Ein Film von Al Gore

Der Film “An Inconvenient Truth” befasst sich mit dem Klimawandel, seinen Ursachen und seinen Folgen.

Dabei wird die Menschheit in ihrer industriellen Entwicklung als Hauptverursacher der globalen Erwärmung dargestellt und vor allem die republikanische Bush-Administration mit ihrer Klima- und Umweltpolitik angeprangert. Das Reden vom Klimawandel ist in den letzten, extrem warmen Sommermonaten weit zurück gegangen. Aber Gedanken dazu darf man noch äußern.

Im Film wird der Zuschauer mit einer ungeheuren Flut an Bildern überrannt, um ihm somit den Eindruck einer Umfassenden Information über die Hauptaspekte des Klimawandels zu geben. Ebensolches versucht Gore auch, indem er mit Zahlen und Grafiken versucht, den Amerikanischen Bürger davon zu überzeugen, dass der Klimawandel ein wirtschaftliches Desaster, Katastrophen und Wanderungsbewegungen zur Folge haben werde.

Jedoch unterschlägt Gore an einigen Punkten Informationen, die seine Aussagen relativieren würden:

Als er über das Einströmen einer großen Menge Süßwasser aus den Nordamerikanischen Gletschern im Verlaufe des Endes der letzten Eiszeit spricht, das zur Folge hatte, dass der Golfstrom nur noch stark abgeschwächt für eine Temperierung Westeuropas sorgte und dieses innerhalb kürzester Zeit in eine erneute 1000-jährige Eiszeit zurückfiel, unterschlägt er wissenschaftliche Studien, die belegen, dass ein Abschmelzen des Eises in Grönland zu keinem solchen Zusammenbruch führt.

Auch wird von Starken und Unausweichlichen Steigerungen des Meeresspiegels durch das Abschmelzen der Gletscher in Grönland und in der Antarktis gesprochen. Einige Wissenschaftler gehen aber sogar davon aus, dass in den nächsten 100 Jahren der Meeresspiegel durch zunehmende Niederschläge in der Antarktis und somit zunehmende Eismasse gesenkt wird. Durch die Temperaturausdehnung der Ozeane wird es allerdings zu einem Meeresspiegelanstieg um einen Wert unterhalb eines Meters kommen.

Die schlimmsten Szenarien gehen von 5 m Anstieg aus, wenn doch größere Eismassen abschmelzen. Aber selbst dies dürfte für den Küstenschutz der Industriestaaten kein größeres Problem sein. An technischen Lösungen wird bereits gearbeitet.

Auch brachte Gore den Einwand, dass jetzt in Grönland bereits Rinder gezüchtet würden, wobei er allerdings unterschlägt, dass dort bereits im Frühen Mittelalter eine Wikingerkolonie existierte, die sich durch ausgedehnte Viehzucht ernährte. Das grüne Land war für die Wikinger keine Eiswüste, sondern ein fruchtbares Paradies.



Insgesamt ist also zu schlussfolgern: Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

Ich möchte hier allerdings nicht zum sorglosen Umgang mit Energieträgern anregen, es ist klar, dass CO2, auch wenn es nur ein viel schwächeres Treibhausgas ist als H2O, eingespart werden muss.

Und zwar aus Folgendem Grunde:

Jedes Gramm CO2, das ausgestoßen wird bedeutet, dass dafür 0,39g Kohle oder 0,45g Erdöl verheizt wurden. Diese ungeheure Verschwendung wichtiger chemischer Grundstoffe, die z.B. für die Kunstdüngerproduktion benötigt werden und so das überleben der Menschheit gewährleisten, darf nicht geduldet werden. Es bestehen Prognosen, die belegen, dass Bereits in den Jahren 2020-2025 das Maximum der weltweiten Öförderung erreicht wird, und dass die Produktion dann kontinuierlich abnimmt. Da die Nachfrage aber bisher immer weiter steigt, wird Öl wohl schon bald zum knappen und unerschwinglichen gut. Da ich noch jung bin und später auch noch Autofahren möchte ist es für mich also erstrebenswert Energie zu sparen. Dies beginnt vor allem bei der möglicht guten Isolierung meiner Behausung, da für Heizungen noch das meiste an Brennstoffen benötigt wird.

Nichts zu Halten ist allerdings vom Bau von Photovoltaischen Anlagen aktueller Machart und dem Bau von Windparks in der Landschaft Südoldenburgs. Diese Energiequellen können aufgrund ihrer Unbeständigkeit keine konventionellen Kraftwerke ersetzen und es ist fraglich, ob sie die Energie die zu ihrer Produktion eingesetzt wurde überhaut in angemessener Zeit wieder erwirtschaften. Schließlich wird der Stahl eines Windrads unter Einsatz von Kokskohle im Hochofen gewonnen.

Um der zunehmenden Energieverknappung entgegenzuwirken ist es daher auch notwendig, neue Atommeiler zu errichten.

Interessant ist auch zu beobachten, dass in Deutschland momentan wieder neue Zechen entstehen, da sich ein Abbau der Ruhrkohle wieder lohnt.

Es ist also falsch zu behaupten, dass wir unter großen Gefahren des Klimawandels leiden würden und daher so sparen müssten.

Hauptproblem ist, dass wir sparen müssen, weil wir sonst nichts mehr haben, an dem wir sparen sollten.

Ich habe inzwischen die Vermutung, dass das ganze mit dem Klimawandel von den Politikern nur geschickt eingefädelte Ablenkungstaktik ist, um gleichzeitig zu Energieeinsparungen zu gelangen und Panikreaktionen (mir macht es mehr Angst, wenn ich keinen Strom mehr habe, als dass die Deiche um 10m erhöht werden) und Hamsterkäufe zu vermeiden.

Das heißt also, Leute spart, macht euch aber keine Sorgen….

Wenn’s wärmer wird, dann wird es halt wärmer.

CC: Photo von JesúsMartinez

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22. August 2010 | Gedanken

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