Aber ich wäre verwendungsfähig

22. Dezember 2006

Es ist kurz vor Weihnachten und was liegt da nicht näher, als Geschenke zu verteilen. So dachte sich wohl auch das Kreiswehrersatzamt Oldenburg und bat mich letzte Woche, genau heute um 9:15 pünktlich zu erscheinen.

Dann durchlief ich dort verschiedene Stationen und wurde auf diverse Krankheiten und Merkmale geprüft. Meine Hoffnung war der Satz: “Aufgrund vieler körperlicher Defizite sind sie nicht voll tauglich und nur T3″. Leider blieb dies aus, und der Artz kam zu der Entscheidung, dass ich T2 bin. Dies bedeutet, dass ich alles mögliche machen darf außer Gebirgsjäger werden.

JA SCHADE! Genau das wollte ich natürlich. Enttäuscht habe ich einen Kriegdienstverweigerungsantrag gestellt.

Aber bis der durch ist unterliege ich der Wehrüberwachung.

Das bedeutet, dass ich nach dem Abitur leider nicht mehr vom Editor gemocht werde.

Über Sinn oder Unsinn der Wehrpflicht möchte ich eigentlich noch nicht anfangen zu diskutieren. Vielleicht ist eine gute Phase zur Selbstfindung, oder es sind geraubte 9 Monate. Wer weiß…


Ein Kommentar zu ‘Aber ich wäre verwendungsfähig’

  1. vertan sagte am 24. Dezember 2006 um 21:02 Uhr:

    Sei froh, ich kam zu der Zeit dran, als der Zivi-Dienst die H̦chstdauer hatte: 20 geschlagene Monate! Kohl sei Dank. РWehrdienst dauerte damals 16 Monate. (1987) РAber ich kann sagen, es war sehr besinnlich, denn ich pflegte einen alten Landser der Wehrmacht (der hatte sogar noch eine alte Splitterwunde mit Goldplatte am Schienbein).

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