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Als ich gestern Nacht mit dem Bus nach Hause gefahren bin, bin ich mal wieder meiner Lieblingsbeschäftigung an solchen Orten nachgegangen: Leute beobachten.
Zuerst war mein Augenmerk auf einen Mann gerichtet, der sich pausenlos fragte, was er bloß falsch gemacht hätte. Er schüttelte immerzu den Kopf, bis er irgendwann friedlich einschlief. Ich habe über den Mann nicht länger nachdenken können, obwohl ich mich gerade wieder frage, was er wohl so falsch gemacht hat, weil sich zwei Jugendliche gegenüber platzierten.
Das Alter kann man kaum bestimmen. Auch so ein Phänomen. Die Jugendlichen sehen alle irgendwie gleich aus. Eben so Jugendalter.
Es war sichtlich erkennbar, dass sie sich näher standen, weil sie brav Händchen hielten. Ich bin von Freund und Freundin ausgegangen.
Die Fahrt dauerte circa 15 Minuten. Vorweg: Der Mann vom Anfang hat mehr zu sagen gehabt als diese beiden.
Kein Wort. Kaum Platz genommen, fummelten sie sich ihre Lautsprecher in die Ohren und hörten Musik. So hörte ich eine Ballade gemischt mit lauter Rock-Musik.
Ab und zu blickte ich in die apathischen Gesichter der jungen Menschen und fragte mich: Sprechen die eigentlich gar nicht mehr miteinander?
Denn selbiges Phänomen stellt man auch in der Fußgängerzone fest. Da gehen drei Mädchen nebeneinander shoppen und hören alle unterschiedliche Musik. Sind Gespräche irgendwie out?

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30. August 2010 | Gedankensplitter | Kommentare: (3)

Macht. Ruhm. Geld. Viel Geld. Noch mehr Geld. Frauen. Autos. Diese Liste könnte unaufhaltsam eine Seite so weitergehen und bald schon die Liste eines findigen Geschäftsmannes sein, die er seinem verarmten Studienkollegen vorlegen kann. Er muss nur den folgenden, extrem gut durchdachten und jahrelang ausgearbeiteten Geschäftsplan studieren und natürlich auch ausführen.
Da ich herzensguter Mensch mit meinem Studium zeitlich unglaublich eingespannt bin, veröffentliche ich nun meinen Masterplan (englische Begriffe machen hier immer einiges her), damit ein Anderer sich freuen kann.
Er sollte primär Liebhaber von Pfannkuchen sein. Denn um diese dreht sich alles. Sofern er diesen entscheidenden Punkt erfüllt, kann nichts mehr schief gehen.

Bei dem Pfannkuchenhaus, der Name darf natürlich individuell angepasst werden, handelt es sich um eine Kette. Ketten funktionieren. Es ist erstaunlich, dass es außer den langweiligen Kaffeehausketten und Fresstempel keine richtige Restaurantketten gibt, die leckeres Essen in gemütlicher Atmosphäre bieten.

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28. August 2010 | Gedanken | Kommentare: (4)

Beim Einschlafen kommen einem die besten Ideen. So oder so ähnlich hat es bestimmt schon einmal ein schlauer Mensch formuliert. Und es stimmt. Wenn man sich abends in seine Koje wirft und gemütlich einschlummern möchte, kommen einem die verschiedensten Gedanken in den Kopf. Man reflektiert den Tag und seine Ereignisse. Überlegt was für den nächsten Tag so ansteht. Aber man denkt auch über größere Probleme und Dinge nach, die einen selbst, oder seine Umwelt betreffen.
Dies ist ganz normal, denn eigentlich macht sich jeder Mensch so seine Gedanken. Auch bei mir.
Nun habe ich aber gestern Nacht etwas entdeckt, was mir schon häufiger aufgefallen ist.
Auf der rechten Seite denke ich über andere Dinge nach, als auf der linken. Und auf dem Rücken sind die Gedanken noch ganz andere. Zu der Bauchposition kann ich nichts sagen, da ich auf dem Bauch nicht einschlafen kann, aber ich vermute stark, dass auch hier die Gedanken wieder ganz andere sind.
Man kann zwar im Drehen einen Gedanken hinüberretten und auch auf der anderen Seite weiterdenken, jedoch weicht man schnell von eigentlichen Gedankengang ab.
Oder ist das etwa gar nicht bei jedem so? Ich wüsste gerne, wieso das so ist.

CC: Photo von Alexander Danling

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26. August 2010 | Gedanken | Kommentare: (4)

Auf der gamescom in Köln gab es auch einen kleinen Bereich für Nostalgiker. Ein kleiner Gang durch die PC-Geschichte. Die Jüngeren waren erstaunt. Ich war begeistert, endlich wieder Bubble Bobble zocken zu dürfen.
Meinen ersten Kontakt mit einem Computer hatte ich im zarten Vorschulalter von 5 Jahren. Vielleicht war ich sogar noch jünger, als der Erste bei uns im Haus stand, aber ich kann mich nicht mehr ganz daran erinnern.
Es begann alles mit einem Amiga 1000, der auf stolze 256 Byte Arbeitsspeicher zur Verfügung hatte. Das Diskettenlaufwerk war direkt in der Tatstatur. Die Zwei-Tasten Maus und ein 14-Zoll-Farbmonitor gehörte ebenfalls zur Ausrüstung und ist bis heute gut erhalten. Auch die Mausabdeckung fand sich vorhin wieder, wobei ich nicht weiß woher wir die hatten.

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25. August 2010 | Benedikt Gedanken | Kommentare: (2)

Falsch. Es geht nicht um ein Dinner. Es geht um die möglichst unterhaltsame Zusammenmischung von Zutaten. Diese Mischung, das Spinnen, unterliegt einem Geheimrezept, das in Perfektion nur wenige Spin-Doktoren beherrschen. Ich lüfte hier das strenggehütete Geheimnis.

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23. August 2010 | Fernsehen | Kommentare: (5)

Ein Film von Al Gore

Der Film “An Inconvenient Truth” befasst sich mit dem Klimawandel, seinen Ursachen und seinen Folgen.
Dabei wird die Menschheit in ihrer industriellen Entwicklung als Hauptverursacher der globalen Erwärmung dargestellt und vor allem die republikanische Bush-Administration mit ihrer Klima- und Umweltpolitik angeprangert. Das Reden vom Klimawandel ist in den letzten, extrem warmen Sommermonaten weit zurück gegangen. Aber Gedanken dazu darf man noch äußern.
Im Film wird der Zuschauer mit einer ungeheuren Flut an Bildern überrannt, um ihm somit den Eindruck einer Umfassenden Information über die Hauptaspekte des Klimawandels zu geben. Ebensolches versucht Gore auch, indem er mit Zahlen und Grafiken versucht, den Amerikanischen Bürger davon zu überzeugen, dass der Klimawandel ein wirtschaftliches Desaster, Katastrophen und Wanderungsbewegungen zur Folge haben werde.
Jedoch unterschlägt Gore an einigen Punkten Informationen, die seine Aussagen relativieren würden:
Als er über das Einströmen einer großen Menge Süßwasser aus den Nordamerikanischen Gletschern im Verlaufe des Endes der letzten Eiszeit spricht, das zur Folge hatte, dass der Golfstrom nur noch stark abgeschwächt für eine Temperierung Westeuropas sorgte und dieses innerhalb kürzester Zeit in eine erneute 1000-jährige Eiszeit zurückfiel, unterschlägt er wissenschaftliche Studien, die belegen, dass ein Abschmelzen des Eises in Grönland zu keinem solchen Zusammenbruch führt.
Auch wird von Starken und Unausweichlichen Steigerungen des Meeresspiegels durch das Abschmelzen der Gletscher in Grönland und in der Antarktis gesprochen. Einige Wissenschaftler gehen aber sogar davon aus, dass in den nächsten 100 Jahren der Meeresspiegel durch zunehmende Niederschläge in der Antarktis und somit zunehmende Eismasse gesenkt wird. Durch die Temperaturausdehnung der Ozeane wird es allerdings zu einem Meeresspiegelanstieg um einen Wert unterhalb eines Meters kommen.
Die schlimmsten Szenarien gehen von 5 m Anstieg aus, wenn doch größere Eismassen abschmelzen. Aber selbst dies dürfte für den Küstenschutz der Industriestaaten kein größeres Problem sein. An technischen Lösungen wird bereits gearbeitet.
Auch brachte Gore den Einwand, dass jetzt in Grönland bereits Rinder gezüchtet würden, wobei er allerdings unterschlägt, dass dort bereits im Frühen Mittelalter eine Wikingerkolonie existierte, die sich durch ausgedehnte Viehzucht ernährte. Das grüne Land war für die Wikinger keine Eiswüste, sondern ein fruchtbares Paradies.

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22. August 2010 | Gedanken | Kommentare: (0)

Immer wieder erreichen mich Anfragen von Lesern, was sie in einem Kommentar schreiben könnten. Ihr Kopf ist voller Gedanken, doch können sie sich nicht für einen aussagekräftigen Inhalt entscheiden. Diesem Zustand möchte ich nun ein Ende machen.
Völlig kostenlos biete ich Textbausteine zum Kommentarschreiben an. Das Verfahren ist jedem Netzbesucher bekannt: Copy und Paste. Auf diese Art können in Zukunft geschmackvolle und treffsichere Kommentare zu allen möglichen Themen gefunden werden. Zwei technische Bitten:
– Nie mehr als einen gleichlautenden Textbaustein pro Blogeintrag. (Am nächsten Tag kann man es ja noch einmal versuchen.)
– Mein Namenszeichen N.N. unterliegt dem Urheberrecht und ist durch Copyright geschützt. Also bitte den eigenen Namenszug oder Nickname verwenden.

Für die Zusendung weiterer Textbausteine bin ich sehr dankbar. Frohe Einfälle!

  • Ohne auf den Inhalt des Textes eingehen zu wollen (von Können keine Rede), gebe ich dem Autor Recht: Der Artikel ist schlecht geschrieben! Vorsätzlich?
  • Man muß kein Experte sein, um solchen Formulierungen zu misstrauen.
  • Ich schlage vor, dass jeder, der hier kommentiert, sich vorher den Text komplett durchliest.
  • So ein dummes Geschwätz. Ist halt menschlich.
  • Ich finde es immer wieder beängstigend, wenn Kommentare x-mal hintereinander in dieselbe Kerbe hauen.
  • Während wir hier diskutieren schmelzen die Gletscher in den Alpen, ist halb Bangladesh im Meer versunken, verschwinden die Polkappen, vergrössert sich das Ozonloch, sinkt die Luftqualität, brennen ganze Wälder ab, rast ein Hurrikan nach dem anderen auf Mittelamerika zu, bedroht El Nino den Golfstrom, usw.
  • Und das ist wirklich Ihr Ernst?
  • Wenn Sie nicht einmal den Unterschied kennen zwischen “Ja” und “Nein”, wird die Diskussion mit Ihnen schwierig. (Inhaltlich möchte ich mich aber wie Sie lieber nicht äußern, dafür fehlt mir die notwendige Expertise.)
  • Das ist genau das, was ich auch an vielen kritischen Kommentaren so abschreckend finde: Inhalt wird ersetzt durch Polemik und durch Lautstärke und gerne auch durch noch mehr Lautstärke.
  • Es wird viel erzählt und viel geraunt. Ein paar klare Worte sind da nötig: Tatsachen, die von alleine sprechen.
  • diese Kritik muss aber fundiert sein. solange man sich in allgemeinplätzen wie “sonst werden theorien zu dogmen” ergeht, kann man nicht wirklich ernst genommen werden. meine meinung.
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21. August 2010 | Gedanken | Kommentare: (2)

Das Fernsehen in Deutschland wird immer schlechter, sagt man. Wenn ich mir das TV-Programm so anschaue kann ich da auch nur zustimmend nicken und sagen, dass vor 10 Jahren noch viele schöne Serien liefen, die ich heute auch mal wieder gerne gucken würde. Das sind nicht unbedingt die Klassiker von 1960, denn so alt bin ich ja nicht, doch sind es Serien, die ich als Kind gesehen und gemocht habe.

Heute besteht das Programm am Nachmittag entweder aus Cartoons, wo jede fünf Sekunden etwas explodiert, oder die Gestalten unsinnige Kommentare von sich geben. Woanders kann man sich direkt ins Gericht setzen, oder dabei sein wie sich Laienschauspieler als Detektive machen. Auch eine Alternative heutzutage wäre, dass man zum hundertsten Mal das Heimvideo sieht, indem Oma Müller plötzlich vom Stuhl fällt.

Aber diese Serien oder Shows mag ich alle nicht mehr, denn allen fehlt das gewisse etwas. Früher habe ich mehr Fernsehen geguckt unter anderem auch öfter mal diese 10 Serien, die ich auch heute noch gerne wieder sehen würde.

Es war einmal… der Mensch
Die ersten Folgen der Zeichentrickserie wurde gemacht, als ich noch gar nicht geboren war. Alles fing mit 26 Folgen an die, die Geschichte der Menschheit, angefangen bei der Erschaffung der Erde, zeigte und klar machte.
Später kamen noch weitere Folgen hinzu, u.A.: ” das Leben “, oder “…Entdecker und Erfinder”.
Diese Serie war nie langweilig und immer recht interessant. “Maestro”, das war die Hauptfigur, ein kleiner Mann mit weißem Bart, erklärte die Dinge immer und stand mitten in der Geschichte.

mehr Informationen

Die Märchenbraut
Mit der Märchenbraut konnte man abtauchen in eine Welt voller Zauberei und merkwürdigen Dingen, wie fliegende Koffer, Kristallkugeln, oder Zauberringe.
Die tschechische Serie handelte von Arabella, einer Prinzessin aus dem Märchenreich, die sich in der Menschenwelt in Peter verliebt. Dieser findet ein Zauberglöckchen mit dem er den Zauberer Rumburak ruft, der allerdings nichts Gutes im Schilde fährt.

Es gibt eine Homepage zu der Serie mit Episodenführer.

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20. August 2010 | Benedikt | Kommentare: (31)

Jeden Tag enstehen viele Weblogs auf der ganzen Welt, mit dem Ziel dem Leser Fachwissen, persönliche Erfahrungen, oder andere Dinge des täglichen Lebens zu vermitteln. Dabei stecken sich viele der Beitreiber das Ziel einen erfolgreichen Blog zu führen, der in der Blogspähre bekannt wird und als guter und nützlicher Blog gilt. Nur wenige erreichen dieses Ziel so wie sie es sich ausgemalt hatten. Doch die Theorie, wie das eigene Weblog bekannt und erfolgreich wird, ist eigentlich nicht sehr schwer, höchstens Zeitintensiv. Aber wenn man sich als Betreiber und Schreiber wohlfühlt kann man dieses Ziel erreichen.

Im folgenden Text wird erklärt, wie die Theorie von der Installation zu einem erfolgreichen Weblog aussieht.

Gedanken und Entschluss zum Weblog
Installation
Aussehen
Plugins und SEO
Der Inhalt
Werbung – Wie werde ich bekannt?
Leserschaft
Schlussworte

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20. August 2010 | Internet | Kommentare: (25)

Was ordentlich ist, muss Hand und Fuß haben, sagt der Volksmund. Ein Tag kann man damit beginnen, dass man mit dem verkehrten Fuß aufsteht. Dabei scheinen linker und rechter Fuß gleichberechtigt zu sein. Bei den Händen sieht die Sache anders aus. Etwas abwertend sagt man zu einer leichten Aufgabe, dass sie sich mit links mache. Hierin scheint eine erhebliche Diskriminierung der linken Hand zu liegen.

Im Zeitalter der Gleichberechtigung und der Anti-Diskriminierung ist es daher sinnvoll, einen internationalen Gedenktag der Linkshänder zu begehen. Wer es noch nicht wusste, heute ist diese Tag. (Wer ruft eigentlich internationale Gedenktage aus? Die UNO? – gibt es eine geheime internationale Gedenktagskommission?)
Wie dem auch sei, es muss des Tages gedacht werden.

Linkshänder gibt es auf der ganzen Welt. Ohne den Anspruch zu stellen, wirklich empirisch gearbeitet zu haben, stelle ich fest, dass in den Vereinten Staaten von Nordamerika besonders viele Linkshänder vertreten sind, gefolgt vom United Kingdom. (Quelle: Unglaublich viele amerikanische Fernsehserien und sonstiger Fernsehkonsum)

Lange bevor in deutschen Schulen das Umtrainieren von Linkshändern auf die rechte Hand aufgegeben wurde, hat man bereits in den USA jedes Kind die Hand benutzen lassen, die es bevorzugte. So wurde seine Steuerung durch die beiden Gehirnhälften auch nicht ganz durcheinander gebracht. Frühzeitig erkannte man auch, dass Linkhändigkeit in manchen Sportarten einen Vorteil verschafft. Man denke beispielsweise an Tennis, Boxen, Tischtennis oder Fechten.

Die Versorgung der Linkshänder mit speziellen Gegenständen für die linke Hand ist allerdings noch nicht ausreichend. Füllfeder und Bastelscheren gibt es zwar schon, die auch gut mit der linken Hand bedient werden können. Aber in so manchem Beruf fehlt es immer noch an speziellem Zubehör. Ob zum Beispiel für einen Linkshänder die Tastatur des Keyboards spiegelverkehrt besser wäre, ist sicher noch nicht ganz erforscht. So gibt es noch viele Aufgaben für die internationale Linkshänderforschung. Aufgaben, die jeder seriöse Erforscher des Linkshändertums mit Hand und Fuß angehen sollte.

Zum Schluss erhebt sich die Forderung, dass am internationalen Gedenktags des Linkshänders jeder Rechtshänder gesetzlich verpflichtet werden sollte 66 Minuten Hand mit der linken Hand zu arbeiten, schreiben, dirigieren oder was sonst seine Hauptbeschäftigung ausmacht.
Die Zeiten der Diskriminierung müssen unverzüglich beendet werden. Hauptziel für die Zukunft ist, dass der internationale Linkshändertag überflüssig geworden ist.

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13. August 2010 | Gedanken | Kommentare: (4)

Zwischen Februar und August war das Internet ein Ort an dem ich mich selten aufgehalten habe.
Meine Lesezeichen haben sich auf fünf Seiten reduziert. Dazu lese ich unregelmäßig ein paar interessante Onlineartikel auf Nachrichtenportalen.
Während des Semesters habe ich das bekannteste Schnatterprogramm nur an, wenn ich mit meiner Zeit gar nicht mehr ein oder aus weiß.
Tageszeitungen lese ich in der Druckausgabe. Gefiltert sind die Nachrichten doch angenehmer zu lesen und bei drei verschiedenen Zeitungen kommen auch da Unmengen von Artikeln zusammen. Die Mühe stundenlang im Internet zu surfen um an fünf lesenswerte Artikel zu geraten, mache ich mir schon gar nicht mehr. Der Feedreader ist schon seit Monaten deinstalliert.
Nun, in den Semesterferien, habe ich mir mal wieder das sagenumwobene Web 2.0 angeschaut. Es hat sich nichts geändert.
Twitter ist zu einer ganz großen Sache geworden. Bloggen ist out. 140 Zeichen sind ja einfacher auszuspucken als einen gedankenvollen Text.
Die Top-Blogs schreiben immer noch denselben Blödsinn über Roboter, Zombies, Apple-Zeugs oder irgendwelche halbwahren Privatmeinungen zu Dingen, die die Welt nicht interessiert.
Man erkennt keinen Fortschritt mehr in dem fortschrittlichen Web.
Die [email protected] lebt online, teilt alle Interessen, Lesezeichen, Filme und Musik mit anderen Benutzern, die keine anderen Hobbies haben. Aber es scheint zu stagnieren.

Ich weiß gar nicht, was man stundenlang machen soll. Was tut man im Internet?
Es kann doch keiner Menschenseele ausreichen, wenn man sechs Stunden Blogs liest, auf Facebook verfolgt was die flüchtigen Bekanntschaften machen oder sich dem Chatten ganz und gar hinzugeben.

Bin ich irgendwo in einem kleinen Dorf des Internets gelandet, das nur 10 Einwohner hat? Wo sind die Großstädte?

Blogs sind meist vollgestopft mit Videos von Youtube. Aber die Aktivität hat auf vielen Blogs abgenommen. Es scheinen sich wohl alle bei Twitter zu trollen.
Aber zwanzig Stunden pro Tag zu schreiben, daß mir langweilig ist, kann doch auch nicht die Erfüllung sein.

Also wozu noch Internet?

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3. August 2010 | Gedanken | Kommentare: (3)