Brave new Längwisch

Ein gewöhnlicher Einkaufsbummel endet meist damit, dass man noch einmal in eine Bücherei geht, um dort diese Oldschooldinger mit Papier zu erstehen. Vorletzte Woche habe ich das Buch schon in Berlin gesucht, aber leider nicht gefunden. Vielleicht lag es daran, dass ich nicht gefragt habe, ob es schon erschienen ist, aber wenn die Neuerscheinungen nicht bei Neuerscheinungen stehen, sollte man ja davon ausgehen können, dass es das Buch noch nicht gibt.

Gestern konnte ich mich dazu aufraffen danach zu fragen. Die Gelegenheit war günstig, denn die Büchereifachkraft stand direkt vor mir an ihrem schlauen PC, wo alle Bücher zu finden sind.

Da mir der Autor des Buches einfach nicht wieder in den Sinn kam, den Titel jedoch wusste, musste allein dieser herhalten.

Ich fragte:”Ist das Buch Happy Aua schon erschienen?”. Ich bekam keine richtige Antwort, denn sofort hämmerte sie auf ihre Tasten und in die Suche:”Happy our”. Ich stand neben ihr und korrigierte sofort:”Das hour, wird wie das deutsche AUA geschrieben”. “Oh ja, natürlich” und sie tippte:”happy auer”. Eine Kollegin erlöste sie schnell von der vergeblichen Suche, nach dieser brandneuen Erscheinung und fragte von nebenan:”Das neue von Bastian Sick?” “Ja, genau”. So war der Name. Das wollte ich haben. Hatte ich mich doch schon bei der Präsentation bei Beckmann so schräg gelacht.

Sie führte mich hin und ich ergriff es sofort, ohne mir das Buch von innen anzuschauen.

Jetzt hat es schon jeder, mit dem ich hier etwas zu tun habe gelesen und herzlich gelacht. Ein guter Kauf. Gelungene Investition, auch wenn man es sehr schnell gelesen bzw. angesehen hat.

Doch animiert das Buch von nun an immer eine Kamera bei sich zu tragen. Ob beim Einkauf, beim Dönermann um die Ecke, oder beim Frisör. Überall lauert eine schöne neue Sprache.

Einen kleinen Vorgeschmack auf das, was man im Buch sieht gibt es bei Spiegel Online unter der Kategorie Zwiebelfisch.





Hinterlasse einen Kommentar