Nachwirkungen

Wir fahren jetzt! Also raus in die Kälte, bei McDonalds noch ein Burger genehmigen. Orientierungslos herumlaufen. Warum ist die Welt denn so verschommen? Mir isss kaalt! Taxi kommt gleich. Warten, sitzen, abkühlen.

Einsteigen! Es geht los. Taxifahrer, bitte fahren sie nicht so schnell. Nicht so schaukeln, mein Magen.

Halb vier. Schlüssel suchen. Wie habe ich eigentlich das Loch getroffen?

Noch ne SMS schreiben. Arg, alles ist verschwommen. Übelkeit, aber es geht. Nach oben. Seit wann haben wir denn hier eine Wendeltreppe? Klamotten durch die Gegend werfen. Ab ins Bett.

Das Herz rast wie verrückt, der Kopf hämmert.

Schlafposition einnehmen. Mein Kopf! Wieso muss mein Bett auf einem Karussell stehen? Ein Bein aus dem Bett halten, soll helfen. Ah, schon besser.

Unruhig! Aus dem Körper entweicht so langsam das süße Gift. Auf den Rücken drehen. Fatale Entscheidung. Wieder dieses Drehen.

Das letzte Getränk hätte aber nicht sein müssen. Hab ich das letzte Woche nicht schon einmal gedacht? Gleiche Situation?

Egal, ich will nur noch schlafen. Noch einmal herumdrehen. Mücke, wenn du jetzt mein Blut saugst, fliegst du Achterbahn.

Noch einmal zur Toilette. AU! Wer hat den Schreibtisch denn vor die Tür gestellt? Ach falsch, die Tür wurde nach rechts versetzt.

Nebenan das gemütliche Schnarchen. Oh, das wäre fein.

Wieder ins Bett. Halte durch! Wenn du schläft hast du fast gewonnen.

Schlaf! Na endlich.

Nächster Morgen. Mein Kopf! Mein Magen! Meine Glieder! Meine Güte!

Wie spät? Halb 2. “NEIN, ich möchte nichts essen!!”

Ich bleibe liegen.

Du warst betrunken? Nein, ich habe mich lediglich meiner Umgebung angepasst.

Am: 14. Oktober 2007 in Benedikt geschrieben von Benedikt.




 2 Leserbriefe

  1. rob schrieb:

    Der Tag danach heißt übrigens seit Generationen “Nie-wieder-Tag” ;)

  2. Arnd schrieb:

    Oh ja, das kenne ich auch, nur zu gut. Der Tag danach ist furchtbar, kein Hunger, der Magen dreht sich immer noch um und diese fürchterlichen Kopfschmerzen, kaum auszuhalten. Und dann soll man auch noch tiefsinnige Gespräche führen, das ist einfach zu viel. Ich sage mir dann immer wieder, beim nächsten Stammtisch lässt du den Schnaps weg, dann geht es dir am anderen Tag besser. Aber ein Stammtisch mit den Kumpels ohne Schnäpschen geht ja auch nicht, da gucken die ja wieder ganz skeptisch und fragen ob ich unterm Pantoffel meiner Frau stehe.

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