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Als ich heute über den Marktplatz schlenderte sagte der Currywurstfachverkäufer, dass heute ein wirklich stressiger Tag sei. Da nur ein Kunde vor seiner kleinen Bude stand wunderte ich mich etwas über diese Aussage, weil Herr Stress gar nicht anwesend war.
Meine Tour ging weiter und ich lies mich in einem Café nieder, um einen Karamellcappuccino zu mir zu nehmen. Am Nachbartisch hatten sich zwei Studentinnen breit gemacht und arbeiteten an ihren Manuskripten. Eigentlich war es sehr ruhig und ich konnte den Sonnenschein in vollen Zügen genießen, bis plötzlich eine von den Beiden rief: “Ach, dieses Studium ist so scheiß stressig und gleich schon wieder so’ne lahme Vorlesung.“ Zunächst wunderte ich mich etwas über die Wortwahl dieses hübschen Menschenkindes, aber gleich kam der Gedanke an den Currywurstbudenfachverkäufer wieder in mir auf. Zwei voneinander unabhängig lebende Menschen in völlig unterschiedlichen Positionen klagten über Stress in ihrem Tun!
Was bedeutet denn Stress, frage ich mich. Wenn einem etwas zu viel wird, klagen die meisten über Stress. Viele Arbeitsaufträge zur gleichen Zeit und der Angestellte klagt unter zu viel Stress bei der Arbeit. Stressig ist auch, wenn man mehrere Termine in seiner Freizeit wahrnehmen muss. Es ist egal, ob man sich diese gestressten Menschen am Vormittag bei der Arbeit oder am Abend ansieht. Sie klagen unter Stress, wenn ihrer Meinung nach nicht mehr alles locker seinen Gang gehen kann. Ist dies nicht der Fall klagen sie dann wiederum über Langeweile und Eintöne im Leben, aber das ist in anderes Thema. Das ist wohl ein Paradoxon, welches unglaubliche viele Menschen befällt, die irgendeiner geregelten Tätigkeit nachgehen. Wobei dieses, und dieser Einschub sei verziehen, gar nicht schwer aufzuklären ist, indem man eine gewagte These aufstellt: „Der Mensch beklagt sich einfach gerne.“.
Was ich mich gefragt habe ist, warum Menschen in solchen Situationen ihre eigene als stressig bezeichnen.
Es ist doch die Arbeit des Kochs viele verschiedene Gerichte auf einmal zu kochen. Er hat gelernt die Arbeiten zu koordinieren und auf seine Gehilfen zu verteilen. Es liegt zwar in seiner Verantwortung, viele Dinge auf einmal zu bearbeiten und das Essen zügig zum Gast zu bringen, aber hat er es denn im Laufe seiner Ausbildung nicht gelernt? Studenten wissen doch vorher, dass das Lernen an der Universität mit einem großen Arbeitsaufwand verbunden ist und sie nicht nur Party machen können. Lektüren studieren, Hausarbeiten schreiben und für die Klausuren lernen. Für die alles haben sie sich, genau wie der Koch, vorher entschieden.
Sie führen ihre Tätigkeit aus, weil sie ihnen Spaß macht, weil sie davon leben, oder weil es sie interessiert. Es ist also ihre alltägliche Aufgabe unter den gegebenen Bedingungen zu arbeiten. Wieso empfinden sie die Arbeitsaufträge, die sie während dieser Zeit bekommen dann aber als Stress, oder als zu stressig?
Es ist zu einem Modewort mutiert. Alles was nur etwas mehr Arbeitsaufwand benötigt gilt als Stress.
Bleibt die Frage bestehen, wieso es jeder achtlos und bei der kleinsten Gelegenheit benutzt. Jemand muss einmal damit angefangen haben. Könnte sein, dass es ein Übertragungsfehler aus der englischen Sprache ist. In Amerika sprechen die Menschen häufig von „stress“. Dies Nachzuschlagen wäre mir aber momentan wohl einfach zu stressig.

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12. September 2010 | Gedanken | Kommentare: (0)

Heute morgen erwachte ich in einem ansehnlichen Gebirge aus Müll. Nicht nur, dass sich in allen Ecken des Raumes PET-Flaschen angesammelt hatten, nein, auch allerlei halb aufgegessene Knabbereien mit den zugehörigen Tüten lagen herum. Aber damit noch nicht genug: auch Plastikbecher und Pizzaschachteln erfüllten den Raum mit dem Wohlduft einer durchzechten Nacht.
Während des –auf Grund offensichtlicher Faktoren erschwerten- Aufräumens, begann ich so, mir meine Gedanken zu machen, ob alles wirklich so sein muss. Schließlich sah ich mich gezwungen literweise zuckerhaltige Getränke aus halbvollen Flaschen zu entsorgen und musste ebenfalls vom Verzehr der Angebrochenen Knabbereien absehen.

Aber all dies ist ja nur die Spitze des Eisberges. Man erfährt persönlich, wie sehr wir doch in einer Wegwerf- und Verschwendungsgesellschaft leben, weil man prinzipiell noch essbare Lebensmittel wegwirft und sich in Bergen aus prinzipiell ja noch verwendbaren Aluminiumfolien wälzt. Die Gründe und Ursachen dieser Entwicklung, die sich wohl vor allem in den letzten 50 Jahren abgespielt haben, sind weitreichender als man glaubt.

Zunächst sind einmal die offensichtlichen Vorteile des Verpackungswahnes zu sehen, die vor allem in der Einfachheit bestehen, sich etwas Fertig abgepackt zu kaufen, und die Packung dann einfach achtlos fortzuwerfen. Auf diese Weise kann auch im Einzelhandel und wohl auch im Transportwesen – in dem wohl auch größere mengen an Verpackungsmaterial verbraucht werden – Arbeitsaufwand und Personal eingespart werden.
Ein weiterer Vorteil besteht für die Hersteller der Produkte selbst, die sich durch die Gestaltung ihrer Verpackungen von der Konkurrenz abheben können. Als Beispiel sei hier die typische Flaschenform der Coca-Cola genannt.
Doch neben diesen vordergründigen Vorteilen stellt das Auftreten von Einwegverpackungen einen Zentralen Aspekt unserer Wirtschaftsordnung heraus. Schließlich erzeugt die Verwendung von Einwegverpackungen einen hohen Beschäftigungsgewinn. Gerade in meinem Heimatlandkreis besteht eine hohe Dichte, sowohl an Betrieben, die Lebensmittel für den Verzehr aufbereiten und Verpacken, sowie an Betrieben der Kunststoffindustrie, die alles von Shampooflaschen bis Blumentöpfen herstellen. Ohne diese Betriebe, wäre das Wirtschaftsleben dieses Kreises nicht vorstellbar. Gerade dies zeigt eindrucksvoll auf, wie sehr die westliche Wirtschaft vom Konsum abhängig ist.

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10. September 2010 | Gedanken | Kommentare: (2)

Martin hat noch einmal über alles nachgedacht. Er will den anderen Blogger nicht so kampflos das Feld überlassen. Wieder durchsucht er die Top 100 der erfolgreichsten Blogs national und international, um ein Thema zu finden, was auch ihm entspricht.
Denn er hat trotz der herben Enttäuschung vom Turnhallenerlebnis eines gelernt: “Schreibe nur über die Themen, in denen du dich auskennst und magst.” Die vielen Bücher geben ihm das Gefühl nun sicherer mit der deutschen Sprache umgehen zu können. In der Schule hat er sich in Deutsch auch schon verbessert. Sein Satzbau ist strukturierter und seine Aufsätze besser zu lesen. Vorbei sind “Subjekt, Prädikat, Objekt”-Sätze. Martin hat nun auch was von Konjunktionen gehört und benutzt sie regelmäßig.
Im Feuilleton der Zeitung seines Vaters ist ihm ein Name aufgefallen, den er auch im Internet schon einmal gelesen hat. Martin überlegt: “Das ist einer, der es geschafft hat. Bloggt erfolgreich und schreibt sogar für so eine große Zeitung. Der verdient bestimmt reichlich Geld”.

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8. September 2010 | Gedanken | Kommentare: (1)

Als Martin wieder vor dem PC saß und Bilder toller Künstler suchte, weil er mit den 250 neuen Beiträgen seiner abonnierten Blogs schon fertig war, kam gewisser Wehmut auf.
“Wieso können alle etwas schreiben, malen oder vor sich hin brabbeln? Nur ich habe nie Ideen, bin immer festgefahren in meinen Gedanken -sofern ich denn mal welche habe- und kann den schönen, so aufwendig gestalteten Blog, nicht füllen?”, fragte er sich.
Nun kann ich als auktorialer Erzähler beiläufig erwähnen, dass 249 dieser 250 Blogeinträge Unsinn, Schwachsinn oder Irrsinn war, doch Martin will unbedingt einen Artikel verfassen.
“Eine private Story kommt doch immer gut an”, denkt er sich und geht hinaus, um sich inspirieren zu lassen.
Ideenlos sucht er verschiedene belebte Orte ab, an denen sich ein lustiges oder tragisches Schauspiel zutragen könnte. Nachdem der Supermarkt nichts, außer einer Oma die die geforderten 20€ in 10-Cent Stücken bezahlt hatte, für seine Inspiriration beitragen konnte ging er durch den Park. Aber bei diesem regnerischen Wetter werden auch die Photos nicht gut und er schlendert enttäuscht weiter.
“Sport!”, denkt er sich. “Da ist doch immer was los.” Also rennt er zur Sporthalle seines Dorfes, um die Lage zu checken. “Mensch, klasse! Ist ja viel los hier.”, spricht er sich leise, in einem leicht ironischen Ton zu.
Und in der Tat. Außer einer Gruppe von fünf Leuten herrscht eine gähnende Leere in der Halle.
Er will schon wieder gehen, wo einer der Jungen plötzlich ruft: “Überhaupt nicht! WordPress rult” “WordPress? Rult?”, wiederholt Martin erfreut. “Blogger. Hier. In meinem Dorf.” Martin rast auf die Fünf zu und stellt sich vor. Macht direkt Werbung für seinen Blog. Vielleicht hat ihn ja schon mal einer gelesen. Nein. Niemand. Aber das macht unserem Helden auch nichts. Er hat Leute gefunden mit denen er reden kann. ÃœÜber die ganzen technischen Dinge, die er seiner Mutter zwar immer zu erklären versucht, sie jedoch jedes Mal nach zehn Minuten mit den Worten: “Ich schreibe lieber Tagebuch”, abwinkt. Die Gruppe bittet ihn seine Erfahrungen mit diversen Plugins, seine HTML-Kenntnisse und sein grafisches Talent darzulegen. Martin tut dies gern.

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5. September 2010 | Gedanken | Kommentare: (2)

Macht. Ruhm. Geld. Viel Geld. Noch mehr Geld. Frauen. Autos. Diese Liste könnte unaufhaltsam eine Seite so weitergehen und bald schon die Liste eines findigen Geschäftsmannes sein, die er seinem verarmten Studienkollegen vorlegen kann. Er muss nur den folgenden, extrem gut durchdachten und jahrelang ausgearbeiteten Geschäftsplan studieren und natürlich auch ausführen.
Da ich herzensguter Mensch mit meinem Studium zeitlich unglaublich eingespannt bin, veröffentliche ich nun meinen Masterplan (englische Begriffe machen hier immer einiges her), damit ein Anderer sich freuen kann.
Er sollte primär Liebhaber von Pfannkuchen sein. Denn um diese dreht sich alles. Sofern er diesen entscheidenden Punkt erfüllt, kann nichts mehr schief gehen.

Bei dem Pfannkuchenhaus, der Name darf natürlich individuell angepasst werden, handelt es sich um eine Kette. Ketten funktionieren. Es ist erstaunlich, dass es außer den langweiligen Kaffeehausketten und Fresstempel keine richtige Restaurantketten gibt, die leckeres Essen in gemütlicher Atmosphäre bieten.

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28. August 2010 | Gedanken | Kommentare: (4)

Beim Einschlafen kommen einem die besten Ideen. So oder so ähnlich hat es bestimmt schon einmal ein schlauer Mensch formuliert. Und es stimmt. Wenn man sich abends in seine Koje wirft und gemütlich einschlummern möchte, kommen einem die verschiedensten Gedanken in den Kopf. Man reflektiert den Tag und seine Ereignisse. Überlegt was für den nächsten Tag so ansteht. Aber man denkt auch über größere Probleme und Dinge nach, die einen selbst, oder seine Umwelt betreffen.
Dies ist ganz normal, denn eigentlich macht sich jeder Mensch so seine Gedanken. Auch bei mir.
Nun habe ich aber gestern Nacht etwas entdeckt, was mir schon häufiger aufgefallen ist.
Auf der rechten Seite denke ich über andere Dinge nach, als auf der linken. Und auf dem Rücken sind die Gedanken noch ganz andere. Zu der Bauchposition kann ich nichts sagen, da ich auf dem Bauch nicht einschlafen kann, aber ich vermute stark, dass auch hier die Gedanken wieder ganz andere sind.
Man kann zwar im Drehen einen Gedanken hinüberretten und auch auf der anderen Seite weiterdenken, jedoch weicht man schnell von eigentlichen Gedankengang ab.
Oder ist das etwa gar nicht bei jedem so? Ich wüsste gerne, wieso das so ist.

CC: Photo von Alexander Danling

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26. August 2010 | Gedanken | Kommentare: (4)

Auf der gamescom in Köln gab es auch einen kleinen Bereich für Nostalgiker. Ein kleiner Gang durch die PC-Geschichte. Die Jüngeren waren erstaunt. Ich war begeistert, endlich wieder Bubble Bobble zocken zu dürfen.
Meinen ersten Kontakt mit einem Computer hatte ich im zarten Vorschulalter von 5 Jahren. Vielleicht war ich sogar noch jünger, als der Erste bei uns im Haus stand, aber ich kann mich nicht mehr ganz daran erinnern.
Es begann alles mit einem Amiga 1000, der auf stolze 256 Byte Arbeitsspeicher zur Verfügung hatte. Das Diskettenlaufwerk war direkt in der Tatstatur. Die Zwei-Tasten Maus und ein 14-Zoll-Farbmonitor gehörte ebenfalls zur Ausrüstung und ist bis heute gut erhalten. Auch die Mausabdeckung fand sich vorhin wieder, wobei ich nicht weiß woher wir die hatten.

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25. August 2010 | Benedikt Gedanken | Kommentare: (2)

Ein Film von Al Gore

Der Film “An Inconvenient Truth” befasst sich mit dem Klimawandel, seinen Ursachen und seinen Folgen.
Dabei wird die Menschheit in ihrer industriellen Entwicklung als Hauptverursacher der globalen Erwärmung dargestellt und vor allem die republikanische Bush-Administration mit ihrer Klima- und Umweltpolitik angeprangert. Das Reden vom Klimawandel ist in den letzten, extrem warmen Sommermonaten weit zurück gegangen. Aber Gedanken dazu darf man noch äußern.
Im Film wird der Zuschauer mit einer ungeheuren Flut an Bildern überrannt, um ihm somit den Eindruck einer Umfassenden Information über die Hauptaspekte des Klimawandels zu geben. Ebensolches versucht Gore auch, indem er mit Zahlen und Grafiken versucht, den Amerikanischen Bürger davon zu überzeugen, dass der Klimawandel ein wirtschaftliches Desaster, Katastrophen und Wanderungsbewegungen zur Folge haben werde.
Jedoch unterschlägt Gore an einigen Punkten Informationen, die seine Aussagen relativieren würden:
Als er über das Einströmen einer großen Menge Süßwasser aus den Nordamerikanischen Gletschern im Verlaufe des Endes der letzten Eiszeit spricht, das zur Folge hatte, dass der Golfstrom nur noch stark abgeschwächt für eine Temperierung Westeuropas sorgte und dieses innerhalb kürzester Zeit in eine erneute 1000-jährige Eiszeit zurückfiel, unterschlägt er wissenschaftliche Studien, die belegen, dass ein Abschmelzen des Eises in Grönland zu keinem solchen Zusammenbruch führt.
Auch wird von Starken und Unausweichlichen Steigerungen des Meeresspiegels durch das Abschmelzen der Gletscher in Grönland und in der Antarktis gesprochen. Einige Wissenschaftler gehen aber sogar davon aus, dass in den nächsten 100 Jahren der Meeresspiegel durch zunehmende Niederschläge in der Antarktis und somit zunehmende Eismasse gesenkt wird. Durch die Temperaturausdehnung der Ozeane wird es allerdings zu einem Meeresspiegelanstieg um einen Wert unterhalb eines Meters kommen.
Die schlimmsten Szenarien gehen von 5 m Anstieg aus, wenn doch größere Eismassen abschmelzen. Aber selbst dies dürfte für den Küstenschutz der Industriestaaten kein größeres Problem sein. An technischen Lösungen wird bereits gearbeitet.
Auch brachte Gore den Einwand, dass jetzt in Grönland bereits Rinder gezüchtet würden, wobei er allerdings unterschlägt, dass dort bereits im Frühen Mittelalter eine Wikingerkolonie existierte, die sich durch ausgedehnte Viehzucht ernährte. Das grüne Land war für die Wikinger keine Eiswüste, sondern ein fruchtbares Paradies.

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22. August 2010 | Gedanken | Kommentare: (0)

Immer wieder erreichen mich Anfragen von Lesern, was sie in einem Kommentar schreiben könnten. Ihr Kopf ist voller Gedanken, doch können sie sich nicht für einen aussagekräftigen Inhalt entscheiden. Diesem Zustand möchte ich nun ein Ende machen.
Völlig kostenlos biete ich Textbausteine zum Kommentarschreiben an. Das Verfahren ist jedem Netzbesucher bekannt: Copy und Paste. Auf diese Art können in Zukunft geschmackvolle und treffsichere Kommentare zu allen möglichen Themen gefunden werden. Zwei technische Bitten:
– Nie mehr als einen gleichlautenden Textbaustein pro Blogeintrag. (Am nächsten Tag kann man es ja noch einmal versuchen.)
– Mein Namenszeichen N.N. unterliegt dem Urheberrecht und ist durch Copyright geschützt. Also bitte den eigenen Namenszug oder Nickname verwenden.

Für die Zusendung weiterer Textbausteine bin ich sehr dankbar. Frohe Einfälle!

  • Ohne auf den Inhalt des Textes eingehen zu wollen (von Können keine Rede), gebe ich dem Autor Recht: Der Artikel ist schlecht geschrieben! Vorsätzlich?
  • Man muß kein Experte sein, um solchen Formulierungen zu misstrauen.
  • Ich schlage vor, dass jeder, der hier kommentiert, sich vorher den Text komplett durchliest.
  • So ein dummes Geschwätz. Ist halt menschlich.
  • Ich finde es immer wieder beängstigend, wenn Kommentare x-mal hintereinander in dieselbe Kerbe hauen.
  • Während wir hier diskutieren schmelzen die Gletscher in den Alpen, ist halb Bangladesh im Meer versunken, verschwinden die Polkappen, vergrössert sich das Ozonloch, sinkt die Luftqualität, brennen ganze Wälder ab, rast ein Hurrikan nach dem anderen auf Mittelamerika zu, bedroht El Nino den Golfstrom, usw.
  • Und das ist wirklich Ihr Ernst?
  • Wenn Sie nicht einmal den Unterschied kennen zwischen “Ja” und “Nein”, wird die Diskussion mit Ihnen schwierig. (Inhaltlich möchte ich mich aber wie Sie lieber nicht äußern, dafür fehlt mir die notwendige Expertise.)
  • Das ist genau das, was ich auch an vielen kritischen Kommentaren so abschreckend finde: Inhalt wird ersetzt durch Polemik und durch Lautstärke und gerne auch durch noch mehr Lautstärke.
  • Es wird viel erzählt und viel geraunt. Ein paar klare Worte sind da nötig: Tatsachen, die von alleine sprechen.
  • diese Kritik muss aber fundiert sein. solange man sich in allgemeinplätzen wie “sonst werden theorien zu dogmen” ergeht, kann man nicht wirklich ernst genommen werden. meine meinung.
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21. August 2010 | Gedanken | Kommentare: (2)

Was ordentlich ist, muss Hand und Fuß haben, sagt der Volksmund. Ein Tag kann man damit beginnen, dass man mit dem verkehrten Fuß aufsteht. Dabei scheinen linker und rechter Fuß gleichberechtigt zu sein. Bei den Händen sieht die Sache anders aus. Etwas abwertend sagt man zu einer leichten Aufgabe, dass sie sich mit links mache. Hierin scheint eine erhebliche Diskriminierung der linken Hand zu liegen.

Im Zeitalter der Gleichberechtigung und der Anti-Diskriminierung ist es daher sinnvoll, einen internationalen Gedenktag der Linkshänder zu begehen. Wer es noch nicht wusste, heute ist diese Tag. (Wer ruft eigentlich internationale Gedenktage aus? Die UNO? – gibt es eine geheime internationale Gedenktagskommission?)
Wie dem auch sei, es muss des Tages gedacht werden.

Linkshänder gibt es auf der ganzen Welt. Ohne den Anspruch zu stellen, wirklich empirisch gearbeitet zu haben, stelle ich fest, dass in den Vereinten Staaten von Nordamerika besonders viele Linkshänder vertreten sind, gefolgt vom United Kingdom. (Quelle: Unglaublich viele amerikanische Fernsehserien und sonstiger Fernsehkonsum)

Lange bevor in deutschen Schulen das Umtrainieren von Linkshändern auf die rechte Hand aufgegeben wurde, hat man bereits in den USA jedes Kind die Hand benutzen lassen, die es bevorzugte. So wurde seine Steuerung durch die beiden Gehirnhälften auch nicht ganz durcheinander gebracht. Frühzeitig erkannte man auch, dass Linkhändigkeit in manchen Sportarten einen Vorteil verschafft. Man denke beispielsweise an Tennis, Boxen, Tischtennis oder Fechten.

Die Versorgung der Linkshänder mit speziellen Gegenständen für die linke Hand ist allerdings noch nicht ausreichend. Füllfeder und Bastelscheren gibt es zwar schon, die auch gut mit der linken Hand bedient werden können. Aber in so manchem Beruf fehlt es immer noch an speziellem Zubehör. Ob zum Beispiel für einen Linkshänder die Tastatur des Keyboards spiegelverkehrt besser wäre, ist sicher noch nicht ganz erforscht. So gibt es noch viele Aufgaben für die internationale Linkshänderforschung. Aufgaben, die jeder seriöse Erforscher des Linkshändertums mit Hand und Fuß angehen sollte.

Zum Schluss erhebt sich die Forderung, dass am internationalen Gedenktags des Linkshänders jeder Rechtshänder gesetzlich verpflichtet werden sollte 66 Minuten Hand mit der linken Hand zu arbeiten, schreiben, dirigieren oder was sonst seine Hauptbeschäftigung ausmacht.
Die Zeiten der Diskriminierung müssen unverzüglich beendet werden. Hauptziel für die Zukunft ist, dass der internationale Linkshändertag überflüssig geworden ist.

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13. August 2010 | Gedanken | Kommentare: (4)

Zwischen Februar und August war das Internet ein Ort an dem ich mich selten aufgehalten habe.
Meine Lesezeichen haben sich auf fünf Seiten reduziert. Dazu lese ich unregelmäßig ein paar interessante Onlineartikel auf Nachrichtenportalen.
Während des Semesters habe ich das bekannteste Schnatterprogramm nur an, wenn ich mit meiner Zeit gar nicht mehr ein oder aus weiß.
Tageszeitungen lese ich in der Druckausgabe. Gefiltert sind die Nachrichten doch angenehmer zu lesen und bei drei verschiedenen Zeitungen kommen auch da Unmengen von Artikeln zusammen. Die Mühe stundenlang im Internet zu surfen um an fünf lesenswerte Artikel zu geraten, mache ich mir schon gar nicht mehr. Der Feedreader ist schon seit Monaten deinstalliert.
Nun, in den Semesterferien, habe ich mir mal wieder das sagenumwobene Web 2.0 angeschaut. Es hat sich nichts geändert.
Twitter ist zu einer ganz großen Sache geworden. Bloggen ist out. 140 Zeichen sind ja einfacher auszuspucken als einen gedankenvollen Text.
Die Top-Blogs schreiben immer noch denselben Blödsinn über Roboter, Zombies, Apple-Zeugs oder irgendwelche halbwahren Privatmeinungen zu Dingen, die die Welt nicht interessiert.
Man erkennt keinen Fortschritt mehr in dem fortschrittlichen Web.
Die [email protected] lebt online, teilt alle Interessen, Lesezeichen, Filme und Musik mit anderen Benutzern, die keine anderen Hobbies haben. Aber es scheint zu stagnieren.

Ich weiß gar nicht, was man stundenlang machen soll. Was tut man im Internet?
Es kann doch keiner Menschenseele ausreichen, wenn man sechs Stunden Blogs liest, auf Facebook verfolgt was die flüchtigen Bekanntschaften machen oder sich dem Chatten ganz und gar hinzugeben.

Bin ich irgendwo in einem kleinen Dorf des Internets gelandet, das nur 10 Einwohner hat? Wo sind die Großstädte?

Blogs sind meist vollgestopft mit Videos von Youtube. Aber die Aktivität hat auf vielen Blogs abgenommen. Es scheinen sich wohl alle bei Twitter zu trollen.
Aber zwanzig Stunden pro Tag zu schreiben, daß mir langweilig ist, kann doch auch nicht die Erfüllung sein.

Also wozu noch Internet?

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3. August 2010 | Gedanken | Kommentare: (3)