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Auf der gamescom in Köln gab es auch einen kleinen Bereich für Nostalgiker. Ein kleiner Gang durch die PC-Geschichte. Die Jüngeren waren erstaunt. Ich war begeistert, endlich wieder Bubble Bobble zocken zu dürfen.
Meinen ersten Kontakt mit einem Computer hatte ich im zarten Vorschulalter von 5 Jahren. Vielleicht war ich sogar noch jünger, als der Erste bei uns im Haus stand, aber ich kann mich nicht mehr ganz daran erinnern.
Es begann alles mit einem Amiga 1000, der auf stolze 256 Byte Arbeitsspeicher zur Verfügung hatte. Das Diskettenlaufwerk war direkt in der Tatstatur. Die Zwei-Tasten Maus und ein 14-Zoll-Farbmonitor gehörte ebenfalls zur Ausrüstung und ist bis heute gut erhalten. Auch die Mausabdeckung fand sich vorhin wieder, wobei ich nicht weiß woher wir die hatten.

Mausabdeckung
Als Schwanz diente das Kabel der Maus

Das einzige was nahezu wöchentlich ersetzt werden musste, war der Joystick. Das eigentlich unhandliche schwarze Ding mit einem Steuerknüppel und zwei großen roten Knöpfen machte die vielen Jump and Run Spiele einfach nicht mit. Als der zwanzigste Joystick brach war der Amiga veraltet und wurde durch einen internetfähigen Windows PC ersetzt.
Später gesellte sich auch der Amiga 500 in unsere Sammlung, der ganze 512 KByte besaß. Auf dem machte das Spielen natürlich sehr viel mehr Spaß, denn die Anzahl der Disketten reduzierte sich schlagartig von 12 auf 6 bei diversen Spielen.
Mit fünf Jahren steht einem nicht der Sinn danach, auf einem PC irgendwelche Texte zu schreiben, oder wie der große Bruder Basic zu programmieren. Man wollte einfach nur – heute würde man sagen zocken!

Adventures wie “Indianer Jones”, “Maniac Mansion” oder “Zak McKracken” waren einfach nur toll. Zu dritt saß man tagelang rätselnd vor dem PC. Wir hatten so viele Spiele zu Auswahl, dass ich mittlerweile die Namen der meisten Jumpspiele vergessen habe.
Doch bekam ich vor einigen Tagen ein Video zugeschickt mit 100 Amiga Spielen.
Die Gedanken dabei waren: “OH das DAS war toll. Achja, das gab es ja auch.” “Oh Gott! Das Spiel hast du mindestens 1000 Mal gespielt!!!”.
Diese Spiele haben teilweise mehr Spaß gemacht, als die hochauflösenden heutzutage, weil sie viel mehr Charme hatten. An Bubble Bobble bin ich so oft gescheitert, doch habe ich das Spiel lieber gespielt als Counter Strike.

Heute habe ich gedacht, dass es doch toll wäre mal wieder auf dem Amiga zu spielen. Doch leider fehlt ein wichtiges Element mit roten Knöpfen, Steuerknüppel … wahrscheinlich kaputt.


direkt gucken

Bei dem Video muss man den Ton nicht unbedingt anschalten, denn die ist gar nicht so schön, wie die Musik des Startbildschirms vom Amiga früher. Doch die finde ich aber leider nicht wieder.

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25. August 2010 | Benedikt Gedanken

2 Kommentare wurden geschrieben

  1. Lordy sagt:

    Also das war doch mal wieder ein schöner Ausflug in die Vergangenheit.

    Ich kannte 31 Spiele, die in dem Video gezeigt wurden. War schließlich selbst ein stolzer Besitzer eines Amiga 500. Vorher hatte ich einen Commodore 64, der dann auch zugleich mein erster Computer war. Und da war ich 4 oder 5?! Weiß nicht mehr so genau.

    Aber die Spiele… super! Und das auch noch heute ;)

  2. old man sagt:

    Nostalgie! Noch etwa weiter zurück in die Steinzeit der Heimcomputer: Ich wurde 1980 stolzer Besitzer des Sinclair ZX80 .
    Donnerwetter, das waren aufregende Peak und Poke Spiele! Alle von Hand programmiert. Speichern auf einer handelsüblichen Cassette mit merkwürdigem Bienengesummgeräuschen. NIE bis selten habe ich von der Cassette irgendetwas wieder in den ZX80 zurückgeladen.
    O, was waren das noch Zeiten!

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