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Ich nehme alles gleich so wörtlich, sagt das Umfeld zu mir. Und was mir merkwürdig erscheint, ist der Umstand, daß das Umfeld um so mehr lacht, je wörtlicher ich etwas nehme.
Viele Schwierigkeiten hatte ich dadurch, daß ich gegangen bin, wenn jemand sagte: “Ach, geh.” Unter grinsendem Gelächter des Sprechers wurde ich dann oft wieder zurückgeholt. Was soll das?
Probleme mit dem Bleiben des Bewußtseins hatte ich an dem Tag, als ich auf die Alkoholwerbung gestoßen bin. Ich war magenmäßig recht umtriebig an dem Tag und griff in der Hoffnung auf Linderung zu einem Magenschnaps. Auf der Flasche stand, man solle immer nur einen trinken, aber einen immer. Sicherlich, dachte ich mir, ist das ein ungewöhnliches Apothekenmaß. So etwas hatte ich auch noch auf keinem anderen Beipackzettel gelesen, aber ich befolgte es, bis die Flasche einen Schluck nach dem anderen Schluck geleert war. Das Bewußtsein entschwand mir, die Schmerzen verlagerten sich vom Bauch in den Kopf und ich wurde von meinem engsten Umfeld höhnisch beschimpft.
Zu meinem Geburtstag habe ich ein Hörbuch erhalten, worüber ich mich auch deswegen besonders freute, weil es mein erstes Hörbuch ist. Robert Sapolsky: Mein Leben als Pavian, 6 CDs. Auf dem Beipack für Hörbücher steht: Ideal beim Autofahren. So bin ich heute 7 Stunden durch die Gegend gefahren und habe gespannt und ideal zugehört. Der Sapolsky ist ein so trockener Streßforscher, daß ich von ihm begeistert bin und die CDs gleich noch einmal angehört habe. 7 Stunden Rückfahrt vergingen wie im Idealflug.
Welche unverschämte Reaktion ich mir morgens und abends beim Zähneputzen durch mein Umfeld einhandele, will ich hier nicht schildern. Aber sagen Sie mal im Vertrauen: Auf der Zahnpastatube steht doch: Auf den Kopf stellen!?

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5. April 2011 | Gedanken

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