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Viele Lernende halten das, was ihnen beigebracht werden soll, für unnötiges Wissen, das sie nur belastet, Freiheit und Freizeit raubt und den Funfaktor atomisiert. Leider ist die Unterscheidung zwischen unnötig und wichtig in den meisten Fällen erst nach dem Erwerb dieses Wissens möglich.
Nun wird auch wissenschaftlich Kern-, Rand- und Pseudowissen unterschieden. Der Wissensschatz der Menschheit liegt dabei im Kernwissen. Reizvolle Neuigkeiten, die man aber nicht unbedingt wissen muß, gehören zum Randwissen. Die Menschheit muß nicht wissen, warum die Arschkarte so genannt wird. Wer es weiß (Hallo an die Fußballexperten aus den Tagen des Schwarzweißfernsehens!), fühlt sich ungemein schlau, leistet aber keinen Beitrag zum unveränderlichen Wissen der Menschheit. Der Randwisser ist ein gerne gesehener Partygast. Man trifft ihn in Talkshows des Fernsehens. Langsam aber sicher schleicht er sich auch in die Wissenschaft ein.
Dort haben wir es auch häufig mit Pseudowissen zu tun, das im Gegensatz zum Randwissen eine Konstruktion aus sich selbst ist und nicht in logischer Verknüpfung mit dem Kernwissen steht. Meist werden Ideen miteinander verknüpft, die nichts miteinander zu tun haben. Pseudowissen ergibt keinen Sinn. Pseudowissen hat eine große Zukunft vor sich, weil es meist im sprachlich bombastischen Gewand eingekleidet ist und sich verblüffend gelehrt anhört. Der Pseudowisser spricht mehrdeutig und ungemein bedeutungsschwanger. Mit anderen Worten: Pseudowissen ist herrlich unverständlich, aber meist sehr zeitgeistig. Und unnötig.

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25. März 2011 | Allgemein

Ein Kommentar wurde geschrieben

  1. Judith Layer sagt:

    wirklich schön geschrieben. hat mir beim lesen viel spass gebracht.

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