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Zwischen Februar und August war das Internet ein Ort an dem ich mich selten aufgehalten habe.
Meine Lesezeichen haben sich auf fünf Seiten reduziert. Dazu lese ich unregelmäßig ein paar interessante Onlineartikel auf Nachrichtenportalen.
Während des Semesters habe ich das bekannteste Schnatterprogramm nur an, wenn ich mit meiner Zeit gar nicht mehr ein oder aus weiß.
Tageszeitungen lese ich in der Druckausgabe. Gefiltert sind die Nachrichten doch angenehmer zu lesen und bei drei verschiedenen Zeitungen kommen auch da Unmengen von Artikeln zusammen. Die Mühe stundenlang im Internet zu surfen um an fünf lesenswerte Artikel zu geraten, mache ich mir schon gar nicht mehr. Der Feedreader ist schon seit Monaten deinstalliert.
Nun, in den Semesterferien, habe ich mir mal wieder das sagenumwobene Web 2.0 angeschaut. Es hat sich nichts geändert.
Twitter ist zu einer ganz großen Sache geworden. Bloggen ist out. 140 Zeichen sind ja einfacher auszuspucken als einen gedankenvollen Text.
Die Top-Blogs schreiben immer noch denselben Blödsinn über Roboter, Zombies, Apple-Zeugs oder irgendwelche halbwahren Privatmeinungen zu Dingen, die die Welt nicht interessiert.
Man erkennt keinen Fortschritt mehr in dem fortschrittlichen Web.
Die [email protected] lebt online, teilt alle Interessen, Lesezeichen, Filme und Musik mit anderen Benutzern, die keine anderen Hobbies haben. Aber es scheint zu stagnieren.

Ich weiß gar nicht, was man stundenlang machen soll. Was tut man im Internet?
Es kann doch keiner Menschenseele ausreichen, wenn man sechs Stunden Blogs liest, auf Facebook verfolgt was die flüchtigen Bekanntschaften machen oder sich dem Chatten ganz und gar hinzugeben.

Bin ich irgendwo in einem kleinen Dorf des Internets gelandet, das nur 10 Einwohner hat? Wo sind die Großstädte?

Blogs sind meist vollgestopft mit Videos von Youtube. Aber die Aktivität hat auf vielen Blogs abgenommen. Es scheinen sich wohl alle bei Twitter zu trollen.
Aber zwanzig Stunden pro Tag zu schreiben, daß mir langweilig ist, kann doch auch nicht die Erfüllung sein.

Also wozu noch Internet?

3. August 2009 | Gedanken | Kommentare: (3)