Die Wildnis lockte

Ein Bild aus der Wildnis

Da das DVD-Cover schon sehr interessant war dachten wir uns, dass ein Ausflug in die Wildnis heute Abend nicht Schaden könnte. Die Wahl für den Film “Wilderness” war nicht schlecht. So viel schon vorweg. Ein Film aus dem Genre Horror ist sehr beliebt, aber mit diesem Film kam noch ein Aspekt dazu, nämlich Survival, oder auch Überleben. Ein Horrorfilm, wo es ums überleben geht? Ist doch nichts Neues?

Die Idee ist vielleicht nicht neu, aber die Art des Films war schon recht gut. “Wilderness” machte nicht den Umweg in die Kinos, sondern kam direkt auf den DVD-Markt und gilt als ein Film des “New Wave Of British Heavy Horror”.

Sonderlich bekannte Schauspieler waren nicht mit von der Partie, zumindest keine die man bei uns in Deutschland, als Otto-Normalverbraucher, kennen würde.

Der Film startet direkt mit der Handlung. Eine Jugenstrafanstalt in England, in der sich eine Gruppe von Mördern, Psychopathen und anderen Verbrechen befindet. Der Film beginnt mit der Inhaftierung von einem Jungen namens Callum.

In der Gruppe befinden sich zwei, psychisch labile und unkräftige Jungen, die von den anderen Häftlingen drangsaliert werden. Gewalttätigen Aktionen und psycho Spielchen lassen einen von ihnen, Davie, zusammenbrechen. In einer Nacht schneidet er sich die Pulsadern auf. Auf drängen des Vaters wird eine Ordnungsmaßnahme vollzogen. Die Gruppe muss unter der Leitung von Aufseher Jed auf einer verlassenen, ehemaligen Militärinsel eine Woche verbringen.

Doch ganz verlassen scheint die Insel nicht zu sein, denn eine Gruppe von Mädchen unter der Leitung von Louise campiert auch dort. Da es zu keinen Konflikten kommen soll werden sie getrennt. Es scheint alles geregelt zu sein.

Der Konflikt entsteht, als einer der Jungen einen alten Mönch tot auffindet. Ausgerechnet der psychopatische Neuankömmling Callum findet den Mann und wird dabei von einem der Mädchen beobachtet. Die Vermutung von Jed ist, dass Callum den Mann umgebracht hat. Doch weist dieser seltsame Bisspuren am Hals auf. Dennoch lässt Jed ihn fesseln und berät das weitere Vorgehen mit Louise.

Der noch herrschende Friede der Insel wird endgültig durch einen brutalen Mord an Aufseher Jed zerstört. Pfeile aus dem Dickicht nageln ihn an einen Baum und nach einem leisen Pfiff stürmen Schäferhunde auf ihn los und zerfleischen ihn.

Die Gruppe ist schockiert. Callum und Louise müssen vor den vier, auf sie losstürmenden, Hunde fliehen, wobei die Aufseherin von der Klippe stürzt.

Als der Junge zur Junge zurückkehrt, nimmt er das Messer von Jed und übernimmt die Leitung der Gruppe.

Es beginnt für die Gruppe ein Kampf auf Leben und Tod. Mit dem mysteriösen Mörder und untereinander.

“Wilderness” ist ein harter, blutiger, dunkler und grausamer Überlebenskampf, der es in sich hat. Für zart beseelte Menschen auf keinen Fall zu empfehlen.

Regisseur Michael J. Bassett schafft es die Szenen, wo Spannung aufgebaut wird, gut umzusetzen. Die Aufnahmen sind gut miteinander kombiniert und die Splatterszenen gut dargestellt.

Schwachpunkte liegen immer zwischen den Szenen, in denen Action ist. Der Film lebt lediglich von seinen blutigen Szenen, die es aber zu genüge gibt. Auch die Klärung, wer hinter den Anschlägen steht wird zu schnell verraten und das Verhalten in den letzten 30 Minuten von dem Mörder sind auch nicht mehr so, wie sie am Anfang sind. Nämlich undurchschaubar und mysteriös.

Das Ende des Films enttäuscht nun nicht auf ganzer Linie, da es ja immer zu einem Ende kommen muss, aber ich hätte mir eine bessere Auflösung vorstellen können.

Alles in allem war der Film dennoch ganz unterhaltsam und man bekam das was man wollte.

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1 Kommentar

  • 1.
    Neumayer
    schrieb am 20th Januar 2007 um 13:05 :

    Habe den Film auch gesehen und bin eigentlich auch deiner Meinung.

    Ich fand das auch voll unnötig dass die Frau da zurückgekommen ist.

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