50 Jahre Frühstücksbuffet

Was soll die Welt? Diese Frage hat sicher jeder schon einmal gestellt.

Religionen bieten darauf viele verschiedene Antworten.

Eine katholische Aussage darauf ist: „Gott hat die Welt erschaffen, um seine Herrlichkeit zu zeigen und mitzuteilen. Daß seine Geschöpfe an seiner Wahrheit, Güte und Schönheit teilhaben – das ist die Herrlichkeit, für die sie Gott erschaffen hat.“ (KKK 319)

Dagegen gibt es im Zuge der zunehmenden Liberalität und Modernismus, seit dem II. Vatikanischen Konzil, immer mehr Menschen, die ihr Heil und Glaube bei anderen Religionen suchen. Christliche Religionen, es gibt ja noch Protestanten, Orthodoxe u.a., sind dabei nicht „up to date“.

Das Vaticanum II formulierte die Religionsfreiheit so: „Das Vatikanische Konzil erklärt, daß die menschliche Person das Recht auf religiöse Freiheit hat. […], so daß in religiösen Dingen niemand gezwungen wird, gegen sein Gewissen zu handeln.“ (DH 2)

Seitdem gibt es einen Rutsch in östliche Religionen, bzw. kommen die Mönche des Buddhismus, die eigentlich nicht missionieren, in die westliche Welt. Yoga, Meditation und die große Suche nach dem inneren Selbst ist interessanter und aufregender für den modernen Menschen als Glaubenswahrheiten. Für die Kurse muss man Geld ausgeben. Man kann sich die Religion kaufen. Daher findet der moderne Konsummensch es gut. Selbstbestimmung des Menschen.

Was aber sagt der Buddhismus zur Welt? „Die Lehre des Mittleren Weges besagt, dass der materiellen Welt eine letztendlich vorhandene Wirklichkeit fehlt und die Lebewesen keine wirklich existierende Persönlichkeit besitzen. Das Ziel des Mittleren Weges ist, die Einheit von Erscheinung und Leerheit in der Meditation zu erfahren.“ Mittlere Weg

Linksliberale, postmoderne Zeitgeister und die Religion – eher nur Mystik – der verneinenden, von Leid erfüllten Welt. Eine perfekte Mischung.



Der Buddhismus setzt die Welt gleich Null – im Gegensatz zum Christentum, das die von Gott geschaffene Welt bejaht, weil sich Gott durch Jesus Christus in ihr offenbart hat. Aus dieser nulligen, nutzlosen Welt will der Buddhist ausbrechen, hin ins Nirvana. Dort ist der Mensch erleuchtet oder was auch immer. Man weiß es ja nicht, weil niemand aus dem Nichts zurückgekommen ist.

Die Lehre verbreitet sich rasend, weil auch Atheisten wenig dagegen haben. Ihr Grundprinzip: „Ich bin Ich. Ich mache mir die Welt zum Paradies und danach gibt es nichts“, wird nicht angegriffen. Also ist der Buddhismus geduldet und solange es das Christentum gibt, haben die Gottlosen einen großen Feind, gegen den sie schimpfen können. In dem Schatten der Auseinandersetzung zwischen Heilsberufenen und Verdammten breiten sich die Götzendiener des Buddhismus weiter aus. Intervenieren in Politik, Hochschulen und Unternehmen mit ihren Zen-Meistern und Lehrern unter verschiedenen Menschengruppen und verbreiten ihre Irrlehre der Liebe und Glückseligkeit im Nichts.

Zeitgleich tritt der Dalai Lama immer brav grinsend in der Öffentlichkeit auf.

Liebe, Sanftmut, Nichts, Leid. Schlagworte die gefallen. Besonders den Leichtgläubigen vor dem Bildschirm, in Götzendiensten – auch Meditationstempel genannt – oder in Yoga-Kursen des ortsansässigen Fitneßstudios.

Postmoderne, linksliberale Priester der Kirche finden keinen Ausweg mehr. Verrat an Lehre und Tradition; nun werden auch Zen-Meditationen angeboten. Glückseligkeit durch sich selbst statt durch Gott. Religionsfreiheit statt auf eigener Lehre und dem Heilsanspruch zu beharren. Nebenbei: Die so freien Buddhisten laufen wenig zum Christentum über. Sie sind mit ihrer heidnischen Religion zufrieden.

Einige Christen meinen, nur Religionstoleranz, eine Vermischung führt zum Ziel.

Doch führt dies zur leichtsinnigen Vermischung der Religion.

Religion ist ein Frühstücksbuffet. Jeder bedient sich so, wie es ihm am besten schmeckt. Das Einfachste: Möglich wenig tun, möglichst viel bekommen. (Eine Einstellung, die man vom gemeinen Hartz IV- Empfänger kennt.)

Dies bietet die katholische Kirche seit dem II. Vaticanum. Zumindest legen Zeitkonzilsgeister es so aus. Eine sträfliche Sache, denn die Kirchen bleiben leer und die Meditationsbuden sind gerammelt voll.

Der Atheist klatscht in die Hände. Der nicht missionierende Buddhistenmissionar freut sich. Und die katholische Kirche?

Sie wundert sich, warum es seit fast 50 Jahren nicht mehr so läuft.

Zu den wenigen, die Zulauf genießen, gehört die Priesterbruderschaft St. Pius X. Zur Zeit grandios von allen Seiten bombardiert – und vorher nie beachtet.

Doch haben sie die traditionelle katholische Lehre seit 1970 bewahrt. Daraufhin gab es natürlich auch Anfeindungen aus liberalen Reihen der katholischen Kirche.

Dennoch verkünden sie eine unverfälschte Lehre. Und die gefällt. Immer mehr.

Wie hat sich die Kirche in der modernen Welt zu positionieren?

Eine der Fragen des II. Vatikanischen Konzils.

Buddhisten beharren auf ihre Weltsicht, daß sich alles im Nichts auflöst.

Atheisten beharren darauf, daß es Gott nicht gibt.

Die katholische Kirche muss ihren Standpunkt des Absolutheitsanspruchs wieder einnehmen und das Buffet schließen. Laut UR3 des II. Vaticanums ist die katholische Kirche auch weiterhin: „das allgemeine Hilfsmittel des Heils“ und nur durch sie kann man die ganze Fülle des Heils erlangen.




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