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Macht. Ruhm. Geld. Viel Geld. Noch mehr Geld. Frauen. Autos. Diese Liste könnte unaufhaltsam eine Seite so weitergehen und bald schon die Liste eines findigen Geschäftsmannes sein, die er seinem verarmten Studienkollegen vorlegen kann. Er muss nur den folgenden, extrem gut durchdachten und jahrelang ausgearbeiteten Geschäftsplan studieren und natürlich auch ausführen.
Da ich herzensguter Mensch mit meinen journalistischen Tätigkeiten und dem Studium zeitlich unglaublich eingespannt bin, veröffentliche ich nun meinen Masterplan (englische Begriffe machen hier immer einiges her), damit ein Anderer sich freuen kann.
Er sollte primär Liebhaber von Pfannkuchen sein. Denn um diese dreht sich alles. Sofern er diesen entscheidenden Punkt erfüllt, kann nichts mehr schief gehen.

Bei dem Pfannkuchenhaus, der Name darf natürlich individuell angepasst werden, handelt es sich um eine Kette. Ketten funktionieren. Es ist erstaunlich, dass es außer den langweiligen Kaffeehausketten und Fresstempel keine richtige Restaurantketten gibt, die leckeres Essen in gemütlicher Atmosphäre bieten.

Ambiente

Es muss von außen einladend wirken. Nicht so steril, wie andere Ketten. Es muss von außen schon die Gemütlichkeit von innen beweisen. Hierfür würde ich ein Eckhaus empfehlen. Das gesamte Gebäude muss jedoch älter sein, da ein moderner Baustil nicht zu Pfannkuchen passt. Das Lokal innen sollte unterschwellig etwas gedrungen, aber nicht zugestellt wirken.
Das Interior darf nicht modern sein. Pfannkuchen ist Hausmannskost und da passen keine Designermöbel. In etwa trifft dieses Bild schon vieles. Jedoch sollte man von großen Kronleuchtern und hohen Decken Abstand nehmen. Holzvertäfelung ist dagegen prima. Ein kleiner Kamin sollte auch Platz finden.
Doch möchte ich die Einrichtung nicht zu autoritär beschreiben, da ansonsten kein Platz für eigene Ideen vorhanden ist.

Essen

Was erwartet einen im Pfannkuchenhaus? In erster Linie natürlich die Pfannkuchen. Der Duft dieser leckeren Speise muss durch die Türen schon nach außen dringen, bestenfalls über die gesamte Straße.
Die Köstlichkeit gibt es immer in der Grundform, als das Gemisch aus Butter, Zucker, Eiern, Milch, Mehl und irgendeinem geheimnisvollen Pulver. Es muss immer eine Geheimzutat verwendet werden. Das kommt bei dem Konsumenten an.
Die Speisekarte sollte sich auf dreißig verschiedene Pfannkuchen beschränken. Sinnvoll ist es Mittagspfannkuchen, süße Pfannkuchen, besondere Pfannkuchen und saisonale Pfannkuchen anzubieten.
Zum Mittag braucht der Mensch etwas mehr. Deshalb gibt es den Eierkuchen hier wahlweise mit Thunfisch, kleinen Bacon-Streifen, Hackfleisch oder sonstigen Fleisch- und Fischprodukten. Das tolle am Pfannkuchen ist, dass er es zulässt mit fast jeder Zutat gegessen zu werden.
Süße Kuchen aus der Pfanne sind mit Kirschen (das wäre saisonal), Marmelade, Streusel (am besten welche aus Holland) oder dem Klassiker: Zimt und Zucker zu haben. Honig darf auch nicht fehlen.
Besondere Pfannkuchen könnten Zusammenstellungen wie: Pfannkuchen plus Käse und Kirschmarmelade sein. Überbackendes oder gefülltes kommt auch immer sehr gut an.
Dazu gibt es wahlweise Kaffee, Tee oder zu Mittag kalte Erfrischungsgetränke.
Man muss nach der Eröffnung der ersten Filiale natürlich auch Kundenwünsche respektieren und die Karte vielleicht umstellen. Aber auch hier ist der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Einfach ausprobieren.
Auf individuelle Anfragen des Kunden muss selbstverständlich eingegangen werden. Auch fertige Exemplare des Gaumenschmauses müssen an der Theke ausliegen, ebenso wie einige der Zutaten.

Angestellte

Zwei Bedienungen und zwei Köche sind mindesten notwendig. Im Service müssen Pfannkuchenliebhaber arbeiten, damit sie dem Kunden das Produkt so authentisch und enthusiastisch wie möglich schmackhaft machen können. Freundlichkeit und Schönheit sind zwei weitere wichtige Punkte.
Sie sollten eine rote Schürze mit weißen Punkten tragen und eine kleine Haube.

Konsumenten

Die hat man, und zwar nicht zu knapp. Von ganz jung bis steinalt, jeder mag dieses Gericht und da man sich alles mögliche bestellen kann, wird jeder kommen. Gesünder als Hamburger werden auch mal diejenigen, die Restaurants eher meiden kommen. Darüber mache ich mir keine Gedanken. Natürlich nur solange das Gesamtbild des Ladens passt.

Notwendige Produkte

Wie ein Pfannkuchen entsteht, weiß fast jeder. Man braucht keine großartigen Lebensmittel dafür. Der Großmarkt ist für alles die richtige Anlaufstelle. Auch für alle anderen Produkte.

Kosten

An die darf man gar nicht denken.
Denn ein Pfannkuchen kostet vielleicht 20 Cent in der Herstellung. Auch wenn man nur 1 Euro für den Grundpfannkuchen nimmt, macht man 80 Cent Gewinn. Bei circa 1000 Pfannkuchen pro Tag sind das 800 Euro. Und sollte es nur die Hälfte sein, dann steht am Ende des Monats ein Gewinn von 12000 Euro dar. Die Öffnungszeiten sollten dabei von Dienstags bis Sonntags von 10 bis 22 Uhr sein.

12000 Euro. Die Angestellten werden jeweils 1000 Euro bekommen. Somit bleiben 8000 Euro. Ladenmiete, Einkaufskosten und Strom werden noch einmal 4000 Euro verschlingen. Am Ende steht also ein Reingewinn von 4000 Euro auf dem Kontoauszug.
Doch muss man daran denken, dass es sich um eine Kette handelt. Aufgrund der hohen Nachfrage an Pfannkuchen wird sich das Pfannkuchenhaus bald überall verbreiten.

Schon nach einem Jahr werden zehn Restaurants geöffnet sein und der Gewinn beläuft sich auf 40.000 Euro im Monat.

Mehr gibt es eigentlich nicht. Über Konkurrenz braucht man sich keinerlei Gedanken machen, die gibt es schlichtweg nicht. Nur muss das erste Restaurant in Münster eröffnen. Hier wird jeder begeistert sein. Der Standort wird natürlich die Innenstadt sein. Den Kiepenkerl aufzukaufen sollte nach wenigen Monaten ein Leichtes sein.

Viel Glück bei der Umsetzung. Für weitere Fragen, das Erstellen der Homepage und anderen Problemen stehe ich dem Existenzgründer natürlich gerne zur Verfügung.

16. Februar 2009 | Gedanken

Ein Kommentar wurde geschrieben

  1. […] sein wird. Also! Entweder habe ich nächste Woche ein ähnlich guten Einfall, wie mein Pfannkuchenhaus, oder ich habe irgendetwas falsch gemacht. Am: 3. Oktober 2009 in Gedankensplitter […]

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