwelt gesetzt. Worauf ihm heftig in ungefähr 160 weiteren Kommentaren beigepflichtet werden wird. Dabei reicht die sprachliche Ausdrucksfähigkeit von „Bo, ey, Mann, genau so isses.“ bis hin zu spaltenfüllenden Ausschweifungen, die von Polkappen zu Badekappen schweifend über den Gewässern wabern.
Für viele Zeitgenossen ist es ein erhebendes Gefühl, ihren Namen oder was sie als ihr Namenszeichen ansehen der Öffentlichkeit vorstellen zu können. Krönend wird diese Form der Publikationssucht, wenn man sich in die Nähe eines Internetbloggers begeben kann, der mehr als 1000 Leser pro Tag nachweisen kann. Da erhält das eigene nichtssagende Blabla durch die Veröffentlichung in der Kommentarspalte die Weihe eines Blogpapstes, da wird der ahnungslose Sprachprol zum Angehörigen des Zeitgeistthrones geadelt.

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26. März 2011 | Allgemein | Kommentare: (0)

Viele Lernende halten das, was ihnen beigebracht werden soll, für unnötiges Wissen, das sie nur belastet, Freiheit und Freizeit raubt und den Funfaktor atomisiert. Leider ist die Unterscheidung zwischen unnötig und wichtig in den meisten Fällen erst nach dem Erwerb dieses Wissens möglich.
Nun wird auch wissenschaftlich Kern-, Rand- und Pseudowissen unterschieden. Der Wissensschatz der Menschheit liegt dabei im Kernwissen. Reizvolle Neuigkeiten, die man aber nicht unbedingt wissen muß, gehören zum Randwissen. Die Menschheit muß nicht wissen, warum die Arschkarte so genannt wird. Wer es weiß (Hallo an die Fußballexperten aus den Tagen des Schwarzweißfernsehens!), fühlt sich ungemein schlau, leistet aber keinen Beitrag zum unveränderlichen Wissen der Menschheit. Der Randwisser ist ein gerne gesehener Partygast. Man trifft ihn in Talkshows des Fernsehens. Langsam aber sicher schleicht er sich auch in die Wissenschaft ein.
Dort haben wir es auch häufig mit Pseudowissen zu tun, das im Gegensatz zum Randwissen eine Konstruktion aus sich selbst ist und nicht in logischer Verknüpfung mit dem Kernwissen steht. Meist werden Ideen miteinander verknüpft, die nichts miteinander zu tun haben. Pseudowissen ergibt keinen Sinn. Pseudowissen hat eine große Zukunft vor sich, weil es meist im sprachlich bombastischen Gewand eingekleidet ist und sich verblüffend gelehrt anhört. Der Pseudowisser spricht mehrdeutig und ungemein bedeutungsschwanger. Mit anderen Worten: Pseudowissen ist herrlich unverständlich, aber meist sehr zeitgeistig. Und unnötig.

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25. März 2011 | Allgemein | Kommentare: (1)

Ich kann mich zwischen Besonnenheit und Gelassenheit, zwischen dem vernunftgeprägten Anteil und dem aus innerer Ruhe bestehenden Zustand noch gar nicht entscheiden. Früher hätte ich mich auch als unerschütterlich, als monolithischen Block bezeichnet. Heute scheint mir die gelassene Lust des Epikur keineswegs das höchste Lebensziel zu sein. Kann ich mich von äußeren Einflüssen überhaupt so befreien, daß sie mich nicht und nie mehr erschüttern? Und ist das Streben nach Unerschütterlichkeit nicht schon eine gänzlich unerwünschte Unruhe?
Nun sagen die Neupyrrhoneer, die Unerschütterlichkeit folge wie ein Schatten, wenn man sich des Urteilens enthalte.
Wie schön also, wenn einem die Seelenruhe zufällt, rein zufällig. Die innere Ruhe ist nun aber keineswegs mit Trägheit zu verwechseln, sondern aus ihr erwachsen gerade besonnene Tätigkeiten.

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24. März 2011 | Allgemein | Kommentare: (0)

Wer etwas für das Aussehen von Filmtiteln übrig hat, dem sei folgendes Video wärmstens empfohlen.

A Brief History of Title Design von Ian Albinson ist eine Zusammenstellung von dem, was er auch hier macht.

Heute entdeckt und gleich für sehr anschaulich empfunden.

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24. März 2011 | Internet | Kommentare: (0)

Banklos, rastlos, hektisch, aufgewühlt, desorientiert, schlapp. Um nur einige Zustandsbeschreibungen der vorübergehenden Menschen zu notieren. Sie sind in ständiger Bewegung. Sie halten sich an ihrem Coffee-to-go fest, um an irgendetwas Halt zu suchen.
Verwirrt und ohne Ruhe laufen sie pausenlos von einem Geschäft zum anderen. Von einer Attraktion zur nächsten. An keinem Ort können sich die müden Geschäftsleute, die interessierten Touristen, oder die müden Großmütter ausruhen, denn es fehlt etwas.
Deshalb trete ich ein: für mehr Gemütlichkeit, für mehr Ruhe, für mehr Ausgleich, für weniger müde Knochen, für mehr Aussicht…
Und möchte doch nur:mehr Bänke.

Eine Aufforderung an alle, die wieder mehr Gelassenheit in ihr Leben bringen möchten. Fordert mehr Bänke in der Einkaufspassage, am Flughafen, am See, an der Straße, am Kiosk um die Ecke. Einfach überall. Für mehr Lebensqualität. Für mehr Gemütlichkeit.

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23. März 2011 | Gedanken | Kommentare: (0)

Nach einer langen Analyse des Internets – habe alle Seiten von A-B durchgeschaut – bin ich überzeugt, daß Bilder den Beiträgen nicht schaden können.
Unser Auge hat sich im Internet auf Bilder und irgendwelche Knöpfe-zum-draufklicken gewöhnt. Auf diesen hochmodernen Zug werde ich in Zukunft aufspringen.
Man kann diesen Blog nun auch bei Facebook mögen.
Weiterhin gesellt sich zu den sprachlichen Kunstwerken auch eine bildliche Darstellung. Ob diese dann immer Bezug auf den Beitrag haben, vermag ich nicht zu sagen.

Wombat von Marika

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22. März 2011 | Allgemein | Kommentare: (1)

Luxus heißt Verschwendung. Luxus überschreitet das Maß des normalen Aufwandes für Bedürfnisse. Dabei ist der Maßstab relativ. Was dem einen Menschen normale Befriedigung ist, wird ein anderer als Luxus ansehen. Standard ist mehrheitlich sinnvoll erachtetes Maß. Luxus wäre demnach etwas, was erstrebenswert erachtet wird, aber im Tauschwert erheblich ist. Kurz: Luxus ist teuer, zu teuer für die Masse.
Deshalb gibt es keinen Luxus für alle, sondern nur für wenige, die durch Macht und Reichtum so gestellt sind, daß ihnen der Luxus gar nicht als Verschwendung auffällt.

Einfach ist materieller Luxus zu beschreiben: Haus, Auto, Boot, Jet, Kleidung, Schmuck, Uhren, Kaviar und Bergquellwasser – edel, selten, teuer. Kurzum: Statussymbole, die zeigen, daß jemand erfolgreich ist. Mit Bedenken füge ich dieser Sammlung auch Frau und Tier hinzu, aber auch da soll es Preise geben.

In geschichtlicher Hinsicht zeigt sich, daß die Auffassung sehr zeitgeprägt ist, was man unter Luxus zu verstehen hat. Eine Handschrift mit kostbaren Miniaturen, eine handgeschriebene Bibel, ein Wiegedruck – das waren Luxusgüter zu einer Zeit, als kaum jemand ein Buch besitzen konnte. Auto und Telephon waren vor noch nicht allzu langer Zeit Luxusgüter, wenn sie nicht Geschäftszwecken gedient haben. Wasser steht in den Industrienationen jedem Haushalt heute zur Verfügung. Ein Burgherr hatte in früheren Zeiten seine liebe Last, Trinkwasser in ausreichender Menge zu haben, wenn seine Burg hoch auf dem Berg war.

Kommen wir zum letzten Gedanken. Gibt es immateriellen Luxus? Gibt es verschwenderische Gedanken? So ein Unfug, wird man denken, denn Gedanken sind doch kein käuflich zu erwerbendes Gut. Da bin ich mir aber gar nicht so sicher. Wird nicht viel Geld für Gedankenlieferanten gezahlt? Spindoktoren oder Braintrusts nennt man so etwas im besten Brabbeldeutsch. Da werden Leute für ihre Gedanken bezahlt. Und gute Ideen kosten viel Geld. Und die besten Ideen sind fast unbezahlbar. Tatsächlich scheinen tolle Ideen ein wahrer Luxus zu sein. Kaum jemand kann sich dieses Luxus leisten.

Und wenn nun jemand seine Ideen einfach verschwenderisch verschenkt? Nein, so etwas kann man sich gar nicht ausdenken.

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22. März 2011 | Dachbodenfund | Kommentare: (2)

Eine Umfrage von Emnid bringt es an den Tag: Die Deutschen verstehen die Tagesschau nicht mehr. Gefragt wurde in der Umfrage keineswegs nach exotischen Fremdwörtern oder fachsprachlichen Begriffen. So etwas kommt in der Tagesschau ohnehin nicht vor. Nein, es war nach dem Verstehen von Begriffen wie
Schutzschrift, Vorteilsabschöpfung, Koalitionsfreiheit, Pflegestützpunkte, Basta-Politik oder nach dem eben noch aktuellen Begriff Tarifautonomie gefragt worden. Die Ergebnisse in Zahlen kann man sich sparen. Repräsentative 89 bis 100 Prozent der Befragten hatten keine Ahnung, was die Begriffe bedeuteten. Oder sie boten Deutungen an, die man mit dem Wort Irrtum nur schmeichelnd beschreiben kann.

Wenn die Mehrheit des Volkes nicht versteht, was in den Nachrichten gesagt wird, kann man sich fragen, ob alle Möglichkeiten ausgeschöpft worden sind, das Volk politisch zu bilden, dem Volk also eine Grundlage für seine wichtigste Aufgabe als Wahlvolk gegeben zu haben. Offenkundig trägt die Tagesschau nicht zur politischen Willensbildung der Wähler bei. Die Tagesschau verwirrt die Wähler und läßt den mündigen Wähler in die Irre gehen.

Gibt es Abhilfe? Eindeutig ja, und zwar in Butzebach. Hier hat ein Privatfernsehsender sein Studio. Der erste Vorteil der Nachrichtensendungen aus Butzebach ist, daß der Nachrichtensprecher betont langsam spricht, so langsam und silbentrennend, daß jeder ihm folgen kann, ja, diese pädagogische Sprechweise erweckt im Zuschauer das Interesse, ob es dem Nachrichtensprecher überhaupt gelingen wird, das nächste Wort auszustoßen. Eine andere hochdidaktische Maßnahme ist die Besetzung der Butzebacher Nachrichtensprecher durch sprachgestörte Personen. Bei ihnen wartet der Zuschauer voller innerer Spannung auf das nächste Nachrichtenwort mit einem S-Laut, um die feine Artikulation des Nachrichtensprecherpersonals aus Butzebach bestaunen zu können. Das muß man wirklich sagen: Da können die Tagesschauleute mit ihrer Bühnenaussprache einfach nicht mithalten.

Und noch ein klarer Vorteil liegt in Butzebach: Die benutzen einfach gar nicht solche Wörter wie in der Emnid-Umfrage. Sagen Sie mal ganz ehrlich: Wüßten Sie, was eine Schutzschrift ist? Und was macht man mit einer solchen Schutzschrift, wenn man sie denn in die Finger kriegt? In Butzbach schaltet man gerne zum Mann auf der Straße. Nach dem Motto: Was sagt Peter in Oberbutzebach dazu? Fühlt er sich durch die Schrift geschützt? Hat er Angst vor der Schrift? Wo findet Peter Schutz? Peter steht schutzlos im Regen und kann sich nicht äußern. Und dann schaltet Butzebach ganz schnell zum Tierschutzhaus in Unterbutzebach. Bilder, ich sage nur Bilder braucht man, um dem Volk etwas zu erklären. Da kann der Zuschauer in riesigen Buchstaben an der Außenwand lesen: Schutz. Und so wird doch jedem klar, was es mit dieser Schutzschrift auf sich hat.

Die Konsequenz für die Demokratie ist klar: Weg mit der Tagesschau, her mit Butzebach! Basta!

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21. März 2011 | Gedanken | Kommentare: (0)