FAZ-Comic-Niveau

4. Oktober 2007

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Das kleine Arschloch.

Andreas Platthaus preist in der FAZ wieder einen der von Ihm verehrten Comiczeichner. Um jedem Mißverständnis vorzubeugen: Herr Platthaus ist nicht der Verfasser des kleines Arschloches oder gar mit ihm identisch. Er propagiert nur seine Werke im Feuilleton der FAZ. Genauer führt er heute die Leser in die Kindergartenwelt von W. Moers ein. Ein fiktives Gespräch soll die von Platthaus bevorzugte Kinderunterhaltung den FAZ-Lesern schmackhaft machen.

Nach Erfahrungen mit dem bekennenden Donaldisten Platthaus (Motto: Jeder Tag ohne Comic in der FAZ ist ein verlorener Tag für die Verdummung.) steht zu befürchten, daß das Niveau der FAZ endgültig auf der Comicstufe ankommen wird.

Die Überschrift „Natürlich bleibt Ihr Buch ein Schmarrn“ könnte einen Hinweis auf Kritik und Ironie darstellen. Es steht aber zu befürchten, daß Herr Platthaus sowohl Entenhausen wie auch Zamonien für die Realität ansieht. Fraglich bleibt allerdings, ob die Auseinandersetzung mit dem Führer der Nazipartei in dem Comicstil des W. Moers („Adolf – Ich hock in meinem Bonker“) den Forderungen der politischen Korrektheit unserer Tage völlig entspricht.

Ob die FAZ noch die Kraft aufbringt, sich gegen den endgültigen Sieg der Plattheit zu wehren, ist mehr als fraglich geworden.

¬ geschrieben von N.N. in Gedanken

Outing

12. September 2007

8 Kommentare

Nach Rücksprache mit der gesamten Familie habe ich mich entschlossen, mich heute zu outen. Ich oute mich hiermit, ohne Rücksicht auf irgendwelche Konsequenzen zu nehmen, unter Inkaufnahme sämtlicher gesellschaftlicher Folgen, ohne Hoffnung auf Akzeptanz meiner Worte, in Erwartung schrecklicher Kommentare.

Ich verstehe die Strichmännchenzeichnungen (Strizz) in der FAZ nicht.

Seit dem 21. Mai 2002 überfallen mich bei der Lektüre der FAZ Strichfiguren, die mit Text versehen sind. Was das soll, verstehe ich nicht. Sie sagen: „Wie kann ich, Rafael, an die Schokolade des Onkels Strizz herankommen?“ Was das heißt, verstehe ich nicht. Ich gehöre nicht zu den Comiclesern, die den größten Teil ihrer Bildung aus Mausheftchen bezogen haben.

Sicher kann ich verstehen, daß die FAZ jüngere Leser ansprechen und gewinnen will. Aber warum die Herren Bahners und Platthaus meinen, die FAZ als Plattform für ihren Donald-Club nutzen zu müssen, entzieht sich meinem Verständnis. Halt! Vielleicht weil Frau Heidenreich wegen dieser Bilderfolge die FAZ abonniert hat?

Ich weiß, daß andere Leser eine Ausgabe ohne die Strichmännchen für eine Katastrophe halten. Ich weiß, daß der Zeichner Preise bekommen hat. Ich weiß, daß Herr Platthaus in dem Zeichner Reiche den besten Comiczeichner aller Zeiten preist.

Ich kann es nicht verstehen. Und nicht darüber lachen. Nie. Ich versuche es auch nicht mehr. So, das wollte ich endlich einmal gesagt haben. Jetzt fühle ich mich wohler.

Nachtrag vom 14.9.07

Daß dieser kleine Beitrag so große Auswirkungen haben könnte, hätte ich nicht für möglich gehalten. Aber es gibt tatsächlich eine riesige Reaktion:

Ab heute sind keine Strichmännchen mehr in der FAZ. Strizz ade! Vielen Dank!

Verbrämt wird die Maßnahme durch die Bezeichnung als “Urlaub”. Naja, es ist wohl eher eine Verbannung.

Nachtrag vom 17.9.07

Herr Platthaus und die FAZ legen nach: Heute wird der Ersatzzeichner vorgestellt (wieder ein Topzeichner, meint Herr Platthaus) und gleich darf er in die FAZ eine farbige Zeichnungenreihe einstellen als Urlaubsvertretung für Strizz. Über die Geschmacklosigkeit, darin Gott mit Fraktur auftreten zu lassen, will ich mich nicht äußern. Lachen soll über die Bildchen, wer es kann. Ich nicht.

¬ geschrieben von N.N. in Generell, Daily Life, Gedanken

Lebensläufe und Visitenkarten

18. Juli 2007

3 Kommentare

I Blog, Therefore I Am

Schreibt man bei Vorstellungsgesprächen eigentlich noch schön ausgearbeitete CVs, oder reicht die Blogadresse?

¬ geschrieben von Benedikt in Gedanken