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Zu Beginn eines jeden Einkaufs, sei es die Kleidung, die unbedingt gekauft werden muss, weil nichts, absolut NICHTS mehr im Kleiderschrank ist oder aber der Hunger, der einen in die Läden treibt, steht die Entscheidung in welchem Laden geshoppt werden soll. Reicht die Motivation aus um einen Ausflug in eine größere Stadt zu unternehmen oder aber nur für den kleinen Laden die Straße hinunter. Nach eigenem Ermessen müssen wir uns über kurz oder lang entscheiden, doch dieser Vorgang dauert bei mir für gewöhnlich eine Weile, ist es doch so gemütlich auf der Heizung zu sitzen und nichts zu tun, den Tag einfach zu genießen und das Erlebte Revue passieren zu lassen. Doch eigentlich wäre es auch schön, ein neues Kleidungsstück in den Händen zu halten, das Stück noch einmal anzuprobieren, es zu bewundern und zu überlegen, wie es am Besten kombiniert wird. Oder aber leckere Süßigkeiten beim abendlichen Fernsehprogramm zu essen. Über kurz oder lang komme ich nicht drum rum, ich muss eine Entscheidung treffen.
So mache ich mich auf den manchmal sehr langen Weg, die Straße herunter in meinen Lieblingsladen und während ich unterwegs bin, überlege ich mir ganz genau, was ich alles einkaufen möchte, damit ja nichts vergessen wird. Angekommen im Laden bummel ich gerne durch die Gänge und schaue mir an, was es Neues im Sortiment gibt, um dann gemütlich meine Einkäufe zu sammeln.
Ein eigener Rhythmus ist dabei oft unabdingbar, nachher übersehe ich doch eine Kleinigkeit. Mein Weg beginnt bei den Zeitschriften, wo ich den neusten Klatsch in mich aufnehme oder aber heimlich noch einmal in den Zeitschriften meiner Kindheit blättere, natürlich nur um festzustellen, wie schlecht sie geworden sind und so uninteressant. Schon oft habe ich mir gesagt, dass ich diese wirklich nicht mehr lesen brauche, aber tief im Inneren ist es doch immer wieder amüsant hineinzuschauen und machen wir uns nichts vor, ich werde es auch weiterhin tun.
Anschließend geht es weiter zu den Bastelmaterialien, bei denen ich mir immer wieder versichere, dass ich keine neuen Stifte benötige und komme dann bei den Tiefkühlgerichten an. Dort ist wieder ein längerer Aufenthalt notwendig, weil es ja sein kann, dass ich plötzlich Heißhunger bekomme, so nehme ich alles mit, worauf ich eventuell Hunger haben könnte. Anschließend kommt die Kühltheke und zum Schluss das Obst.
An der Kasse macht es immer wieder Spaß zu beobachten, wie der Vater versucht seinem Sohn zu erklären, warum er noch zu jung für den Rasierer ist oder andere ähnliche Gespräche mitzubekommen. Völlig entspannt und eine Stunde später komme ich dann nach Hause und bin bereit für den Abend.
Anders sieht es jedoch aus, wenn ich mal in andere Geschäfte gehe, in größere und ach so viel bessere als mein kleiner Lieblingsladen. Ich bin bemüht auch diesen Laden zu mögen, gewillt ihm eine Chance zu geben, doch was kommt dann??? Ich komme hinein und schon schallt mir die erste Werbung entgegen, dass die Funny Chips billiger geworden sind. Eigentlich super denke ich mir, zwar wollte ich nur Weingummi, aber Chips sind manchmal auch lecker.
Ich mache mich auf den Weg und das Abenteuer beginnt. Schnell habe ich die Süßigkeiten gefunden, strahlend liegen sie im Regal und wollen, dass ich sie kaufe. Aber ich bleibe hart und möchte nur mein Weingummi und die Chips haben. Ich suche meine mir so bekannte Verpackung und sehe sie nicht. Im ersten Moment ist dies ja nicht verwunderlich, doch auch beim zweiten, dritten und vierten Blick entdecke ich nichts! Mein Weingummi gibt es einfach nicht! Ich bin fassungslos so ein großer Laden und dann dieses Desaster. Aber ich lasse mich nicht demotivieren und begebe mich auf die Suche nach den Chips. Ich schaue links entlang und rechts herum. Gehe in den nächsten Gang und den nächsten, aber keine Chips. Nach fünf Minuten einsamer Suche ohne Anhaltspunkte oder der Hilfe der Mitarbeiter befrage ich eine weitere Kundin, die schon Chips im Einkaufswagen hat. So komme ich endlich ans Ziel und sehe…..nichts, denn auch die Chips sind ausverkauft. So verlasse ich den größeren und ach so viel besseren Laden ohne etwas gekauft zu haben, dafür aber mit viel Wut und Frustration, denn so macht Einkaufen keinen Spaß – lediglich meinem Geldbeutel!

von Lara

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24. September 2010 | Gedanken

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