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Mir platzen die Trommelfelle, wenn Herr oder Frau Klugschwafel wieder etwas realisiert hat. Das Fernsehen bietet ihnen eine Plattform, die Zeitschriften sind voll von Realisierern. Ja, was zum Teufel haben sie denn wieder verwirklicht? Laufen so viele Leute herum, die ihre Pläne in die Tat umsetzen? Oder sind es die Zeitgeistmacker und Zeitstromgören, die im Englischunterricht nicht aufgepaßt haben. Ich werde sie alle in Zukunft bitten, mir den Satz zu übersetzen: I realize something. Verstehen Sie mich? Haben Sie das jetzt kommuniziert?

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26. November 2010 | Gedankensplitter | Kommentare: (2)

So oder so ähnlich könnte man es moderieren, wenn neben mir ein Kamerateam stünde und mich für die Sendung „Menschen im Alltag“ filmen würde.
Egal ob sich jemand auf und davon ins Ausland macht, Goodbye Deutschland sagt, oder den Kochlöffel für ein perfektes Dinner schwingt. Jede Dokumentation wird von einem Sprecher begleitet, der als Off-Kommentator agiert.
Dieser soll den Zuschauer durch die Sendung begleiten. Er hat die Aufgabe Zusammenhänge zu erklären, die nach dem Schnitt entfernt worden sind. Natürlich moderiert er auch die Bilder, die man gerade zu Gesicht bekommt und stellt Personen vor.
Für Dokumentationen, die etwas lockerer daher kommen sollte er auch mal einen flotten Spruch auf den Lippen haben. Es soll ja kein Lehrfilm sein, sondern zur Unterhaltung dienen.
Der Off-Kommentator ist somit die Stütze des ganzen Konzepts. Er macht die Sendung entweder langweilig oder gerade erst interessant.
Nun fragt sich der Sprecher, oder wenn er ein Script vorgelegt bekommt, der Scriptschreiber, wie man nur mit der Moderation dem Zuschauer Spannungsmomente und den nötigen Unterhaltungswert nahe bringen kann.
Die Wahl fällt dabei oft auf Fragen. Fragestellungen. Das hat man ja auch schon in der Schule gelernt. Eine spannende Geschichte wird noch spannender, wenn man im richtigen Moment noch eine Frage einschiebt. „Aber was war das?“ „Woher kamen die geheimnisvollen Geräusche?“ „Wie konnte der Täter entkommen?“
Solche Fragen regen zum weiterlesen an. Dies lernt man schon in der Grundschule. Für den Leser wird es spannend. Er stellt sich diese Fragen selbst, kennt die Lösung oftmals nicht und liest noch intensiver und schneller, um das Rätsel zu lösen
Mit einer solchen Methode versucht es auf der Off-Kommentator. Der gewünschte Effekt bleibt jedoch aus, weil die Fragen einfach so blöd sind und so verdammt unpassend, dass man sie nicht mehr hören kann.
Jedes Mal, wenn jemand von zu Hause los und zum Flughafen fährt wird die spannende Frage gestellt: „Werden Sie ihre Maschine noch rechtzeitig erreichen?“. Vorangegangen ist dann meist der Umstand, dass irgendein Mädel ‘ne Jacke an der Garderobe vergessen hat und noch einmal ins Haus muss, um sie zu holen.
„Werden sie den Trennungsschmerzen überleben?“. Zu solchen Fragen wird oft traurige Klaviermusik eingespielt und erzählt, dass die junge Beziehung erst drei Wochen andauert.
Ja verdammt, wenn sie das nicht überleben wird, muss sie halt zu Hause bleiben. Da kommt keine Spannung sondern nur Ärger über solche dummen Fragen auf. Und es ist nicht nur einmal. Das könnte man ja verstehen. Wenn es super passt, kann man das ja spaßeshalber einmal den Zuschauer fragen. Aber jedes Mal?
Es ist vier Uhr und die Frau steht seelenruhig in der Küche und kocht ihr Süppchen. Welche frage wird gestellt? Richtig! „Wird Monika bis heute Abend mit ihrem Drei-Gänge Menü fertig?“
Nein! Deshalb macht die auch so’n unglaublichen Stress. Sie bricht ja fast in Panik aus, weil sie nur noch 3 Stunden hat. Ihr filmt doch sowieso jede Sequenz fünf Mal. Da hat sie doch noch bis zum Morgengrauen Zeit ihre blöden anderen Speisen zu zubereiten.
Also frage ich mich jedes Mal, wieso sie nicht eine andere Methode anwenden Spannung aufzubauen, wenn denn überhaupt Spannung in eine Doku-Soap hinein muss. Lasst die Leute doch lieber über ihre Gefühle reden. Das ist doch noch so eine alberne Masche, aber ein ganz anderes Thema.

Der Off-Kommentator: „Wird Benedikt es jetzt schaffen, auf veröffentlichen zu drücken?“
Ja! Schaffe ich! Schon tausend Mal gemacht.

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25. November 2010 | Generell | Kommentare: (0)

Die besten Einfälle hat man meist beim Essen. Ich zumindest. Ich glaube, dass da irgendwelche tollen Stoffe im Gehirn freigesetzt werden, die einem das Denken erleichtern.
Gestern Abend saß ich mit ein paar Lutschbonbons gemütlich vor dem Fernseher. Nach und nach stopfte ich mir die leckeren Teile genüsslich in den Mund. Ebenso tat es ein Freund von mir. Ich beobachtete nicht mehr länger das unterhaltsame Fußballspiel, sondern nur noch das Lutsch- bzw. Kauverhalten der Menschen beim Bonbonessen.

Es gibt drei Kategorien:

Der Aggressor:
Er lutscht das Bonbon nur so lange, bis er es endlich durchbeißen und so schnell wie möglich hinunter schlingen kann. Dieser Typ hält nicht viel vom langen Genuss. Er geht die Dinge schnell an, bearbeitet sie fix und will alles schnellstmöglich abschließen. Quantität geht hier vor Qualität. Lieber zehn Dinge auf einmal angehen und direkt zermalmen, als sich auf eine Sache zu konzentrieren und sie bestmöglich zu Ende zu bringen.
Der Aggressor geht jedoch unbeirrt seinen Weg und lässt sich von nichts und niemandem aufhalten.

Der Unentschlossene:
Dieser Esstyp weiß nicht genau, wie er an die Sache herangehen soll. Zunächst lutscht er das Bonbon, dann will er zerbeißen, entscheidet sich dann aber schnell wieder anders und lutscht letztendlich die vielen Einzelteile im Mund auf.
Dieser Mensch schaut sich zunächst das Problem an und geht behutsam an die Sache heran. Doch hat er nicht sehr viel Ausdauer und bei der ersten Schwierigkeit fängt er an, seine klare Linie zu verlassen. Er ist öfter unausgeglichen und weiß nicht recht, wie es weitergehen soll. Findet er jedoch eine Lösung (diese darf auch von anderen Personen stammen) und auf seine Bahn zurück, behandelt er das Problem bis zum Schluss.

Der Genussmensch:
Der Genussmensch schaut erst einmal stundenlang in die Bonbontüte, um auch wirklich sicher zu gehen, dass er ein Bonbon erwischt, dass seinen Vorstellungen entspricht. Hat er das gewünschte Exemplar gefunden steckt er es sich langsam in den Mund und beginnt darauf herum zu lutschen. Sinnlich fährt er mit seiner Zunge über die Köstlichkeit und ist nun minutenlang mit sich und dem Bonbon beschäftigt. So macht er es mit allen Dingen. Er wählt weise, macht sich vorher einen Plan und fängt dann an, das Problem zu beheben. Er arbeitet konzentriert und genau. Wobei er immer etwas mehr Zeit braucht als seine Mitstreiter. Doch das Ergebnis ist das Beste. Der Genussmensch lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen und verliert nie den Faden.

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24. November 2010 | Allgemein Gedanken | Kommentare: (0)

Das Leben eines Jugendlichen (vielleicht auch schon eines älteren Menschen) scheint heutzutage sonderbar zu sein. Er steht irgendwann morgens auf und isst etwas. Danach weiß er nicht weiter. Auch wenn die Eltern zu Hause wären, würde man es keine zwanzig Minuten mit ihnen aushalten. Eltern wissen alles besser. Eltern erklären einem was. Also, Eltern sind blöd. Deshalb kommen diese zwei Menschen im Haus nicht in Frage etwas gegen die, und ich wiederhole mich da gerne, nach zwanzig Minuten einsetzende Langeweile zu unternehmen. Außerdem sieht man ja auch im Fernsehen, dass man mit den Eltern nicht redet, man nur mürrisch Antworten geben darf und sowieso.
Also fällt die erste Wahl auf den Computer. Der hat ja was zu bieten. Communitys, Chats und Seiten, wo man sich lustige Bilder und Videos ansehen kann. Da muss doch etwas dabei sein, was einen ablenkt. Nach einer knappen Stunde werden die Seiten aber langweilig, weil man sich durch alle durchgeklickt hat. Gelesen hat man nichts, da müsste man seinen Kopf anstrengen und es würde ja Zeit in Anspruch nehmen. Wie war das nochmal mit der Langeweile? Naja, egal. Auf jeden Fall hat nun der Jugendliche alle wichtigen Seite gesehen. Weiß, daß Jennifer nicht mehr mit Hanswurst zusammen ist. Schrecksekunde. Aber dann doch nicht so wichtig, man kannte die ja nur flüchtig.
Was bleibt ist der Chat. Die ICQ-Liste ist voll mit Personen die man (flüchtig) kennt. Also alle mal der Reihe nach mit „Hallo! Wie geht’s?“ bombardieren. Einer von ihnen wird einem ja wohl die Aufmerksamkeit geben, die man so gern möchte. Nach ein paar Minuten sind die Gespräche aber leider vorbei. Über ein „und sonst so?“ ist man nicht hinaus gekommen. Wieder gähnende Leere im Kopf und Langeweile. Was tut man in einer solchen Situation?
Bleibt doch noch ein Medium zur Rettung. Der Fernseher. Nachrichten, Nachrichten, Nachrichten. Für den Jugendlichen schrecklich. Er möchte Action. Es muss schnell und laut zugehen und ihn bestmöglich von seiner Unfähigkeit, Selbstständig irgendetwas zu machen, ablenken. Hat er etwas gefunden, gammelt er so lange vor der Glotze, bis ihm das auch wieder zu öde geworden ist und er wieder an den Computer geht.
Im Haus macht man dann noch einen kleinen Umweg, um ja nicht an dem Bücherregal vorbei zu kommen.
ICQ trötet wieder und der nächste Versuch sich abzulenken ist gekommen. Es werden abermals irgendwelche nichtssagende Gespräche geführt und vielleicht kommt es sogar einmal zu einer Verabredung.
Jackpot. Also auf zu diesem Menschen, dem es nicht anders ergeht wie einem selbst. Denn wie heißt es so schön: zusammen langweilen ist besser als alleine. (Und nachts ist es auch kälter als draußen)
Nun kann man zusammen auf dem Sofa gammeln und Fernsehen gucken. Bis zum Abend. Irgendwann geht man dann mal ins Bett. War ja ein anstrengender und erfüllter Tag.

Im Leben dieser Menschen muß ständig etwas los sein. Jeden Tag muß ein, in irgendeiner Art und Weise, kreativer Mensch sie bei der Hand nehmen, um mit ihnen etwas zu unternehmen. Ansonsten sieht der Tag so aus, wie oben beschrieben. Eintönig. Dumm. Langweilig.
Sie haben verlernt, oder es nie gelernt, sich selbst mit Dingen zu beschäftigen. Sich einer Sache anzunehmen und sich damit auseinander zu setzten. Schlimm und traurig zugleich.
Sein Leben so untätig zu verbringen, weil man einfach nicht weiß, was man mit sich selbst anfangen soll.
“Von der Kunst, sich nicht selbst beschäftigen zu können” wollte ich euch was erzählen. Habt ihr etwas darüber erfahren? Nein? Dann fragt einfach den nächsten Menschen, der euch mit den Worten: “Hey, wie geht es dir?” anspricht und danach kreativlos und wortlos darauf wartet, dass ihr ihn aus seinem anhaltenden Langeweileloch holt.

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23. November 2010 | Gedanken | Kommentare: (1)

Schon in der Vorlesung hatte ich ein unglaubliches Verlangen nach irgendeiner Flüssigkeit. So verschlug es mich nach Unischluß zum REWE, wo ich zunächst einem netten Herrn half, seine vier Kisten Oettinger vor dem Laden zu stapeln.
Die Szene im Laden selbst ist gar nicht so spannend. Ich wüsste jetzt auch nicht, wie ich den Kauf einer Cola-Flasche irgendwie einigermaßen interessant beschreiben könnte… zitternd griff ich vorsichtig in das Regal… nein, das geht nicht.
Wie dem auch sei. An der Kasse war vor mir eine alte Dame. Ich hatte sie schon vorher aus dem Taxi steigen sehen – diesen Luxus will ich mir auch noch irgendwann einmal gönnen.
Logischerweise war sie dann auch kurz vor mir aus dem Laden geeilt und wollte ihre Einkäufe im Taxi verstauen. Auch ich war schon wieder im Freien, stand neben dem Mann mit den Oetti-Kisten und setzte zum trinken an.
Daß Taxifahrer auch sehr freundlich sein können, bemerkte ich, als der Chauffeur der alten Dame zur Hilfe kam.
Dabei hatte er sowohl die Handbremse nicht betätigt, als auch keinen Gang eingelegt. Wissenschaftler, Autofahrer und etwas logisch denkende Menschen können nun vorausahnen, was passiert.
Das Auto kam ins Rollen. Es bewegte sich unaufhaltsam auf den REWE-Markt zu. Und viel schlimmer: auf mich. Und das Allerschlimmste: Auf die guten Oetti-Kisten.
So warf ich mich in einer halsbrecherischen, aber sehr heroischen Art und Weise, vor das Auto. Brachte es kurz vor dem guten Bier zum stehen und rette das Auto, REWE, mich und den Gerstensaft.
Und dazu dudelte mein MP3-Player: ‘I am the one and only’.

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22. November 2010 | Alltag | Kommentare: (4)

Nachdem ich endlich fertig gebracht hatte das Pflichtprogramm zu absolvieren und Papa und Mama sagen konnte, wurde es Zeit sich den wichtigen Dingen des Lebens zuzuwenden. In meinem reichhaltigen Wortschatz war das Wort Bobob wohl das dritte erlernte. Ganz richtig ausgesprochen war es nicht, aber ich wusste, dass meine Eltern mich verstehen würden. Als gewitztes Kerlchen hatte ich es schnell raus, dass man danach süße Leckereien in den Mund gestopft bekam.
Als jüngstes Mitglied in der Familie hat man es etwas leichter seinen Willen zu bekommen. Und dieser bestand nun einmal aus Süßigkeiten.
Vor der Grundschule übernahmen meine Eltern die Grundversorgung.
Zur Fastenzeit erhielt man ein großes Marmeladenglas, wo man seine Bonbons aufbewahren sollte. Dieses füllte sich leider bei mir nicht so beständig, wie bei meinen Geschwistern.

Als endlich die Grundschulzeit kam und damit das erste Taschengeld, konnte ich selbst für den Bedarf sorgen. Erstes Schuljahr, also eine D-Mark. Unweit unserer Schule war ein kleiner Eckladen. Der Laden der Bonbonfrau.

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21. November 2010 | Gedanken | Kommentare: (1)

Es sind die kleinen Dinge im Leben, die den Tag schöner werden lassen. Manchmal findet man fünf Euro auf der Straße. Ein anderes Mal bekommt man nach dem Tanken noch einen Gutschein für einen Hamburger. Ab und zu steckt die Bäckereifachfrau einem kostenlos ein Brötchen zu. Oder man macht einfach irgendwo ein Schnäppchen.
Dann gibt es auch noch so Momente, da erhält man nichts. Keinen Gegenstand, Gutschein oder Geld. Da passiert einfach etwas, was einen glücklich stimmt.

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20. November 2010 | Gedankensplitter | Kommentare: (3)

Briefe sind eigentlich etwas tolles. Ich freue mich immer sehr, wenn ich einen Brief erhalte. Ein langer ausführlicher Brief wird nicht nur einmal gelesen. Als erstes überfliegt man ihn. Dann legt man sich ihn auf den Schreibtisch um ihn in Ruhe später genau zu studieren. Man heftet ihn ab und holt ihn bei der Beantwortung wieder hervor. Je nach Inhalt kann man einen Brief auch nach Wochen noch ein drittes oder viertes Mal lesen.
Ein Brief ist sehr viel ausführlicher und persönlicher als eine E-Mail oder ein Anruf. Man reflektiert die letzten Tagen und Wochen. Die Gedanken macht man sich vorher und schreibt sie dann erst nieder. Bei der Formulierung gibt man sich größte Mühe den zu beschreibenden Gedanken ausführlich auszuschmücken. Auf einen Brief antwortet man auch nicht sofort, nicht mal eben zwischen Tür und Angel. Man nimmt sich Zeit und steckt doch viel Mühe hinein.
Ein Brief ist rundum etwas tolles.

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19. November 2010 | Gedanken | Kommentare: (6)

Normalerweise beantworte ich die unerwünschten Telefonumfragen schon deswegen nicht, weil sie mich zu Unzeiten erreichen. Sei es am Frühstückstisch, sei es in der Badewanne, sei es, daß die Sekretärin nicht abnimmt, weil sie anderweitig beansprucht ist, sei es, weil ich gerade nachdenken muß. Am schlimmsten ist es, wenn ich auf einer anderen Leitung spreche und mich dann ein zweiter Anruf erreicht: „Hallo, guten Tag, hier die Millionärssendung von Günther Schlauch. Wollen Sie bei uns mitspielen?“ Und bevor ich noch in den ersten Hörer um Geduld bitten kann, überschüttet mich der Animateur auf Leitung 2 mit unsinnigen Fragen, an die ich bis dahin überhaupt nicht gedacht hatte.

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18. November 2010 | Dachbodenfund | Kommentare: (0)

Es gibt Worte zum Kotzen. Professionell ist zum Kotzen. Was heißt professionell? An der Universität Heidelberg kann man lernen, sich professionell zu bewerben. Soll das heißen, daß man es richtig machen soll beim Bewerben oder soll man das berufsmäßige Bewerben erlernen? Es heißt, Sexarbeiterinnen müßten Prostitution professionell betreiben. Würde irgend jemand anderer Auffassung sein, daß ein Beruf ein Beruf ist, auch wenn vom ältesten Gewerbe geredet wird? Berufsmäßige Unzucht. Wir realisieren professionelle Automatisierungslösungen. Ja, ist das nicht die Aufgabe von Fachleuten, ihre Arbeit fachgerecht zu betreiben? Professioneller Internetauftritt – nein, lieber von der Kindergartengruppe gebastelt als von jemandem, der sich als professionell anpreist.

Ach, laß es gut sein, höre ich die Einwände. Das ist doch alles nur ein bißchen Werbesprache. Ein Marketingblabla. Reg dich nicht auf. Ich will mich aber aufregen. Wenn zu hören ist, ein Politiker hätte dies oder das unprofessionell gesagt, gedacht, getan, was ist dann davon zu halten? Hat er sich schlecht verkauft oder Dummheiten gemacht oder beides?

Nach einem Unglück hörte ich, daß sich Trauerbegleiter sehr professionell verhalten hätten. Das möchte ich nicht kommentieren. – Die Steigerung von dem professionellen Verhalten der Trauerbegleiter vernahm ich kürzlich, als ein Angebot zur professionellen Trauerarbeit in selbstredend professionellen Räumlichkeiten unterbreitet wurde. Pfui, da bleibt einem die Spucke weg.

Das Wort ist wie eine Sintflut über uns hereingebrochen. Ich tröste mich mit der Erkenntnis, daß die Arche von ungelernten Leuten erbaut wurde, die Titanic von professionellen Schiffsbauern.

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17. November 2010 | Dachbodenfund | Kommentare: (0)