Minimalistischer denn je, aber trotzdem mit Volltextsuche und Archiv. So zeigt sich das neue Design von Schweizer Glücksspielexperten. Zum Sommer muss einfach durchgelüftet werden. Das alte breite Design ist nicht gut geeignet für die warmen Temperaturen. Es musste gekürzt und zusammengefasst werden. Ich habe meinem Blog einen Mini angezogen, ganz darauf bedacht, dass sich der Leser für das Wesentliche interessiert.

Trotz des Minimalismus, für ein optisches Glanzlicht ist gesorgt. Falls es draußen düster wird, gibt es immer noch den roten kleinen Stern.

29. Mai 2008 | Generell | Kommentare: (0)

…bekommt jeder Leser virtuell dieses Eis. Angerührt, gekühlt und auf einen Stiel gesetzt hat es die Katrin Wegmann auf BearGraphics.

27. Mai 2008 | Benedikt | Kommentare: (0)

Um die kritischen Blogs und deren Besitzer zu treffen musste ich vor ein paar Wochen rund 500 Kilometer quer durch das Land zur re:publica reisen. Aus meinem ländlichen und beschaulichen Örtchen heraus, in die schnelllebige Großstadt. Bei dem Treffen in Berlin waren fast alle einer Meinung. Onlinejournalismus ist die Zukunft. Je mehr kritische Meinungen desto mehr wird die „kritische Masse“ wahrgenommen. Jeder soll seine Meinung klar vertreten und sagen dürfen, was er zu diesem und jenem weltpolitschen Thema denkt. Die Forderung war, dass Bolgger verstärkt auch von den Printmedien eingesetzt werden sollen. Als Bezugsquelle oder Informationsstation. Bolgger erheben nach und nach den Anspruch qualitativ hochwertig zu sein. Blog sind keine privaten Tagebücher mehr. Sie sind wissenschaftliche Quellen, die ernst genommen werden wollen.

Im Osten befindet sich das kritische Zentrum der Bundesrepublik. Die Berliner Bloggerszene ist riesig. Kaum eine Straße, wo nicht jemand wohnt, der seine kritischen Gedanken zu Deutschland und der Welt virtuell publiziert. Die Konzentration von Bloggern ist im Osten viel höher als im Westen. Dort befindet sich quasi der Mittelpunkt der Kritik. Der Menschen, die wissen, wie es eigentlich abzulaufen hat. Die sich täglich stundenlang mit den Problemen auseinander setzten und versuchen eine Lösung auf den Bildschirm zu zaubern. Sie sind keinesfalls ausgebildete Journalisten. Nicht jeder studiert. Manche sind wortgewandter, manche sagen ihre Meinung mit gewöhnlichen Worten heraus. Eines jedoch haben sie gemein, sie wollen kritisch sein.

Ich müsste eine Stunde lang mit dem Auto südlich fahren, um die nächsten mir bekannten Blogger zu treffen. In Berlin dagegen wohnt der Zeitungskritikblogger neben dem Wissenschaftsblogger. Meist wohnt oben noch der kleine Eigenemeinungsvertreter.

Dort werden knallhart Zeitungsenten kritisch hinausgebrüllt. Und wer hat sonst was kritisches zu sagen?

19. Mai 2008 | Gedanken | Kommentare: (0)

Weil heute einfach nichts passiert ist.

[via / auf flickr]

15. Mai 2008 | Generell | Kommentare: (0)

Als ich heute über den Marktplatz schlenderte sagte der Currywurstfachverkäufer, dass heute ein wirklich stressiger Tag sei. Da nur ein Kunde vor seiner kleinen Bude stand wunderte ich mich etwas über diese Aussage, weil Herr Stress gar nicht anwesend war.

Meine Tour ging weiter und ich lies mich in einem Café nieder, um einen Karamellcappuccino zu mir zu nehmen. Am Nachbartisch hatten sich zwei Studentinnen breit gemacht und arbeiteten an ihren Manuskripten. Eigentlich war es sehr ruhig und ich konnte den Sonnenschein in vollen Zügen genießen, bis plötzlich eine von den Beiden rief: “Ach, dieses Studium ist so scheiß stressig und gleich schon wieder so’ne lahme Vorlesung.“ Zunächst wunderte ich mich etwas über die Wortwahl dieses hübschen Menschenkindes, aber gleich kam der Gedanke an den Currywurstbudenfachverkäufer wieder in mir auf. Zwei voneinander unabhängig lebende Menschen in völlig unterschiedlichen Positionen klagten über Stress in ihrem Tun!

Was bedeutet denn Stress, frage ich mich. Wenn einem etwas zu viel wird, klagen die meisten über Stress. Viele Arbeitsaufträge zur gleichen Zeit und der Angestellte klagt unter zu viel Stress bei der Arbeit. Stressig ist auch, wenn man mehrer Termine in seiner Freizeit wahrnehmen muss. Es ist egal, ob man sich diese gestressten Menschen am Vormittag bei der Arbeit oder am Abend ansieht. Sie klagen unter Stress, wenn ihrer Meinung nach nicht mehr alles locker seinen Gang gehen kann. Ist dies nicht der Fall klagen sie dann wiederum über Langeweile und Eintöne im Leben, aber das ist in anderes Thema. Das ist wohl ein Paradoxon, welches unglaubliche viele Menschen befällt, die irgendeiner geregelten Tätigkeit nachgehen. Wobei dieses, und dieser Einschub sei verziehen, gar nicht schwer aufzuklären ist, indem man eine gewagte These aufstellt: „Der Mensch beklagt sich einfach gerne.“.

Was ich mich gefragt habe ist, warum Menschen in solchen Situationen ihre eigene als stressig bezeichnen.

Es ist doch die Arbeit des Kochs viele verschiedene Gerichte auf einmal zu kochen. Er hat gelernt die Arbeiten zu koordinieren und auf seine Gehilfen zu verteilen. Es liegt zwar in seiner Verantwortung, viele Dinge auf einmal zu bearbeiten und das Essen zügig zum Gast zu bringen, aber hat er es denn im Laufe seiner Ausbildung nicht gelernt? Studenten wissen doch vorher, dass das Lernen an der Universität mit einem großen Arbeitsaufwand verbunden ist und sie nicht nur Party machen können. Lektüren studieren, Hausarbeiten schreiben und für die Klausuren lernen. Für die alles haben sie sich, genau wie der Koch, vorher entschieden.

Sie führen ihre Tätigkeit aus, weil sie ihnen Spaß macht, weil sie davon leben, oder weil es sie interessiert. Es ist also ihre alltägliche Aufgabe unter den gegebenen Bedingungen zu arbeiten. Wieso empfinden sie die Arbeitsaufträge, die sie während dieser Zeit bekommen dann aber als Stress, oder als zu stressig?

Es ist zu einem Modewort mutiert. Alles was nur etwas mehr Arbeitsaufwand benötigt gilt als Stress.

Bleibt die Frage bestehen, wieso es jeder achtlos und bei der kleinsten Gelegenheit benutzt. Jemand muss einmal damit angefangen haben. Könnte sein, dass es ein Übertragungsfehler aus der englischen Sprache ist. In Amerika sprechen die Menschen häufig von „stress“. Dies Nachzuschlagen wäre mir aber momentan wohl einfach zu stressig.

12. Mai 2008 | Gedanken | Kommentare: (0)

Jetzt, wo die ersten richtig schönen Frühlingstage gekommen sind und die Barbesitzer ihre Stühle und Tische wieder an die Straße stellen, merkt man, dass sich in den Menschen etwas tut. Es herrscht überall ein reges, fröhliches, gar ausgelassenes Treiben auf den Straßen und den Grünflächen. Man merkt regelrecht, wie die Sonne die meisten Menschen verändert. Sie gibt ihnen die Möglichkeit Dinge zu tun, die nicht alltäglich sind. Hinausfahren in die Natur. Sich den lieben langen Tag draußen aufhalten. Herumspringen, wie die kleinen Kinder es tun. Dies ist an regnerischen Tagen nicht möglich. Sogar die Computernerds setzen sich an sonnigen Tagen auf ihre Balkons, arbeiten unter der herrlich wärmenden Sonne. Die Studenten nehmen das Wetter zum Anlass, um auf dem Campus zu grillen und ihre Arbeit an die frische Luft zu verlegen. Man geht mit mehr Spaß und Freude an die zu erledigen Dinge heran. Dies alles nur durch die Kraft der Sonne.

Die Sonne, die Wärme und das Blühen der Natur erzeugt also eine freudige Stimmung. Im Winter kann man diese kaum feststellen. Von Winterdepression ist hier sogar die Rede. Man verschanzt sich in seinen vier Wänden und sehnt das schöne Wetter herbei. Die Möglichkeit hinaus zu gehen, um etwas zu erleben oder Spaß zu haben, scheint nicht gegeben.

Wieso schafft es die wärmende Sonne Menschen so zu verändern? Sind die Menschen durch ihre Evolution noch so naturverbunden, dass die Sonne in ihnen ein Prozess der Heiterkeit auslöst? Ist es, weil ohne ihre Kraft nichts wachsen oder entstehen kann? Nicht einmal die gute Stimmung der Menschen?

Bis auf die wenigen, die auf die Sonne und deren Wirkung schimpfen, herrscht Einigkeit: Sonne tut uns, unserer Seele, gar unserem Geist gut. Denn wenn der Mensch die Möglichkeit hat glücklich zu sein, nutzt er sie auch.

Da die sonnigen, die schönen Tage in unserer Klimazone doch eher beschränkt sind und auf eine schöne, wolkenfreie Woche drei Wochen Regenwochen folgen, stellt sich die Frage, wie man den begeisterten Zustand auch in diese öde Zeit retten kann.

Grundweg positiv eingestellte Menschen müssen doch die Antwort geben können. Sie sind wetterunabhängig freudig und gut gelaunt, auch wenn es drei Tage am Stück regnet.

Ich glaube sie haben eine persönliche Sonne. Eine Person, oder mehrere. Ein Ding, ein Gedanken oder irgendetwas in diese Richtung, was sie immer glücklich macht. Ein durchweg positiv denkender Mensch hat Personen um sich, die ihn anstrahlen. Die Wärme und Strahlung dieser Personen nimmt er als Sonne wahr. Die jeden Tag scheint. Die ihn jeden Tag wissen lassen, dass das Leben toll und schön ist. Das man keinen Gedanken daran verschwenden muss traurig oder verzweifelt zu sein. Wütend über etwas, oder in anderer Weise negativ erregt.

Verzweiflung, Ängste oder Sorgen hat jeder Mensch. Doch durch seine persönliche Sonne sind sie sehr viel einfacher zu ertragen. Die Wärme strahlt direkt auf die Probleme dieses Menschen und er kann sehr viel leichter damit umgehen.

Jeder Mensch sollte seine eigene Sonne haben, aber auch für andere eine Sonne sein. Geborgenheit und Wärme empfangen und ausstrahlen, dann wäre jeder Tag ein wunderbarer Sommertag.

10. Mai 2008 | Gedanken | Kommentare: (0)

Unterscheiden sich wohl Beiträge vom Schreib- und Denkstil, wenn man sie an anderen Orten und unter anderen Umständen schreibt?

Um dieser Frage nachzugehen wechsele ich einmal das gewohnte Schreibumfeld und begebe mich an einen belebten Platz. Der Campus einer Universität ist der Platz, an dem ich die ersten Worte schreibe.

Old School deshalb, weil ich keinen Schlepprechner auf den Knien habe, sondern einen Collegeblock und in meiner Hand einen Kulli.

Die Umgebung ist klasse. Hinter mir läuft eine kleine Veranstaltung und ringsum herrschen viele Gespräche junger Leute, die sich der Sonne schonungslos aussetzen. Es wird gegessen, gelesen, gearbeitet, gespielt, aber vor allem, und das wunderbar, viel geredet.

Die Gespräche über Marketing, das Essen, Programmierung und ganz triviale Themen lassen mich nachdenken. Ich genieße es für eine Weile alleine zu sein, verschiedene Stimmen zu hören und ein wenig zu dösen. Warum ich zu Stift und Papier gegriffen hab, um auf ein paar Zeilen meine Eindrücke nieder zu schreiben?

Ich weiß es nicht. Vielleicht lag es an einer Diskussion, um die Frage ob ein Notizbuch oder der Laptop besser geeignet ist, die Vorlesung mitzuschreiben.

Oder es lag an einem anderen Gespräch über die Internetkommunikationswege, bei der ich unweigerlich an meinen Blog denken muss.

Sollte ich diesen Beitrag veröffentlichen, wäre es der erste wirklich authentische Blogeintrag, wenn man das Blog als ein virtuelles Tagebuch betrachtet.

Es ist eine schöne Methode zu schreiben. Es gibt ein freieres Gefühl, wenn man die Möglichkeit hat etwas durchzustreichen, Randnotizen irgendwo hinschmieren, oder den Block einfach mal wegzulegen.

Man kann sich umsetzen, aus der Sonne in den Schatten.

All dieses wäre mit dem Laptop nicht möglich. Man kann sich zwar umsetzen, doch ewig blinkt der Mauszeiger auf der surrenden Maschine. Man blickt auf den Bildschirm, ist durch das Internet abgelenkt, oder schreibt den Beitrag einfach nur so runter. Was man löscht bleibt gelöscht und die Gedanken direkt auf dieser Maschine. Auf einem Block sind die Wörter geradezu haptisch wahrnehmbar, so dass man sich in das Geschriebene besser einfühlen kann.

Meine Gedanke und Blicke schweifen durch die Gegend. Wieder eine Möglichkeit, die ich sonst nicht wahrnehme. Normalerweise sitze ich in meinem Zimmer, wo ich nur mal aus dem Fenster blicke und die Bäume betrachte. Doch wende ich mich immer schnell dem Bildschirm wieder zu.

Old School zu schreiben bedeutet für mich Gedanken und Wahrnehmungen aufzuschreiben, ohne den ‚Veröffentlichen’-Button direkt vor mir zu sehen. Die Konzentration ist höher, die Aufmerksamkeit beim Schreiben größer.

Ich werde mich öfter in den Garten, in Parks oder in Cafés begeben, um einen wirklichen Unterschied festzustellen. Mir gefällt es gut.

9. Mai 2008 | Gedanken | Kommentare: (0)