DVD Abend Teil 1

23. Juli 2006

Gestern Abend war mal wieder ein DVD-Abend. Eingedeckt mit Chips, Cola und drei Filmen setzten wir uns also in mein Zimmer, in dem es unglaublich heiß war, was allerdings durch einen Standventilator etwas verringert wurde, und führten uns als erstes einen Film von Terrence Malick zu Gemüte.

Dieser trug den Namen “The New World”. Die Ausliehe dieses Films, war angetrieben durch meinen wunderbaren Geschichtsunterricht, wo wir eben dieses Thema, als letztes Semester Thema behandelt hatten. “The New World” – Amerika die neue Welt, Anfang des 17. Jahrhunderts.

New World - Filmplakat

Eigentlich ist dieser Film eine klassische Liebesgeschichte, mit Elementen von Romeo und Julia, doch interessierte mich es eben aus dem oben genannten Grund und weil es auf einer wahren Begebenheit beruht.

Die Geschichte sollte den meisten Leuten, aus der Walt-Disney Verfilmung bekannt sein. “The New World” erzählt die Legende der Indianer-Prinzessin Pocahontas, für die Kinobesucher, die sonst nur die Comic-Verfilmung kennen, neu.

Doch auch in diesem Film beginnt alles zunächst sehr harmonisch. Die Indianer, wie wir sie kennen lernen, leben friedlich im Einklang der Natur und kennen nichts Böses und leben untereinander ohne Hass und Neid oder Missgunst.

Diese Idylle wird durch die Englischen Konquistadoren zerbrochen. Mit ihnen beginnt sich das Blatt zu wenden.

Unter Deck eines Schiffes liegt Kapitän John Smith gefangen. Er soll nach der Landung im neuen Land gehängt werden, wegen Aufruf zur Meuterei. Doch der Oberbefehlshaber lässt Gnade walten und Smith darf sich bewähren, indem er zu den Indianern geht, um dort Handel zu treiben.

Die Neuankömmlinge gründen ihre Siedlung Jamestown, welche heute als Virginia bekannt ist, die zunächst aus einem behelfsmäßigen Fort besteht. Von hier aus wollen sie zunächst Fuß fassen und Getreide anbauen.

John Smith, welcher inzwischen bei den Indianern angekommen ist, wird dort gefangen genommen und soll hingerichtet werden. Doch das Interesse von Pocahontas rettet ihm das Leben. Die Lieblingstochter des Stammeshäuptlings der Powhatan verliebt sich in den Fremden. Doch ihre Liebe bleibt ein Begehren, wenngleich sie sich einander annähern. (Diese Elemente kennt man eben auch aus diversen anderen Geschichten, und machen diesen Film zu einem etwas umständlichen Liebesfilm.)

Mithilfe der Indianer, mit denen er nun Freundschaft geschlossen hat, gelingt es Smith sein Volk, oder besser gesagt, diejenigen, die noch übrig sind, zu retten, da seine Freundin ihnen Saatgut bringt, obwohl sie dies eigentlich nicht durfte.

Dann beginnt auch schon das ganze Drama. Rebecca, so heißt die Indianer Prinzessin seit neustem, muss ihren Stamm verlassen und wird ausgesetzt. John Smith wird im Fort gefangen genommen, was er zuvor als Präsident regiert hat, weil er Rebecca nicht mit einem Messing-Topf von einem anderem Stamm kaufen will.

Mit dem Eintreffen des alten Oberbefehlshaber, welcher Verstärkung aus England geholt hatte, wird Smith zunächst freigesprochen und dann in die Heimat abkommandiert, um neue Erkundungen zu machen. Er lässt seiner Geliebten ausrichten, er sei ums Leben gekommen. So trauert Pocahontas wie eine Witwe, heiratet aber schließlich den verwitweten John Rolfe und bekommt Nachwuchs.

1616 reisen sie, auf Einladung des englischen Königshauses, nach London. Von dieser Reise wird die Häuptlingstochter nie zurückkehren; der Kontakt mit der “Zivilisation” war für sie tödlich.

Der Film “The New World” ist eine klassische Liebesgeschichte, die sich durch eben die wahren Begebenheit, der schönen Darstellung der Natur und durch schauspielerische Leitungen, besonders von der Indianerin wie ich finde, von den meisten anderen Produktionen abhebt. Die Darstellung der Indianer in diesem Film ist weniger richtig. Die ewigen poetischen langwierigen Monologe sind auf Dauer etwas sehr anstrengend. Überhaupt ist der Film nicht gerade kurzweilig. Das wiederum ist natürlich vom einzelnen Betrachter abhängig, ebenso wie die Empfindung der Poetik, Philosophie und der Darstellung der Kulturen. Von mir bekommt der Film 6 von 10 Punkten, da mir mehr Elemente gut gefallen haben als schlecht und das Gesamtbild stimmig ist.

Weiter ging es in die Zukunft. Wir machten einen Sprung vom frühen 17. ins 25. Jahrhundert und schauten den Film “Aeon Flux”.

400 Jahre in der Zukunft ist die Menschheit nahezu ausgerottet. Eine Seuche hatte sich ausgebreitet und 99% der Menschen vernichtet. Die Stadt Bregna ist der einzige Zufluchtsort für die Überlebenden. Diese Stadt wird streng von einer Familie namens Goodchild geführt und schwer bewacht. Durch einen großen Zaun ist man in dieser Stadt, von der sich ausbreitenden Natur, gesichert. Und hier gibt es das anscheinend perfekte Leben in perfekter Harmonie, das geradezu nach einer Revolution schreit.

Der Titel des Films ist der Name der Protagonistin, welche durch Charlize Theron verkörpert wird. Diese ist Agentin in einer Untergrundbewegung, welche versucht das bestehende System zu stürzen. Sie hat den Auftrag bekommen den Obersten Trevor Goodchild zu töten.

Zu ihm hin gelangt zu wirklich sehr einfach. Sie hüpft ein bisschen durch einen streng gesicherten Garten und gelangt mit Hilfe eines Navigationssystems, welches sie einer Wache abgezogen hat, in den Saal, wo er eine Rede hält. Als sie jedoch vor ihm steht schafft sie es nicht ihn zu töten, denn irgendwas in ihr errinert sich an ihn.

Sie beginnt an nachzuforschen, was diese Träume oder Gedankenspliter hervorruft und gerät dabei immer tiefer in die miesen Machenschaften des bestehenden Systems.

Trevor Goodchild arbeitet Jahrzehnte lang an einem Mittel, was die Unfruchtbarkeit heilen soll. Diesen Plan sehen die anderen Präsidenten, oder wie sie dort heißen, mit Missgunst. Das kommt daher, weil diese sich immer wieder Klonen lassen, um seit 400 Jahren an der Macht zu bleiben. Geklont werden alle Menschen. Immer wenn ein Mensch stirbt, wird seine DNS in ein Baby gepflanzt , wo er dann eben weiterlebt. Die Schwangerschaft wird den Müttern nur vorgespielt.

Und genau dieses Geheimnis deckt Aeon Flux auf. Allerdings ist sie aus ihrer Untergrundbewegung rausgeflogen und verflogt, da sie ihren Auftrag nicht erfüllt hat. Ebenso Trevor, weil er eben gegen diese Klongeschichte ist.

Nun versuchen beide alles zu retten…

Der Film war ein mittelmäßig bis guter Sci-Fi-Film, der einige gute Elemente beinhaltete. Spannung und Action war aber leider nicht wirklich gegeben. Die Story war ein bisschen flach und abgegriffen. Fast alles, was im Film präsentiert wurde war durch Matrix, Die Insel, Elektra oder auch Blade schon einmal da. Weil der Film vorher eine Comicserie war, konnte man bestimmt mehr aus dem Ganzen herausholen, als die Macher es getan haben. Der Film hatte einfach mehr Potential. Eigentlich ist es eben eine einfache Story, welche nur auf der Klonthematik aufbaut. Und das ist nicht wirklich 90 Minuten würdig. Aber nun ist er da, ein zwar nicht langweiliger bzw. schlechter, aber durchschnittlicher Sci-Fi Action Film dafür aber mit einer tollen und schön anzusehenden Charlize Theron in der Hauptrolle. Meine Bewertung also 5 von 10 Punkten

Heute Abend gucken wir den dritten Film, da wir es gestern einfach nicht mehr geschafft haben. Dazu aber heute Nacht oder morgen Früh mehr.

¬ geschrieben von Benedikt in Filme

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