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Kennen Sie das auch? Diese unbändige Lust auf dämliche Fragen eine falsche Antwort zu geben. 2+2? 5. Präsident der USA? Kennedy. Wie viele Beine hat ein Pferd? 3. Wie komme ich nach Ostia? Schwimmen durch den Tiber. Wann kommt der Osterhase? Weihnachten. Haben Sie Augen? Ich weiß es nicht. Wie heißen Sie? Napoleon.
Genau so stellt sich der Laie das Verhalten einer schwer gestörten Person vor. Dr. Ganser hat das nach ihm benannte Phänomen schon 1887 vorgestellt: Vorbei-Reden, Vorbei-Handeln, Scheinblödsinn, Zweckpsychose. Heute definiert die Weltgesundheitsorganisation das Ganser-Syndrom als eigenständige Krankheit unter den dissoziativen Störungen.
Wer die Symptome simuliert, wer also bewußt und willentlich Dummheit vortäuscht, der weiß, daß er den Fragenden und seine Umgebung täuschen will. Im besten Fall will er ein Lachen produzieren. Dissoziativ heißt das Phänomen, wenn es der bewußten Kontrolle entzogen ist. Klare Ursachen kann man für das echte Ganser-Syndrom nicht benennen. Es gibt die Störung, aber keine sichere Zuordnung. Ob es eigenständiges Krankheitsbild ist, bleibt fraglich.
Gansern wir also bei Gelegenheit weiter.

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6. April 2011 | Gedanken

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