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Allen Lesern wünsche ich dieses Wochenende ein frohes Osterfest!

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21. April 2011 | Allgemein | Kommentare: (0)

Wegen der großen Zahl der Kommentare bin ich gezwungen, einen Filter vorzuschieben, der ähnlich wie andere, aber doch gänzlich anders arbeitet. Hier wird nicht gefragt, was 1 und 1 ergibt. Hier interessieren wir uns nicht, ob die Sehkraft zum Entziffern von einigen Buchstaben noch ausreicht. Nein, wir haben den Filter strikt personalisiert.

Anweisung: Lesen Sie den folgenden Text (ggf. mehrfach). Fassen Sie den Inhalt zusammen. Kürzen Sie die Zusammenfassung auf einen Satz. Fassen Sie den Satz zu einem Wort zusammen. Senden Sie das Wort unter Ausnutzung der Kommentarfunktion an diesen Blog. Vergessen Sie Ihren Namen nicht. Das System prüft Ihren Kommentarentwurf gründlich. Sehr gründliche Prüfungen dauern oft sehr lange. Ggf. erhalten Sie nicht sofort eine Systemantwort. Wenn Sie Glück haben, akzeptiert das System Ihre Antwort. Dann erhalten Sie automatisch die Möglichkeit zu einem zweiten Kommentar. Viel Glück! Andernfalls werden Sie automatisch gelöscht.

„Die Ironie ist nur als pädagogisches Mittel am Platze, von seiten eines Lehrers im Verkehr mit Schülern irgend welcher Art: ihr Zweck ist Demütigung, Beschämung, aber von jener heilsamen Art, welche gute Vorsätze erwachen läßt und dem, welcher uns so behandelte, Verehrung, Dankbarkeit als einem Arzte entgegenbringen heißt. Der Ironische stellt sich unwissend und zwar so gut, daß die sich mit ihm unterredenden Schüler, getäuscht sind und in ihrem guten Glauben an ihr eigenes Besserwissen dreist werden und sich Blößen aller Art geben; sie verlieren die Behutsamkeit und zeigen sich, wie sie sind, — bis in einem Augenblick die Leuchte, die sie dem Lehrer in’s Gesicht hielten, ihre Strahlen sehr demütigend auf sie selbst zurückfallen läßt. — Wo ein solches Verhältnis, wie zwischen Lehrer und Schüler, nicht stattfindet, ist sie eine Unart, ein gemeiner Affekt. Alle ironischen Schriftsteller rechnen auf die alberne Gattung von Menschen, welche sich gerne allen anderen mit dem Autor zusammen überlegen fühlen wollen, als welchen sie für das Mundstück ihrer Anmaßung ansehen.“ (Friedrich Nietzsche in Menschliches, Allzumenschliches)

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14. April 2011 | Allgemein | Kommentare: (0)

Obszön ist etwas Ekelhaftes, etwas Schmutziges, Häßliches, Anstößiges. Etwas, was (dem Wortsinn nach) dem Essen zuwider ist, der wohligen Nahrungsaufnahme entgegengesetzt ist, was nicht aufnahmefähig ist, was, kurz gesagt, zum Kotzen ist. Um nun wirklich obszön zu sein, nicht nur widerlich, muß nicht nur Ekel ausgelöst worden sein. Was obszön ist, muß nicht nur als schamverletzend empfunden werden. Obszön bedeutet, daß gegen eine Wertordnung verstoßen wurde, daß anerkannte Wertvorstellungen verletzt worden sind, daß Kultur konstituierende Werte eines Sozialsystems nicht akzeptiert worden sind.
Während in Japan jedes Toilettengeräusch als obszön gilt und deshalb durch laute Spülgeräusche zu überdecken ist, sind im Westen die Vorstellungen über Obszönes im freien Fluß. Hier gähnt man in aller Öffentlichkeit, bohrt in der Nase, führt die Ganzkörpertätowierung im Freibad vor, rülpst man nach einem Schluck Sprudelwasser quer durch das Cafe, übergießt man seinen nackten Körper mit Schlachtblut in einer Galerie, kopuliert man auf der Stadttheaterbühne und im Englischen Garten, telefoniert man lauthals mit einem mobilen Fernsprecher während des Films „Die große Stille“, fährt man als Sextourist nach Fernost.
Vielleicht sollten wir uns darüber verständigen, was wir für obszön halten. Oder halten wir gar nichts mehr für zum Kotzen? Löst nichts mehr ein Ekelempfinden aus? Dann kann auch niemand mehr einen Tabubruch begehen. Dann kann niemand das Empfinden der anderen verletzen. Wären wir tatsächlich in einer Epoche angekommen, in der nichts obszön ist?

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13. April 2011 | Allgemein | Kommentare: (0)

Die Symptome kennt jeder: Morgen läßt sich die Arbeit besser als heute erledigen. Aus dem nächsten Tag wird ein übernächster Tag. Gute Vorsätze, eine Aufgabe zu erledigen, werden fröhlich gefaßt und schnell vergessen. Die unerledigten Dinge wachsen einem über den Kopf. Am Abend stellt sich das Gefühl ein, nichts von den vorgenommenen Aufgaben erledigt zu haben. Das anfangs noch laute schlechte Gewissen verstummt immer mehr. Es bleibt ein nagendes Gefühl. Sogar wenn noch mehr Streß zu erwarten ist, wird die Aufgabe aufgeschoben. Unlust und Angst stellen sich ein. Negative Gefühle verhindern das Inangriffnehmen der Aufgaben. Ein Teufelskreis ist entstanden, aus dem kaum aus eigener Kraft ausgebrochen werden kann. Peter Ustinov gibt eine treffsichere Definition: „Die Menschen, die etwas von heute auf morgen verschieben, sind dieselben, die es bereits von gestern auf heute verschoben haben.”
Für die Ursachen des Aufschiebeverhaltens, der Prokrastination, lassen sich falsche Prioritätensetzungen der betroffenen Personen nennen wie auch schlechtes Zeitmanagement, Selbstüberschätzung wie Selbstzweifel, Motivationsmangel wie Versagensängste. Wir können auch neurotische Ängste vor dem Versagen erkennen. Die Angst, daß das eigene Wohlbefinden durch die Aufgabenerledigung gestört wird, könnte Kennzeichen einer tiefgreifenden Persönlichkeitsstörung sein.
Ich würde die Prokrastination eine prätraumatische Belastungsstörung nennen, die im Unterschied zur posttraumatischen Störung die Reaktion auf antizipierte mögliche Folgen einer unterlassenen Handlung darstellt. Für den Betroffenen ist es dabei wenig hilfreich, sich über die Konsequenzen seines Verhaltens Gedanken zu machen, da diese Überlegungen ihn nicht entlasten, sondern im Gegenteil weiter belasten. Hier ist ebenso wie bei einer Depression fachliche Hilfe dringend notwendig.

Oder handelt es bei der Prokrastination um die Kunst des Aufschiebens und Verschleppens, die Volkssport geworden ist? Studien zeigen, daß das Verhalten unter Studenten chronifiziert und zum Studienabbruch führt. Blogger berichten offen, von Prokrastination geplagt zu werden. In den letzten Jahren gibt es vermehrt Literatur (auch wohlmeinende Selbsthilfebücher zur Selbstdisziplin) und Forschungen. Also vielleicht nicht nur eine harmlose Charaktereigenschaft, sondern eine moderne Volkskrankheit?

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12. April 2011 | Allgemein | Kommentare: (0)

Welcher Blogger kennt das nicht: Angst. In der letzten Zeit mehren sich bei mir Anfragen, was gegen die beunruhigende Angst des Bloggers und der Bloggerin getan werden kann. Die Angst tritt häufig auf, aber sie ist unspezifisch, richtet sich auf alles und nichts. An den meisten Tagen wird geäußert, daß Angst auftritt, nichts für das Blog geschrieben zu haben. Mehrmals wöchentlich tritt die Angst auf, keine Leser zu haben. Monatelang hält sich die Angst, keine Resonanz auf geschriebene Beiträge erhalten zu haben. Befürchtungen treten auf, generell im Leben zu versagen, sich zu verzetteln, Unnützes oder Lächerliches zu betreiben, einsam zu sein, keine Freunde zu haben oder Freunde zu verlieren. Körperliche Unruhe tritt auf, motorische Spannungen zeigen sich, Kopfschmerzen stellen sich ein. Das eigene Leben wird als angespannt empfunden. Entspannung wird nicht gefunden. Sorgen über künftiges Bloggerglück verstärken sich. Die Nervosität läßt sich nicht vertreiben und führt zu ständigen Konzentrationsstörungen. Alles und jedes hängt einem zum Halse heraus, eine Übererregbarkeit läßt auf jeden Außenreiz eine Reaktion folgen, die aber gleichzeitig mit dumpfer Benommenheit gekoppelt ist. Es kommt zum Schwitzen der Hände und des ganzen Körpers. Herzsausen wird gelegentlich zum Herzjagen, Herzklopfen führt zur Beschwerden in der gesamten Brust. Eine Panik wird nahe gefühlt. Atembeschwerden und Magenprobleme, Schmerzen im Oberbauch und Übelkeit, Schluckbeschwerden und Schwindel wechseln miteinander ab.
Ständige Furcht vor einem drohenden Verhängnis, die ständige Reizbarkeit und Angst vor Verlusten, Anfälle von Depression und plötzlichen Panikattacken – all das bündelt sich in einem generellen Angstgefühl: verrückt zu werden, die Kontrolle zu verlieren, allein zu sein, abnormal zu sein und zu wirken, verlassen zu sein und keiner Ruhe zu finden. Die ständigen Angstgedanken werden übermächtig, erholsamer Schlaf wird unmöglich, Albträume regieren Nächte und Tage. Die Kontrolle ist entglitten.
Die Blogger leiden an einer generalisierten Angststörung, ihre Angst ist verselbständigt und frei flottierend. Die Störung beginnt meist zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr, wobei Frauen häufiger betroffen sind. Chronifizierungen sind nicht selten.
Wichtig ist aber, daß die betroffenen Personen wissen, daß sie nicht an einer bedrohlichen oder tödlichen Krankheit leiden. Sehr oft ist eine Blogpause bereits ein probates Therapeutikum. Während der Pause sollte ausreichend Schlaf gesucht und gefunden werden. Medikamentös sollte auf Humor in anfänglich niedriger Dosis (einschleichend verabreicht) gesetzt werden. Auch können verhaltenstherapeutische Gespräche mit interventionserfahrenen Mitbloggern als hilfreich empfunden werden.

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11. April 2011 | Allgemein | Kommentare: (1)

Danke der Nachfrage, aber es war Wochenende. Mit Sonne.

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11. April 2011 | Allgemein | Kommentare: (0)

„Der Jüngling lag unruhig auf seinem Lager, und gedachte des Fremden und seiner Erzählungen. ‚Nicht die Schätze sind es, die ein unaussprechliches Verlangen in mir geweckt haben’, sagte er zu sich selbst, ‚fernab liegt mir alle Habsucht: aber die blaue Blume sehn’ ich mich zu erblicken. Sie liegt mir unaufhörlich im Sinn.’“

Wie kann, so fragt uns Frau Anna Pferr schriftlich, wie kann die blaue Blume der Romantik in heutiger Zeit wieder blühen? Können Sie Novalis nicht vereinfachen? Nun, geschult durch die Satzbauanstrengungen in den Nachrichtensendungen machten wir uns flink ans Werk, denn da hat Frau Anna Pferr ja vollkommen recht: Bildung muß verständlich für alle und für jeden werden und sein. Also übersetzen wir:

Der Mann. Er war jung. Er lag im Bett. Er dachte. Er dachte an den fremden Mann. Der hatte erzählt.
Die Blume. Sie war blau.
Der Mann. Er war jung. Er wollte die Blume. Sie war blau. Er wollte sie. Immer.

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29. März 2011 | Allgemein | Kommentare: (0)

Evi-Laura hat einen Schnipsel aus einem Papierbogen mit der Bastelschere ausgeschnitten. „Genial!“ ruft die Kindergartentante Elisabeth mit tremolierender Stimme. Britt (8) hat beim Vorspielen der Jugendmusikschule auf ihrer Geige „Alle meine Entchen“ gefiedelt. „Genial!“ schreit ihr Vater Dirk (28) über die Köpfe der Zuhörer hinweg. Maximilian bringt sein erstes Wörterdiktat mit nur zwei Fehlern in den drei diktierten Wörtern stolz zu seinem Vater. „Genial!“ findet Erich und gibt Maximilian 5 Euro in die Hand. „Genial!“ lobt Yvonne den Aufsatz ihrer Tochter Maike (11), gründet den Heide-Verlag in Nordwalde und veröffentlicht das zweiseitige Erstlingswerk in erster Auflage zu 1000 Exemplaren. „Genial!“ brüllt Uwe seinen Sohn Michael an, als der im zweiten Anlauf mit 4,2 Durchschnittsnote sein Abiturzeugnis erhält und von seinen Eltern einen gebrauchten Siesta.

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27. März 2011 | Allgemein | Kommentare: (1)

Kommentare im internetären Kommunikationsverhalten erscheinen mir bisweilen als Kollektivsymbole eines Diskursverhaltens, das überwiegend ignorant gegenüber dem Diskussionsgegenstand ist und gleichzeitig den Menschheitstraum von der allgemeinen Teilhabe am Fortschritt verbal Wirklichkeit werden läßt.
Aufschlußreich ist die häufig benutzte Einleitungsfloskel der Kommentare, mit der festgestellt wird, daß man kein Experte sei und von der Sache, um die es gehe, nichts verstehe. Vom Standpunkt der Alltagsvernunft aus geurteilt wäre es mithin höchste Zeit, den Mund zu schließen und der Hand das Schreiben zu untersagen. Aber die Kommentierer finden mit Sicherheit etwas, wozu sie etwas anderes hinzufügen können. Oft wird die (sachlich ja nicht verstandene) Sprache beäugt und ein (objektiv nach den Regeln der klassischen Rhetorik falsch verstandener) Gesichtpunkt nach den Regeln des Gutdünkens und des Bauchgefühls besprochen. So spricht ein Nichtklimaexperte gerne darüber, daß er einen Aufsatz über die Erwärmung der Polkappen ganz entsetzlich finde, sprachlich gesehen, ja, daß der Autor sich schon durch sein Vokabular als Nazi entlarve. Bä, da lohne es nicht mehr, mit ihm zu reden oder auch nur sein widerliches Geschmiere zu lesen. Und schon sind wieder 120 Kommentarwörter in die staunende Internetwelt gesetzt. Worauf ihm heftig in ungefähr 160 weiteren Kommentaren beigepflichtet werden wird. Dabei reicht die sprachliche Ausdrucksfähigkeit von „Bo, ey, Mann, genau so isses.“ bis hin zu spaltenfüllenden Ausschweifungen, die von Polkappen zu Badekappen schweifend über den Gewässern wabern.
Für viele Zeitgenossen ist es ein erhebendes Gefühl, ihren Namen oder was sie als ihr Namenszeichen ansehen der Öffentlichkeit vorstellen zu können. Krönend wird diese Form der Publikationssucht, wenn man sich in die Nähe eines Internetbloggers begeben kann, der mehr als 1000 Leser pro Tag nachweisen kann. Da erhält das eigene nichtssagende Blabla durch die Veröffentlichung in der Kommentarspalte die Weihe eines Blogpapstes, da wird der ahnungslose Sprachprol zum Angehörigen des Zeitgeistthrones geadelt.

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26. März 2011 | Allgemein | Kommentare: (0)

Viele Lernende halten das, was ihnen beigebracht werden soll, für unnötiges Wissen, das sie nur belastet, Freiheit und Freizeit raubt und den Funfaktor atomisiert. Leider ist die Unterscheidung zwischen unnötig und wichtig in den meisten Fällen erst nach dem Erwerb dieses Wissens möglich.
Nun wird auch wissenschaftlich Kern-, Rand- und Pseudowissen unterschieden. Der Wissensschatz der Menschheit liegt dabei im Kernwissen. Reizvolle Neuigkeiten, die man aber nicht unbedingt wissen muß, gehören zum Randwissen. Die Menschheit muß nicht wissen, warum die Arschkarte so genannt wird. Wer es weiß (Hallo an die Fußballexperten aus den Tagen des Schwarzweißfernsehens!), fühlt sich ungemein schlau, leistet aber keinen Beitrag zum unveränderlichen Wissen der Menschheit. Der Randwisser ist ein gerne gesehener Partygast. Man trifft ihn in Talkshows des Fernsehens. Langsam aber sicher schleicht er sich auch in die Wissenschaft ein.
Dort haben wir es auch häufig mit Pseudowissen zu tun, das im Gegensatz zum Randwissen eine Konstruktion aus sich selbst ist und nicht in logischer Verknüpfung mit dem Kernwissen steht. Meist werden Ideen miteinander verknüpft, die nichts miteinander zu tun haben. Pseudowissen ergibt keinen Sinn. Pseudowissen hat eine große Zukunft vor sich, weil es meist im sprachlich bombastischen Gewand eingekleidet ist und sich verblüffend gelehrt anhört. Der Pseudowisser spricht mehrdeutig und ungemein bedeutungsschwanger. Mit anderen Worten: Pseudowissen ist herrlich unverständlich, aber meist sehr zeitgeistig. Und unnötig.

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25. März 2011 | Allgemein | Kommentare: (1)

Ich kann mich zwischen Besonnenheit und Gelassenheit, zwischen dem vernunftgeprägten Anteil und dem aus innerer Ruhe bestehenden Zustand noch gar nicht entscheiden. Früher hätte ich mich auch als unerschütterlich, als monolithischen Block bezeichnet. Heute scheint mir die gelassene Lust des Epikur keineswegs das höchste Lebensziel zu sein. Kann ich mich von äußeren Einflüssen überhaupt so befreien, daß sie mich nicht und nie mehr erschüttern? Und ist das Streben nach Unerschütterlichkeit nicht schon eine gänzlich unerwünschte Unruhe?
Nun sagen die Neupyrrhoneer, die Unerschütterlichkeit folge wie ein Schatten, wenn man sich des Urteilens enthalte.
Wie schön also, wenn einem die Seelenruhe zufällt, rein zufällig. Die innere Ruhe ist nun aber keineswegs mit Trägheit zu verwechseln, sondern aus ihr erwachsen gerade besonnene Tätigkeiten.

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24. März 2011 | Allgemein | Kommentare: (0)

Nach einer langen Analyse des Internets – habe alle Seiten von A-B durchgeschaut – bin ich überzeugt, daß Bilder den Beiträgen nicht schaden können.
Unser Auge hat sich im Internet auf Bilder und irgendwelche Knöpfe-zum-draufklicken gewöhnt. Auf diesen hochmodernen Zug werde ich in Zukunft aufspringen.
Man kann diesen Blog nun auch bei Facebook mögen.
Weiterhin gesellt sich zu den sprachlichen Kunstwerken auch eine bildliche Darstellung. Ob diese dann immer Bezug auf den Beitrag haben, vermag ich nicht zu sagen.

Wombat von Marika

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22. März 2011 | Allgemein | Kommentare: (1)

Die besten Einfälle hat man meist beim Essen. Ich zumindest. Ich glaube, dass da irgendwelche tollen Stoffe im Gehirn freigesetzt werden, die einem das Denken erleichtern.
Gestern Abend saß ich mit ein paar Lutschbonbons gemütlich vor dem Fernseher. Nach und nach stopfte ich mir die leckeren Teile genüsslich in den Mund. Ebenso tat es ein Freund von mir. Ich beobachtete nicht mehr länger das unterhaltsame Fußballspiel, sondern nur noch das Lutsch- bzw. Kauverhalten der Menschen beim Bonbonessen.

Es gibt drei Kategorien:

Der Aggressor:
Er lutscht das Bonbon nur so lange, bis er es endlich durchbeißen und so schnell wie möglich hinunter schlingen kann. Dieser Typ hält nicht viel vom langen Genuss. Er geht die Dinge schnell an, bearbeitet sie fix und will alles schnellstmöglich abschließen. Quantität geht hier vor Qualität. Lieber zehn Dinge auf einmal angehen und direkt zermalmen, als sich auf eine Sache zu konzentrieren und sie bestmöglich zu Ende zu bringen.
Der Aggressor geht jedoch unbeirrt seinen Weg und lässt sich von nichts und niemandem aufhalten.

Der Unentschlossene:
Dieser Esstyp weiß nicht genau, wie er an die Sache herangehen soll. Zunächst lutscht er das Bonbon, dann will er zerbeißen, entscheidet sich dann aber schnell wieder anders und lutscht letztendlich die vielen Einzelteile im Mund auf.
Dieser Mensch schaut sich zunächst das Problem an und geht behutsam an die Sache heran. Doch hat er nicht sehr viel Ausdauer und bei der ersten Schwierigkeit fängt er an, seine klare Linie zu verlassen. Er ist öfter unausgeglichen und weiß nicht recht, wie es weitergehen soll. Findet er jedoch eine Lösung (diese darf auch von anderen Personen stammen) und auf seine Bahn zurück, behandelt er das Problem bis zum Schluss.

Der Genussmensch:
Der Genussmensch schaut erst einmal stundenlang in die Bonbontüte, um auch wirklich sicher zu gehen, dass er ein Bonbon erwischt, dass seinen Vorstellungen entspricht. Hat er das gewünschte Exemplar gefunden steckt er es sich langsam in den Mund und beginnt darauf herum zu lutschen. Sinnlich fährt er mit seiner Zunge über die Köstlichkeit und ist nun minutenlang mit sich und dem Bonbon beschäftigt. So macht er es mit allen Dingen. Er wählt weise, macht sich vorher einen Plan und fängt dann an, das Problem zu beheben. Er arbeitet konzentriert und genau. Wobei er immer etwas mehr Zeit braucht als seine Mitstreiter. Doch das Ergebnis ist das Beste. Der Genussmensch lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen und verliert nie den Faden.

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24. November 2010 | Allgemein Gedanken | Kommentare: (0)